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UNDERGROUND EMPIRE
Röthenbacher Hauptstr. 71
90449 Nürnberg
Deutschland
ON * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WIC
Willkommens-Bild auf unserer Homepage: die Underground Empire All-Stars
auf ihren Schlachtrössern. Artwork von: Jörg Scheibner
Wir grüßen Radio Gong 97,1 Rock Classics, Rock Ballads und HEIN HART!
Hail Brüder und Schwestern,
wir können tun oder lassen was wir wollen, ständig kommen irgendwelche Dinge dazwischen, die unseren geplanten kürzeren Veröffentlichungsintervall wieder zunichte machen. Was sich anhört, wie aus einem schlechten Abendprogramm-Krimi, wurde bei Battle Angel traurige Wirklichkeit: während er "mal eben kurz" zur Tankstelle fuhr, weil ihm flüssiges Weizen ausgegangen war, flog seine halbe Wohnung in die Luft. Darunter auch sein armer Hund. Die Polizei nahm inzwischen zwei Libanesen fest, die Battle Angel bei seiner Tätigkeiten für den BGS mehrfach verhaften ließ. In welcher Welt leben wir eigentlich? Während uns die Medien tagtäglich einbläuen, was wir doch alle für Wegseher wären, die nichts gegen die ständig steigende Gewalt gegenüber ausländischen Mitbürgern unternähmen (nebenbei: auch DAS ist natürlich eine Schweinerei!), werden Übergriffe auf deutsche Mitbürger mit einer zweispaltigen Zeitungsmitteilung "notiert".
Dies zum einen, zum anderen hätte es Euren lieben Mighty SCI die Tage bald hinweggerafft, als ihm (also mir) friedlich vor dem Fernseher sitzend im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wegblieb, ich meine Arme nicht mehr bewegen konnte ich mich gerade noch zum Telefon schleppen konnte. Und was meinte der Arzt dazu? "Was haben sie denn da gesehen?" - "Stargate" - "haben sie sich da aufgeregt" - "Ja, als kurz vor Schluß die Werbung kam" - "sie sollten sich nicht derartig aufwühlende Filme angucken" - äh... - "und wie ging's aus?" - "weiß nicht, hätte ja fast das Ende der Werbung nicht überlebt, wie sollte ich da das Ende noch mitbekommen haben?" ... Jedenfalls kann ich Euch eines sagen: das Herz war's nicht. Ich habe nämlich keins...
Jetzt zum Heft:
Zuerst mal danke für die vielen Leserbriefe, Lesercharts und Verbesserungsvorschläge, die nach der letzten Ausgabe kamen. Unser Richtungswechsel zu einer härteren Gangart und gleichzeitig zu mehr Witz und Offenheit ist scheinbar überwiegend gut angekommen. Besonders hitzige Diskussionen löste das BÖHSE ONKELZ-Satireinterview, welches uns Morddrohungen genauso wie Beifall einbrachte. Auch die Interviews in voller Länge werden wir beibehalten. Macht zwar eine Heiden Arbeit, doch nichts ist uns zuviel für Euch.
Doch a Propos Arbeit: seit Monaten arbeiten wir bereits an unzähligen Specials - aber sie wollen einfach nicht fertig werden. Kaum ist eine Ausgabe fertig, stapeln sich schon wieder tonnenweise CDs auf den Tischen. Meistens welche, die man sich eh nie freiwillig kaufen würde. Wir sind schon arme Schweine.
Mit der nun vorliegenden Ausgabe gibt's wieder einige Neuerungen: Neben der Note zur musikalischen Qualität eines Albums wird nun auch die Produktion des Albums bewertet. Diese Bewertung hat jedoch keinen Einfluss auf den Redaktions-Soundcheck, da letztendlich wie wir meinen doch der musikalische Inhalt entscheidet und nicht immer die Band etwas dafür kann, wenn ihr neues Album Ohrenkrebs verursacht, weil der Produzent unfähig ist. Die Spielzeit wird nun ebenfalls mit angegeben, jedoch solltest Ihr bei derartigen Angaben nicht gleich ohne näheres Hinsehen aussortieren: insbesondere Black-Metal oder Thrash-Alben tut eine etwas kürzere Spielzeit meistens besser, weil kein Mensch 70 Minuten lang ein derartiges Geknüppel am Stück aushält. Und nicht immer ist "value for money" gut, wie die neue CAGE beweist: 70 Minuten CAGE am Stück sind ungefähr 10 Minuten zuviel - nach 60 Minuten guter Mucke ist man normalerweise froh, wenn man mal was neues auflegen kann. Nicht, weils schlecht wäre, sondern weils zu eindimensional wird. Auch bei guten CDs.
Und hier noch eine kleine Bitte am Rande: dass uns jemand mittels der Tonwahltasten seines Telefons "Alle meine Entchen" auf den Anfrufbeantworter tippt, mag ja noch lustig sein. Dass uns jemand buchstäblich minutenlang auf den Anrufbeantworter "atmet" (soll das Psychoterror sein oder was?) und dann auflegt, das ist alles noch ganz lustig. Aber bitte schmeißt uns keine toten Ratten mehr in den Briefkasten, die stinken nämlich gewaltig und wenn das so weitergeht, schalten wir da auch die Männer in Grün ein!
Euer großartiger Imperator
The Mighty SCI!
Wer noch keinen IRC-Client hat, kann sich z.B. auf www.mirc.com einen herunterladen, die Dinger sind meistens Share- oder Freeware. Ist Latzhoseneinfach zu installieren und zu bedienen! WIR FREUEN UNS AUF EUCH! Als Server nehmt Ihr am besten irc.uni-erlangen.de oder irc.netsurf.de.
03. KOCHEND HEISS SERVIERT
Krach 1: Ripper Owens hat die Band mehrfach dazu gedrängt, die bei "Jugolator" eingeschlagene moderne Richtung beizubehalten, doch der Rest der Kapelle möchte in traditionelle Gewässer zurückkehren.
Krach 2: PANTERA-Frontgurke Phil Anselmo steht höchstwahrscheinlich kurz vor einem Rauswurf, da er scheinbar schwerwiegende Drogenprobleme hat und auch musikalische Differenzen zu den Kollegen zunehmen.
Krach 3: Ripper Owens ist gut mit den PANTERA-Jungs befreundet und soll dort bereits als Phil Anselmo-Nachfolge gehandelt werden. Ripper selbst soll im Bandumkreis verlauten lassen haben, "die Härte von PANTERA wünschte ich mir auch für JUDAS PRIEST".
Krach 4: Rob Halford tingelt seit einigen Wochen verstärkt mit verschiedenen Pristern durch die Gegend.
Megakrach 1: die neue JUDAS PRIEST-Plattenfirma Atlantic Records, haben das erste Vorab-Demo zum neuen Album prompt als "unbrauchbar" zurückgewiesen.
04. NEUERSCHEINUNGEN (* = NEU/GEÄNDERT IN DIESER AUSGABE)
Alle genannten Veröffentlichungsdaten sind von den Plattenfirmen bzw. Promotion-Agenturen so angekündigt worden. Sie können sie alle kurzfristig verschieben und sind somit ohne Gewähr. Alle genannten Daten beziehen sich ausschließlich auf den geplanten VÖ-Termin in Deutschland!
Neu . Band - Album .................................. VÖ / erscheint bei Label NOVEMBER * ABSU - Tara ....................................... * ANATA - Dreams Of Death And Didmay ................ 27.11. * AUBERON - Seventh Master .......................... * AVANTASIA - Avantasia (EP) ........................ 13.11. * CHINCHILLA - Madness .............................. 20.11. .... Metal Blade * DIES IRAE - Immotated ............................. 20.11. .... Metal Blade * HANKER - Snakes And Ladders (U.S. Import) ......... 13.11. * HELLRIDE - neues Album ............................ ISEGRIM - Dominus Infernus Uzhanas Vobiscum ....... 13.11. * MANILLA ROAD - Mark Of The Beast (U.S. Import) .... ...... .... Monster * PINK FLOYD - Wish You Where Here (25th Anniv. Ltd.) 13.11. * SKYLARK - Divine Gates Part 2: Gate Of Heaven ..... 13.11. .... Underground Symphony * ULVER - Perdition ................................. 27.11. * WATERS, ROGER - In The Flesh (live) ............... 20.11. DEZEMBER * TRISTANIA - neues Album ........................... 2000 ANGEL DUST - Into The Dark Past (ReRelease) ....... ANGEL DUST - To Dust You Will Decay (ReRelease) ... ARTCH - Another Return To Church Hill (ReRelease) . ...... .... Metal Blade ARTCH - For The Sake Of Mankind (ReRelease) ....... ...... .... Metal Blade HEIR APPARENT - One Small Voice (ReRelease) ....... ...... .... Metal Blade PANZERCHRIST - Soul Collector ..................... ROUGH SILK - Symphony Of Life ..................... ...... .... Massacre WARRIOR - neues Album ............................. JANUAR 2001 ANVIL - Plenty Of Power ........................... 22.01. * AVANTASIA - Avantasia Part I ...................... 22.01. .... AFM * CHILDREN OF BODOM - neues Album ................... 29.01. .... Nuclear Blast * DESTINY'S END - Transition ........................ 22.01. .... Metal Blade * FORSAKEN, THE - Manifest Of Hate .................. 22.01. .... Century Media * FREEDOM CALL - Crystal Empire ...........verschoben ...... .... Steamhammer * ICED EARTH - Melancholy (EP) ............verschoben 08.01. .... Century Media * IRON SAVIOR - Dark Assault ........................ 08.01. * ONWARD - Evermoving .....................verschoben 22.01. .... Century Media * PARADISE LOST - Belive In Nothing ................. * RAMMSTEIN - Mutter ................................ ...... .... Motor Music * SEPULTURA - Nation ................................ STEEL PROPHET - The Book Of The Dead .............. ...... .... Nuclear Blast * VADER - Reign Forever World ....................... 22.01. .... Metal Blade * VICIOUS RUMORS - Sadistic Symphony ................ 08.01. .... Massacre FEBRUAR 2001 * ...AND OCEANS - Allotropic/Metamorphic Genesis .... 19.02. * MADDER MORTEM - All Flesh Is Grass ................ 19.02. .... Century Media * MORGUL - Sketch Of Supposed Murderer .............. 05.02. .... Century Media MYSTIC CIRCLE - The Great Beast ................... 19.02. * ZONATA - Reality .................................. 19.02. .... Century Media MÄRZ 2001 * DEMON - Backkatalog Digital-Remastered ............ ab März * DEMON - Spaced Out Monkey ......................... März 2001 AGENT STEEL - neues Album ......................... * AMON AMARTH - The Crusher ......................... 1. Halbjahr ANGRA - neues Album ............................... 1. Halbjahr * ANNIHILATOR - Carnival Diablos .................... BLIND GUARDIAN - neues Album ...................... Herbst .... Virgin BROCAS HELM - neues Album ......................... * COMPANY OF SNAKES - Here They Go Again ............ DICKINSON, BRUCE - Rarities And B-Sides ........... ...... .... Air-Raid DIMMU BORGIR - neuse Album ........................ ...... .... Nuclear Blast EDGUY - neues Album ............................... ...... .... AFM ELVENKING - neues Album ........................... Frühjahr .. AFM GAMMA RAY - neues Album............................ Frühjahr .. Noise/T&T * GOTTHARD - Homerun ................................ HEIR APPARENT - neues Album ....................... ICED EARTH - Horrorshow ........................... Frühjahr .. Century Media IRON MAIDEN - neues Live-Album .................... ...... .... EMI * JUDAS PRIEST - neues Album ..............verschoben Frühjahr KAMELOT - neues Album ............................. Frühjahr .. Noise/T&T * LEATHERWOLF - Leatherwolf (I) (ReRelease) ......... * LEATHERWOLF - Leatherwolf (II) (ReRelease) ........ * LEATHERWOLF - Street Ready (ReRelease) ............ * METAL CHURCH - neues Album ........................ Frühjahr NARNIA - neues Album .............................. Frühjahr .... Nuclear Blast OPETH - Blackwater Park ........................... Frühjahr * SAVATAGE - Poets And Madmen .............verschoben Frühjahr * SAXON - neues Album ............................... SLAYER - neues Album .............................. Februar
05. METALBÖRSEN
ARMORED SAINT-Autogrammstunde in Hamburg, Berlin, München, Offenbach
und Bochum, ab 20h Konzert
SO 12.11.2000, NÜRNBERG - Hirsch, 11-16h
SO 26.11.2000, ESCH-ALZETTE (L) - Kulturfabrik, 11-16h
Information: Telefon 06150-85850 - Telefax 06150-85765
06. ALBUM-REVIEWS
Dieses mit einem auf Postergröße ausfaltbarem Inlay ausgestattete Album
stammt von einer Plattenfirma aus Istanbul. Wusste gar nicht, dass die
da unten Metal machen. Geboten wird ziemlich grooviges Zeug, allerdings
hätten die Songs ruhig eine ganze Ecke kürzer sein dürfen, denn man wird
hier minutenlang von ewig gleichen langsam schleppenden Riffs geradezu
erschlagen. Dazu kommt noch, dass der Sound nicht sehr eigenstänig
wirkt. Nichts was man sich lang genug freiwillig antut um Gefallen daran
zu finden.
Musik: 5,0
Um Himmel's Willen! Was gedenken uns die Leute vom RockHard demnächst
noch alles als METAL zu verkaufen? Im Presse-Info schmiert Jan Jaedike
von eben jenem Heft in die erste Zeile doch tatsächlich "Willkommen in
der Welt von Deutschland's innovativster Metal-Band und ihrem neuen
Werk." - äh!? METAL-BAND?!? Ich werk zun Schwein dachte sich der liebe
Jan da wohl und verarsche nun das Volk ganz dohl (sorry, hat sich grade
so gereimt), jedenfalls hat's mich erstmal vom Stuhl gehaun als das Album mit "Taste Of Sin" in bester RAMMSTEIN-Manier eröffnete. Die vollkommen lächerlichen Texte "...it's like a taste of sin - ich sterbe
schon..." hinterlassen den Autor erstmal völlig verzweifelt und am Boden zerstört in einem Weinkrampf. Weil dem noch lange nicht genug, weilt
die Band im "Werk 80"-Vollzug (und was sich reimt, will Blut), denn weiter geht's mit dem ZSAZSA-Cover "Zauberstab". Der bereits im NDW-Original unterdurchschnittliche Song kommt hier noch schlechter - das wird
dem Song gerechter. Vielleicht sollte ich mich als Texter bei ATROCITY
bewerben? Bei "Wilder Schmetterling" haben wir uns ALLE stundenlang vor
Lachen weggeschmissen: "Wilder bunter Schmetterling - you are my everything" - buahahahhahaha!!! Das sind Reime auf, auf die die Welt gewartet
hat. Mindestens 500 Jahre lang - ach was erzähle ich, anhand dieser
Klasse würde sogar Homer den Stift bei Seite legen und für immer das
Schreiben sein lassen. 5000 Jahre Kultur - in 43 Minuten und 22 Sekunden
vernichtet und gerichtet. Damit hätten wir vielleicht sogar den Grand
Prix gewinnen können. Ne, ne... dat glaub' ich nich! So schlecht kann
doch kein Album sein! "Love is a game ... Liebesspiel" - waaaaaaaaaaah!
Den Hitfaktor von "Wilder Schmetterling" bestreite ich hier nicht einmal
- wird garantiert zum Hit in sämtlichen Gruft-Diskos Germanien's - RAMMSTEIN hätten's auch nicht besser hingekriegt. Von den Texten abgesehen.
Mit "Sound Of Silence" ist dann auch schon die zweite Kofferversion an
Bord - im Duett mit Liv Kristine übrigens und - oh Wunder! - der bis-
her einzige Track, der einigermaßen zu überzeugen weiß. Der Rest von
"Das 11. Gebot" bis zum Titeltrack ist ebenfalls abgrundtief schlecht,
doch das abschließende "Lili Marleen" setzt dem ganzen die Krone auf:
eine Beleidigung für alle Marlene Dietrich-Fans - aber ich denke, die
wird von unseren Lesern leider eh niemand kennen. Immerhin erstaunlich,
dass ATROCITY sich sogar an deutsches Hochkulturliedgut herangewagen -
was hätte man aus diesem Song nicht alles machen können. Armes Deutschland! Gruß an alle wo mich kennen und können tun, und an die 5b der
Sonderschule in Atro City... (ok, das wäre jetzt auf Englisch besser gekommen...).
Musik: 1,0 (der Unterhaltungspunkt)
Pünktlich zur Tour mit PINK CREAM 69 und EDENBRIDGE schmeißen uns auch
AXXIS eine Übergangs-EP vor die Füße. Darauf enthalten: "Shadowman",
"Flashback Radio", "Little War" und "Kings Made Of Steel" jeweils in
einer Live-Version. "Julia" und "Heaven In Black" jeweils in Akkustik
und "Moonlight" gibt's zum Schluß ein einzigen wirklich neuen Track zu
bestaunen. Soviel zu den Fakten und jetzt für die Akten: dieses Ding
ist wirklich überflüssig wie die Hölle. Die Live-Versionen sind in Punkto Klang knapp unter Wellblechbodenniveau und hauen in Sachen Atmosphäre
bestimmt niemanden vom Hocker. Die Akkustik-Versionen sind schlichtweg
langweilig - hier happert's ebenfalls an Atmosphäre. "Moonlight" lässt
Hoffnung schimmern, ist das Highlight der Scheibe und würde ein solches
auch auf einem kompletten Album darstellen. Das mag aber daran liegen,
dass jener Track ein nie veröffentlichter Demo-Song ist, welcher ursprünglich auf "Axxis II" seinen Platz finden sollte. Fazit: die Kohle
könnt Ihr Euch echt sparen, legt Euch lieber "Kingdom Of The Night" oder
"Axxis II" zu, solltet Ihr diese Klassiker noch nicht besitzen und
spart Euch ansonsten die Kohle für wichtigere Sachen.
Musik: 7,5-9,0
AZTEC JADE sind ein italienischer DREAM THEATER-Verschnitt, der die
Klasse seines Vorbilds aber nur sehr stellenweise erreicht. Immerhin
gestaltet sich das Album hinreichend abwechslungsreich, so dass man
es nicht sofort aus dem Player verbannt, wenn einem ein oder zwei
oder drei oder vier oder ... Songs nicht so sehr zusagen. "Nothing Good
Comes My May" hat von der Nervigkeit des Chorus her betrachtet True
Metal-Hit-Potential... Wer das Teil mal findet könnte mal ein Ohr
riskieren, wer nicht kann es gleich wieder vergessen. Wer total auf
DREAM THEATER einsteigt und alles haben muss was auch nur versucht so
wie sie zu klingen muss hier zuschlagen.
Musik: 6,5-8,0
Na Prima! Jetzt müssen sogar schon Newcomer als Vorbilder herhalten.
Und auch noch welche, die beim gleichen Label zuhause sind. BLACK DESTINY klingen exakt nach einer Mischung aus DARK AT DAWN meets ICED
EARTH (gut, das sind keine Newcomer und auf dem gleichen Label sind sie
auch nicht) und deswegen dürften die Meinungen zu diesem Ding auch ziemlich zwiespältig ausfallen. Selten habe ich mich jedoch über eine Kritik so geärgert, wie die, die dazu im RockHard steht. Nach diesem in
jenem Review gesetzten Maßstäben müssten dann im gleichen Heft auch
Kapellen wie EDGUY, ELEGY oder SONATA ARCTICA verrissen werden, denn
die klingen schließlich auch nach HELLOWEEN, MALMSTEEN und STRATOVARIUS.
Wenn der Opener "Widow Black" loströtet, wird's einem gleich 'mal warm
um's Herz - fetziger 80er-Metal mit herrlich krächzigem Gesang von Michal Seifert, ein tolles Riff - was will man mehr? Nach dem es bei
"Tragedy Biston" erneut ein geiles Riff zu bewundern gibt, verzücken
uns die Osnabrücker bei "Viking" doch tatsächlich mit starken STEEL PROPHET-Anleihen! Das alleine beweist, dass Metal aus Deutschland nach all
den gesichtslosen Bands der letzten Monate immer besser wird und dass
Iron Glory definitiv einer der größen Label-Hoffnungen unserer Zeit
sind. Deutlich an DARK AT DAWN erinnert "Wolf", während "Breath Of Freedom" wieder stark in Richtung der Stahlpropheten tendiert. Mit "Words
Of Sorrow" haben die Jungs noch einen Ohrwurm im Gepäck, bevor der Abschlußtrack "In Battle For Metal" das Motto dieser Scheibe nochmal auf
den Punkt bringt. Eine vorzügliche Newcomer-Leistung also, die erneut
den Dilettanten-Status einiger RockHard-Schreiberlinge aufzeigt - wie
sonst wäre eine 4,5 in diesem Heft zu erklären? Eine fette Anzeige kann
sich das Label ja leider nicht leisten, sonst wäre das Teil garantiert
unter 10x Dynamit gelandet - dorthin, Herr Trojan, wo ELEGY nämlich
NICHT hingehören!
Leider kann das Label Iron Glory mit uns scheinbar überhaupt nichts anfangen. Die Bemusterung wurde ohne Angaben von Gründen eingestellt und
ein DESTILLERY-Interview, um das man sich kümmern wollte, harrt bis heute einer Durchführung aus. Das sollte Euch aber nicht daran hindern,
dieses Album bei Sichtung gleich mitzunehmen, solltet Ihr auf die erwähnten Einflüsse stehen.
Musik: 8,5
BROKEN HOPE klingen weniger brutal als man angesichts des Bandnamens
denken könnte. Jedenfalls finden sich auf diesem Album nicht nur zahlreiche ganz gut gelungene Death/Black-Tracks, sondern auch atmosphärische Überleitungen zwischen diesen Songs, die man einer Krawallcombo
ja eigentlich nicht zutrauen würde. So richtig begeistern kann mich
dieses Album aber trotzdem nicht, zu wenig ausreift klingen die Songs,
zu wenig gibt es zu entdecken.
Musik: 7,0
Eine weitere Kapelle, die dank RockHard 'nen Plattendeal bekommen hat.
Im Gegensatz zum Debüt "Unveiled" hat sich die Band krass gesteigert,
klingt jetzt härter, schneller, besser - und bietet mit knapp 70 Minuten Spielzeit ziemlich viel Gegenwert für die sauer verdiente Kohle.
Der Opener "Final Solution" bollert in bester U.S.-Metal Manier auf
Euch zu, walzt alles nieder, weckt Erinnerungen an 80er-PRIEST meets
JAG(D)PANZER und Kampfsirene Sean Peck steht auch noch auf einer Stufe
mit Rob Halford und Harry "The Tyrant" Conklin. Das bläst, das drückt -
so ungefähr müsste es auch klingen, mischt man SAVATAGE's "Sirens" Werk
mit "Defenders Of The Faith" und rührt anschließend noch ein wenig JAG
PANZER dazu. Wenn bei "The Edge" plötzlich Jon Oliva-kompatible Schreie
ertönen, wird so manchem von Euch das ein oder andere Ei in die Hose
rutschen, während bei einigen Metal-Bräuten vorzeitig die Menstruation
einsetzen wird. Bei "Echelon" treten auch DESTINY'S END-Einschläge zu
Tage, die im Laufe des Silberlings immer wieder mal dezent durchblicken.
Absolut coole Highlights sind zweifellos die beiden überlangen Midtempo-Granaten "Fountain Of Youth" und "Vadalize", in der Sean Peck sich als
wahrer Könner seines Fachs erweist. Ausfälle gibt's keine, auch wenn
nicht jeder Track ein Highlight ist, die Texte haben Sinn und Tiefe -
da gibt's nur eins: 'ne dicke Kaufempfehlung, auch wenn die Produktion
leider zu höhenlastig und der Gesang zuweit in den Vordergrund gemischt
ist und damit vieles in den Durchschnitt drückt, was eigentlich erstklassig ist.
Musik: 8,5
Endlich! Dani und seine finsteren Gesellen liefern mit einiger Verspätung das neue Album. Neu im Line-Up der Band ist Martin Powell, ehemals
Keyboarder und Violinist bei ANATHEMA und MY DYING BRIDE. Er ist ein
echter Meister seines Handwerks, und das Ergebnis seiner Bemühungen
kann sich hören lassen. "Midian" bietet von allen COF-Alben bisher den
besten Keyboard-Sound - allein das Intro der CD lässt es dem geneigten
Hörer schaurig-schön den Rücken runterlaufen. Zum Rest des Albums
kann man wohl getrost sagen: Cradle ist Cradle bleibt Cradle. Wer stilistische Wandel wie bei THEATRE OF TRAGEDY oder AMORPHIS sucht, der
ist hier bestimmt falsch - ist der typische Cradle-Sound doch absolut
zeitlos und immer wieder von Neuem faszinierend. Dennoch stechen einige
kleine "Entwicklungen" hervor... dank des brillianten Drummings von Adrian Erlandsson (Ex-AT THE GATES) klingen die neuen Kompositionen um
einiges druckvoller, stellenweise glaubt man fast, man hätte es mit
einer Death Metal Band zutun, denn die Klangwand ist um einiges dichter
als auf der mässig produzierten (nichtsdestotrotz genialen) "Cruelty
And The Beast"-Scheibe. Irgendeinen Song besonders hervorzuheben möchte
ich mir an dieser Stelle sparen, denn die Qualität aller Tracks ist in
etwa gleich hoch - magst du einen, gefällt dir das ganze Album. Auch
das hohe spieltechnische Niveau der Jungs bedarf keiner näheren Erläuterung.... die grösste und beste Black (oder eher "Extreme Gothic")
Metal Band der Welt schlägt zurück. Und der Schlag tut verdammt gut.
Musik: 9,5
Himmel und Hölle! Was ist das?! Das Death-Metal Album des Jahres nehme
ich mal an! Und das sagt Euch jemand, der diese Art musikalischer Darbietung gar nicht mag. Doch in jeder Sparte gibt es ein paar Ausnahmetruppen, vor der sich die ganze Welt zu fürchten hat. Im zweiten Weltkrieg war es die SS-Panzerdivision "Das Reich" - im Dritten werden es
DIE APOKALYPTISCHEN REITER sein! Die Zutaten: Brachialriffs, die alles
was sich ihnen entgegenstellt in Schutt und Asche legen, wahnsinnige
Melodien(!) mit hohem Wiedererkennungswert, einen elektrisierenden
Groove, ein saubere Produktion, intelligente Texte und ein transgalaktisches Coverartwork. Das sind schon fast zu viele Superlativen auf einmal - hoffentlich wache ich nicht auf und alles war nur ein schöner
Traum. Der Opener "Licked By The Tongues Of Pride" poltert in bester
Death-Metal Manier los und kulminiert so mir nichts dir nichts in einem
Bombastrefrain der Ohrwurmklasse, "Unter der Asche" beginnt gemächlich
mit Klavier, walzt gleich darauf alles nieder und geht anschließend
sofort mit hymnenhaften Gesang auf kuschelniveau, reißt Dich aus allen
Träumen mit wahnsinnigem Gekreische, bevor Dir torkelnde Orgelmelodien
den Verstand rauben. Und was für ein Mittelteil! Unglaublich! Welch eine
MELODIE! Welch ein Inferno! "Erhelle meine Seele" beginnt mit folkigem
BLACKMORE'S NIGHT Minnespiel und schlägt Dir kurz darauf ein paar auf's
Maul. Nach den ersten drei Stücken lag ich erstmal im Koma. Als ich wieder erwachte, wußte ich nur eins: hier sind die Texte Programm. "Wir
leben den Wahnsinn Deiner Träume; Wir sind das was Du nicht wagst; Wir
sind Heroin; Gott Teufel Tag für Tag". Lange mußten wir warten, auf
einen Klassiker wie diesen. Das Jahr ist fast vorbei, jetzt ist er hier.
DIE APOKALYPTISCHEN REITER haben sich mit ihrem dritten Album aus dem
Stand heraus an die nationale Spitze katapultiert. Das ist die Antwort
Germaniens auf alles, was sich im Jahr 2000 Death Metal nennt!
Musik: 10,0
Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass ELEGY beim RockHard einen Platz
unter "10x Dynamit" gepachtet haben, während in den gleichen Ausgaben
viel bessere Alben von SUIDAKRA, CAGE oder BLACK DESTINY (Platz 50 im
Soundcheck, man glaubt es nicht) unter ferner Liefen gehandelt werden?
Sooft wie ich mir "Forbidden Fruit" nun auch angehört habe, im Opener
"Icehouse" entdecke ich auch nach dem 20. Durchlauf keinen PARADISE
LOST-Stil und auch "Force Majeure" klingen zu keinem Zeitpunkt auch
nur im Entferntesten nach STEEL PROPHET (stand beides im RockHard!).
ELEGY klingen vielmehr nach typisch skandinavischem Melodic Power-Metal
der Kategorie eingängigere SYMPHONY X treffen auf YNGWIE MALMSTEEN und
ARTENSION. Musikalisch hat das Line-Up um Sänger Ian Parry und dem Gitarristen Patrick Rondat (ex-JEAN-MICHEL JARRE) durchaus so einiges auf
dem Kasten und die Gesangsleistung ist wirklich überragend, doch gehen
die Songs genauso schnell wieder aus dem Ohr, wie sie dort hineingewandert sind. "Behind The Tears" ragt aus einem guten Album deutlich heraus (geile Hookline, tolle Chöre), das Gitarrensolo bei "Elegant Solution" erinnet mich (im positiven Sinne) teilweise an den Stil von
Michael Weikath - das Gedudel dabei mal ausgenommen - sagt's mir wenn
ich falsch liege. Der siebenminütige Titeltrack beschließt letzten Endes ein Album, welches musikalisch in diesem Metier bestimmt zu den
Highlights der Saison gehört, songwritingtechnisch jedoch über das oft
zitierte Mittelmaß zu selten hinauskommt, als dass sich an "Forbidden
Fruit" in einigen Monaten, geschweigen denn Jahren, noch jemand zu erinnern vermag.
Musik: 7,5
Nagut, ich gebe es zu. Es ist schon ziemlich peinlich, wenn so 15jährige
Gören mit HAMMERFALL-T-Shirt und Killernieten-Armbändchen durch die
Gegend wetzen und auf der anderen Seiten kennen sie nicht einmal essentielle 80er-Kapellen wie EMERALD, BREAKER, GARGOYLE, ja nicht einmal
90er-Kult der Marke MALTEZE oder MANTICORE! Und das Schlimmste: sie
kennen nicht einmal die Original-Songs, welche HAMMERFALL ständig
covern. Aber ehrlich gesagt: wer stellt sich schon für 90(!) Mark eine
RUFFIANS-CD ins Regal, oder viel schlimmer für 160(!!!) Mark eine
MANTICORE-CD? Ganz zu schweigen von so manchen Original-LPs mit Auflagen
weit unterhalb der 1000er-Grenze. Das alles ist jedoch kein Grund,
HAMMERFALL plötzlich schlecht zu finden, nur weil sie das Flaggschiff
der 3. Metal-Welle sind. Auf ihrer dritten Veröffentlichung gibt es wie
zu erwarten erneut keine Kompromisse. Es reagieren von vorne bis hinten
beinharte Riffs und haufenweise Ohrwurmrefrains, auch wenn das soundmäßig ungeschlifferene Debüt weiterhin unerreicht bleibt und Joacim Cans
immer noch nicht Singen gelernt hat. Das macht aber nichts, die Jungs
beweisen, dass mit ihnen auch in Zukunft noch zu rechnen ist. Das von
Michael Wagener produzierte Album versucht leider mit aller Gewalt einen
80er-Retrosound darzustellen, das hätte nicht sein müssen. Im Jahre 2000
steht die Band für eine Bewegung, die vergeblich versucht, vergangenen
Zeiten hinterherzulaufen, die sie selbst nie erlebt hat. Das macht aber
nichts, denn wenn in 10 Jahren mal ein neuer Turbosensationsnewcomer den
wahren Heavy Metal zurückbringt, werden vielleicht unsere Kinder ihren
Kindern erzählen, was das doch früher für schöne Zeiten waren, damals,
so mit HAMMERFALL und so. Was das jetzt alles mit "Renegade" zu tun hat?
Keine Ahnung! Wer auch immer dieses Teil Scheiße findet, kann ja weiterhin mit RECON hinter den feindlichen Linien stehen. Neulich hat mich
übrigens so eine Göre gefragt "White Metal"? Ist das was rassistisches?
Naja, Hauptsache ihr MORBID ANGEL T-Shirt hat schön brutal ausgesehen...
Musik: 9,0
Die norwegischen Viking-Blackmetaller HELHEIM schlagen mit "Blod & Ild"
("Blut und Feuer") entgültig neue stilistische Wege ein, welche sich bereits mit der EP "Terrorveldet" angekündigt hatten. Zwischen Wikinger-Sprechgesang und absolutem Gekreische plaziert sich abwechslungsreiches
Liedgut, dass in allen erdenklichen Geschwindigkeiten mit interessantem
Drumming und süßlich-schweren Keyboardmelodien daherkommt, welches in
nachhaltiger Erinnung bleibt und es locker schafft, sich bei Effekten
und dezenten Industrial-Anleihen ("Helheim Part II) freizuschwimmen um
sich von der Konkurrenz gekonnt abzusetzen. Das Optimum an Spielfluss
wurde jedoch noch nicht erreicht, denn stellenweise klingt der neue
Sound noch etwas holprig und unsicher, was aber durch die innovativen
Momente des Albums locker wieder aufgewogen wird. Platz für eine Weiterentwicklung ist jedenfalls noch massig vorhanden und so wie ich die Band
kenne, werden sie genau das auch tun.
Musik: 8,0
Fängt schaurig an, das Teil. "If I Could Fly" eröffnet mit HIM-Klavier
und entpuppt sich auch im weiteren Verlauf als einer der kommerziellsten
HELLOWEEN-Tracks aller Zeiten. Will heißen: hört sich mehr nach PINK
CREAM 69 an, als alle Alben von denen nach Andi Deris' Ausstieg. Ist
auch kein Wunder - wurde ja von ihm komponiert. Wie HELLOWEEN zu klingen
haben, beweist anschließend der harte Power Metal-Kracher "Deliver Us
From Temptation" aus der Feder von Markus Grosskopf. Andi schreit sich
die Seele aus dem Leib, Double-Bass bis zum Abwinken, hübsche Melody-Line - warum nicht gleich so? Zum Abschluß gibt's noch eine "Extended
Version" von "If I Could Fly". Wer sowas braucht? Keine Ahnung!
Musik: -/-
"wird Maßstäbe setzen" tönt die Anzeige der Plattenfirma großspurig. Ich
suchte sie wirklich verzweifelt, die Maßstäbe. Ich konnte sie nicht finden. Das soll jetzt allerdings nicht heißen, daß "The Dark Ride" schlecht
ist. Schlechte Alben können HELLOWEEN selbst wenn sie wollten nicht fabrizieren. Im Vorfeld ließ die Band noch verlauten, daß das Album "düster"
wird. Das stimmt in Punkte Cover (das schlechteste seit "Master Of The
Rings" und auch noch mit gleichem Thema) und in Punkto Sound (Gitarren
wurden teilweise ein weniger heruntergestimmt) - ansonsten bekommt man
genau das zu Hören, was man auch erwartet. Glücklicherweise. Dennoch
haftet dem Album etwas kalkuliertes an, etwas in der Art "wir MÜSSEN
unbedingt etwas Neues machen". Das Album beginnt saustark und besonders
die Texte gehören zu den Höhepunkten, obwohl sie innerhalb von nur zwei
Wochen neugeschrieben wurden. "Mr. Torture" ist textlich gesehen der inoffizielle Nachfolger von Granaten wie "Dr. Stein" oder "Rise And Fall",
wie Texteauszüge beweisen: "Mr. Torture sells pain to the housewifes in
spain" oder "Mr. Torture gives pain with his whips and his chains" - einfach klasse und 100% Old-School HELLOWEEN. "All Over The Nations" hingegen ist weder HELLOWEEN 2000 noch HELLOWEEN 1987, sondern GAMMA RAY
1999 und hätte auf "Powerplant" mit Sicherheit zu den Höhepunkten gezählt. Superrefrain: "All over the nations the tunes come alive, winners
and looser we're all alike". Mit "Escalation 666" wird's dann nicht nur
mittelmäßig, sondern auch noch New Metal-mäßig. In eine ähnliche Richtung schlägt auch "Mirror Mirror", bevor's mit der Singleauskopplung
"If I Could Fly" mit HIM-Klavier ziemlich Gothic wird, bevor sich das
Teil im Refrain als PC69-kompatibler Feger erweist. Mit "Salvation" fallen die Jungs wieder in Melodic-Speed Gefilde zurück, bevor das Epic-Monster "The Departed (Sun Is Going Down) stilistisch gänzlich aus dem
Rahmen fällt und dabei dennoch zu den Höhepunkten des Releases zählt.
dass man Andi Deris-Songs ohne im Booklet nachzusehen erkennt, spricht
einerseits für den Sänger, doch warum müssen diese sich alle nach PINK
CREAM 60 anhören? "I Live For You Pain" fällt jedenfalls mal wieder
genau in diese Sparte. Mit "We Damn The Night" und "Immortal" beantwortet
er diese Frage gekonnt mit typischen Kürbisnummern, die auch textlich
wieder an die ersten beiden Tracks anknüpfen können, bevor mit dem
10minütigen Titeltrack so richtig großes "Keeper"-Feeling aufkommt.
Fazit: meine ehemalige Lieblingsband wird ihren ersten drei Alben vermutlich immer und ewig hinterherlaufen und das liegt eindeutig am Fehlen
der wandelnden Hitfabrik Kai Hansen. "The Dark Ride" hat neben wirklich
guten Höhepunkten leider auch einiges an Fillern zu bieten, die einen
schalen Beigeschmack hinterlassen. Der Vorgänger "Better Than Raw" wird
wie ich meine nicht erreicht. Ihre musikalische Identität und Vorreiterrolle haben sie bereits vor über 10 Jahren verloren.
Musik: 8,0
Wer bereit ist, für das neue HELLOWEEN-Album ungefähr das doppelte zu
bezahlen, sollte sich die limitierte Box kaufen. Da gibt's dann nicht
nur was nettes zum Hören, sondern auch etwas für Eure Mäuse, etwas zum
Anzünden, etwas zum Wegschicken und etwas zum Angucken. Das heißt: ein
HELLOWEEN-Mauspad, ein HELLOWEEN-Zippo, 6 HELLOWEEN-Postkarten und ein
HELLOWEEN-Poster.
Wer SLAYER vor "Reign In Blood" am besten fand sollte hier unbedingt
mal reinhören. HYPNOSIA zelebrieren den Black/Death/Thrash-Sumpf der
80er Jahre. Auf Dauer fehlt den Songs zwar das gewisse Etwas, das sie
von Über-Bands wie SLAYER unterscheidet, aber in Sachen Energie können
sie locker mit "Hell Awaits" mithalten. Die Urgewalt dieses Albums
setzt natürlich eine gewisse Toleranz beim Hörer vorraus, denn wer nicht
auf sowas steht sollte tunlichst seine Ohren davon fernhalten...
Musik: 8,0
Die dritte Scheibe der Ami-Thrasher. Verwaschene Produktion (von Uwe
Lulis/GRAVE DIGGER), langweilige Songs, durchschnittliche Riffs - kurzum ein Album, das niemand braucht, auch wenn es nicht wirklich richtig
schlecht ist. Wer denn unbedingt ein weiteres U.S.-Thrashalbum braucht,
dass sich so richtig Old-School-mäßig anhört, kann allerdings mal ein
Ohr riskieren. Aber werft mir nicht vor, ich hätte Euch nicht gewarnt.
Musik: 6,0
Da rollt sie wieder, die Geldmaschine. Die Albumversion von "Out Of The
Silent Planet", die 666. Live-Mitschnitte von "Wasted Years" und "Aces
High" - um Live-Bootlegs braucht sich wohl keine Band so wenig Sorgen
zu machen wie MAIDEN, sie haben ja selbst genug - und ein "Out Of The
Silent Planet"-Livevideo-Track, welcher auf der Metal 2000-Tour mitgeschnitten wurde. Dazu gibt's dann noch ein supertolles Poster von einem
mehr als nur mittelmäßigem Coverartwork (unter uns: es ist erbärmlich!)
und fertig ist die Abzocke. Selbstverfreilich ist der ganze Krempel dann
auch noch limitiert. Derzeit im Regal: Nummer 54.538 (!) - wieviel gibt's
davon eigentlich? Da kann ich nur sagen: "I'm not a number! I'm a FREE
MAN!" und deswegen lass ich das Teil genau dort stehen, wo es hingehört:
im Regal! Achja, fast hätte ich es vergessen: von der Single gibt es
natürlich noch eine Limited Edition 12" Picture Disc und ein noch viel
mehr limitierteres (vermutlich nur 35.000 Stück) 7" "Coloured Vinyl"...
Musik: -/-
Nachdem das neue Album erstmal auf Anfang 2001 verschoben wurde, gibt's
hier erstmal eine Übergangs-Single, die eigentlich niemand so recht
braucht und bestätigt, was sich mit der "Interlude"-EP, die man überflüssigerweise auch noch auf FullPrice-Länge gestreckt hatte, bereits
angedeutet hatte: bei IRON SAVIOR ist die Luft raus. Langweilige Teutonenstampfer ohne Ideen, ohne Spritzigkeit, ohne Überzeugungskraft.
Neben den beiden Tracks "I've Been To Hell" und "Never Say Die" die
beide mehr oder weniger bedeutungslos sind, befinden sich mit "The Hellion/Electric Eye" und "Headhunter" noch Coverversionen von JUDAS PRIEST
und KROKUS mit an Bord, die beide, ziemlich nah am Original gespielt,
den Status dieser Single untermauern. Hoffentlich wird das Album besser!
Musik: -/-
Eine neue Maxi mit drei neuen Songs der Spasstruppe aus Franken. Zwei der
vier ursprünglichen Mitglieder haben sich entschlossen, die Band zu verlassen, um zu einem bürgerliches Leben zu wechseln. Zwei neue sind da.
Viel merken tut man als Hörer davon nicht. Drei Tracks finden sich auf
dieser Maxi: "Ich Sag J.B.O." ist ein totaler Schwachsinns-Song mit einem so richtig
sinnlosen Dummlaber-Text, "Song Fuer Den Uns Kein Name Eingefallen Ist",
ein in jeder Hinsicht typischer und eher durchschnittlicher J.B.O.-Song
und "Basket Case (Los Casos Basketos)", ein GREEN DAY-Cover, das extrem
spanisch angehaucht ist, also mit entsprechender Gitarren und Trömmelchen, was ganz gut rüberkommt. Insgesamt also nix überraschendes vom
J.B.O.-Lager, wer noch nix von J.B.O. hat und wems gefällt der kann
sichs ja meintwegen kaufen, aber ich finde, langsam ist die Luft raus,
zumal keiner dieser drei Songs irgendwie ernsthaft Metal-lastig ist.
J.B.O. sollten sich was neues einfallen lassen... Das neue Album sollte
mittlerweile in den Läden stehen, hört mal rein, vielleicht hatten sie
doch noch ein paar Ideen.
Musik: -/-
So, was haben wir denn hier? Bekannte Musiker versuchen auf der 80er-Retrowelle mitzuschwimmen. Ihre Namen: Michael Vescera (ex-YNGWIE MALMSTEEN, ex-LOUDNESS, ex-OBSESSION) am Mikro, Stet Howland (ex-W.A.S.P.,
ex-IMPELLITTERI) an den Drums, Mike Duda (ex-W.A.S.P.) am Bass und Peter Scheithauer (ex-BELLADONNA, ex-STREAM) an der Gitarre. Natürlich
ist bei derartigen Praxiskenntnissen so einiges an handwerklichem Können vorhanden, nur nützt das nichts, wenn das Songwriting nicht stimmt.
Und genau das trifft hier leider zu. Beliebig austauschbare, langweilig
und einfallslos arrangierte Power-Metal Songs, die zwar nie wirklich
schlecht, aber eben auch nie richtig gut sind. Bei Tracks wie "Judgement Day" oder "Stand" ist es völlig egal, ob man sich das Album beim
Kacken, beim Putzen oder beim Zeitunglesen anhört - es rauscht wie ein
D-Zug ohne Haltepunkt am Hörer vorbei und kommt am Zielbahnhof an, ohne
zu entgleisen. Nicht mehr und nicht weniger als Durchschnitt. Stilistisch liegt das alles denne auch irgendwo ein wenig zwischen alten VICIOUS RUMORS, alten LOUDNESS und METAL CHURCH, vermengt im Nirgendwo
mit JUDAS PRIEST, MALMSTEEN und ACCEPT. Mal gucken, ob's davon jemals
ein (vielleicht?) besseres Nachfolge-Werk geben wird, allerdings hätte
ich nicht gedacht, daß Herren wie jene diese Anbiederung wirklich nötig
haben. Aber wenn's um Geld geht... Sparkasse...
Musik: 6,0
Die Tschechen KRABATHOR haben eine feste Grösse im Death Metal-Genre in
ihren Reihen: Paul Spackmann. Erfreulicherweise steht das nicht überriesengross auf dem Cover, immerhin ist KRABATHOR ja eine eigenständige
Band und kein gesichtloses Nebenprojekt. So richtig eigenständig klingt
das ganze dann aber doch nicht, auch wenn KRABATHOR sich nach Kräften
bemühen, beim Songwriting mal von Schema F abzuweichen. Trotzdem könnte
dieses Album sogar hartgesottenen Deathlern zu eintönig sein...
Dies ist nicht einfach nur eine weitere Best-Of aus dem Hause KREATOR,
denn alle Tracks wurden erstmals digital-remastert und erscheinen gleichzeitig mit den ebenfalls digital überarbeiteten Alben "Endless Pain"
(1985), "Pleasure To Kill" (1986) und "Terrible Certainty" (1987). Wer
jetzt an Abzocke denkt, liegt deutlich daneben: so klar und transparent
haben die guten alten KREATOR-Klassiker noch nie geklungen, ich war
echt überrascht. Es gibt wirklich nicht SO viele Alben, denen man ein
Remastering so deutlich anhört, wie diesen. Das mag daran liegen, dass
da nicht irgendwer rumgemixt hat, sondern Mille höchstpersönlich. Dazu
gibt's dann auch noch nette Linernotes, alle Texte (auch die der Bonustracks!) und neue Fotos. Die vier raren Bonustracks heißen "Winter Martyrium", "After The Attack", "Trauma" und "Europe After The Rain". Wer
den Backkatalog einer der drei bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Bands noch nicht kennt, macht mit dieser Compilation, die aus copyright-technischen Gründen leider keine Stücke der G.U.N./Drakkar-Phase
beinhaltet, garantiert nichts falsch. Fans, die die Alben bereits als
LP oder CD haben, können bei den Neuauflagen bedenkenlos zuschlagen -
Ihr werdet KREATOR in einem bis dato ungehörten Klanggewand kennenlernen!
Musik: -/-
Schade, schade. Was hätte man aus diesem Reunionsalbum nicht alles machen können. Die Voraussetzungen dazu hätte die Band jedenfalls gehabt,
wie der starke und schnelle Opener "There Will Be Blood Tonight", das
anschließende melodische "Hell Is For Heros" und der Titeltrack eindeutig beweisen. Auch "Zanzibar" weiß mit seinen orientalischen Einflüssen
durchaus zu gefallen (auch wenn man das bereits von den aktuellen IRON
MAIDEN und KAMELOT-Scheiben her kennt). Bei "Lovin' You Is Murder" ist
auch noch alles im grünen Bereich, bevor einem "We Only Come Out At
Night" aus den besten 80s-Retroträumen reißt. Was ist denn bitte DAS?!
Ein Industrial-Rhythmus übelster Sorte! Das war dann sozusagen auch der
berühmte "Cut", denn danach fährt die Band wieder traditionellere Songs
auf, die sich zwar irgendwie nach LIZZY BORDEN anhören, aber ohne besonderen Spannungsmomente oder anderen überraschenden Höhepunkten daherkommen. Die ersten drei Stücke sind wirklich saugut und knüpfen nahtlos
an die besten Momente der 80er-Alben an, die Tracks 4 und 5 sind ebenfalls noch gelungen - danach verlieren sich Genialität und Songwriting
im Nivana. Ob das für einen Kauf reicht, solltet Ihr selbst entscheiden,
denn als "gut" geht es wegen der ersten Hälfte dieses Releases gerade
noch durch. Gerade noch.
Musik: 7,0
Nachdem der QUEEN-Backkatalog derzeit nicht mehr viele Möglichkeiten des
Ausschlachtens zulässt, legt die Plattenfirma nun ihr Augenmerk auf deren ehemaligen Frontmann Freddie Mercury. Die hier vorliegende "kleine"
Edition seines Solo-Schaffens umfasst 2CDs und eine Bonus-CD.
"Mr. Bad Guy":
"Barcelona":
"Bonus CD":
Fazit: Die Bonus-CD hätte man aufgrund der kurzen Spielzeiten der beiden anderen Alben auch gut auf diese beiden verteilen können oder noch
besser auf eine der beiden packen können. Im Booklet gibt's immerhin
Historie zu den Tracks und Texte - aber leider nicht für die Songs der
Bonus-CD. Letztendlich ist diese Zusammenstellung eine äußerst fragwürdige Angelegenheit geworden.
"Mr. Bad Guy" - Musik: 5,5-9,0 [6,5] - Sound: 7,5 - Spielzeit: 40:48
Genausowenig wie QUEEN oder Freddie Mercury selbst mit Superlativen
geizten, präsentiert uns nun auch die Plattenfirma ein Mammutwerk. 10(!)
CDs und 2 DVDs, dazu ein megafettes Buch und das alles in einem riesigen
roten Hardcover-Book verstaut - zum Preis von um die 300 Mark zu haben.
Wer sich jetzt überlegt, was wohl alles auf diesen 10 CDs sein könnte,
hat doch Freddie selbst eigentlich nur 3 Solo-CDs veröffentlicht, wird
schon bald den Kauf dieses Dings bitter bereuen. Massig Demo-Versionen,
Demos der Demoversion in 2-4 verschiedenen Versionen, Single-Edits und
sonstige abgewandelte Versionen bereits bekannter Stücke lassen hier
ganz schnell den Verdacht aufkommen, dass hier einige Leute ganz dicke
abzocken möchten. Ob da auch eine schwule CD dabei ist, die man auch von
hinten abspielen kann? Möglich wäre es (sorry Freddie).
Kennt Ihr das Lied von Grönemeyer "Was soll das?" - genau das frage ich
mich bei dieser Scheibe auch. "The Politics Of Ecstasy" war schon kaum
zum Aushalten, "Dream Neon Black" war nur noch melodieloses Geschrubbe
und jetzt werden die Fans auch noch mit aufgeblasenem Nichts versorgt.
Da ist absolut NULL von der Magie einer "Refuge Denied"-Scheibe vorhanden, von "In Memory" ist man ebenfalls Jahrhunderte entfernt. Was kommt
als nächstes? Eine Tour mit MORBID ANGEL? Hilfe! Bei "Heart Collector"
und "Evolution 169" wird wenigstens noch der Versuch unternommen, sich
an gängige Gothic-Gruppen anzubiedern, doch der Rest dieser bitteren Pille ist genauso melodie- und emotionslos wie auch die beiden Vorgänger.
So richtig kotzen könnt Ihr übrigens beim SIMON & FURUNKEL- (Achtung:
Billigwitz!) Cover "The Sound Of Silence". Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen absoluten Tophit zu versauen. NEVERMORE wählten die Extremste. Das ist wenigstens konsequent. Tip zum alternativen Albumtitel
"Dead Album In A Corrupted Metal World" - oder warum findet jeder Depp
diesen Mist gut? Ich habe es jedenfalls nicht geschafft, mir dieses Ding
auch nur einmal durchgehend am Stück anzuhören und mußte es mir in drei
Wellen geben. Das ganze ein paarmal wiederholt und schon mußte ich eine
Woche in Therapie. Da hat mir dann der Arzt erstmal "Painkiller", "The
Warning" und "Killers" verordnet und alles wurde wieder gut.
Musik: 5,5
Sie offenbart sich vielleicht nicht gleich nach dem ersten Hören, doch
wenn der Punkt erreicht ist, fragst Du Dich ganz bestimmt, warum Du es
nicht eher erkannt hat. Und was, wirst Du Dich jetzt fragen, offenbart
sich da? Die Erkenntnis, dass an diesem Album alles bis ins Detail stimmt
und dass NEVERMORE ihre bisher reifste Leistung vortragen. In einer Linie
mit der "In Memory"-EP und dem progressiven SANCTUARY-Klassiker "Into
The Mirror Black" haben Warrel Dane und Co. ein Werk für die Ewigkeit
generiert, welches nicht unbedingt mit saftigen Metal-Gassenhauern der
Marke MANOWAR oder VIRGIN STEELE zu überzeugen weiß, sondern mit kalt
nach vorne gespielter absoluter Integrität des Ganzen, welche durch die
beiden gefühlvollen und aufwühlenden "Evolution 169" und "The Heart
Collector" nicht unterbrochen, sondern konträr zum Rest des Albums die
perfekte Sterilität ad absurdum führt und beweist, dass in jeder toten
Welt und in jedem toten Herz irgendwo tief versteckt doch noch Leben
existiert. Während Jeff Loomis' Gitarrenspiel im Hintergrund prägnant
nach vorne arbeitet und ab und an durch grellend-schöne Solis vom absoluten Sieg des schrecklichen erzählen und während Van Williams einem
Drumcomputer ähnlich scheinbar ohne Seele seine Sticks maltretiert,
kocht die Stimme Warrel Dane's einen emotionalen Todestrunk, nach dessen
Genuss die entgültige Abhängigkeit erfolgt. (Warst Du das, der damals
zusammen mit Robert Müller vom Hammer den Rhetorik-Kurs besucht hat?
So ein Geschwafel hab ich schon lange nicht mehr gelesen - Dragonlady)
Neue Werte braucht der Prog-Metal. Am besten improvisierte. Das dachten
sich wohl auch PECCATUM und deshalb hört sich das ganze Album so an,
wie der Opener heißt: "One Play. No Script.". Wir sind uns bestimmt
alle einig, daß alles bisher Erschienene unter dem Namen PECCATUM alles
andere als leichtverdaulich war. Konfus wäre wohl die richtige Bezeichnung. Mit "Amor Fati" wird sich vieles ändern. Zwar strotzt das Songwriting, wenn man diesen Begriff hier wirklich benutzen will, auch weiterhin nicht vor Eingängigkeit, aber was Ihsahn (EMPEROR, THOU SHALT
SUFFER), sein Weib Ihriel und Lord PZ (SOURCE OF TIDE) hier abfackeln,
ist nahe an einem gottverdammten Klassiker. Jawoll!!! Technisch gesehen
stehen PECCATUM auf gleicher Ebene wie die letzte EMPEROR und damit in
einer Reihe mit DEATH - musikalisch betrachtet haben wir es mit einem
abartig-genialen Prog-Metal-Album zu tun. Vorausgesetzt, Prog-Metal
steht für den Betrachter für hochtechnischen Anspruch und nicht nur
für einen Sound, wie ihn SHADOW GALLERY oder DREAM THEATER zelebrieren.
Obwohl der Keyboardsound besonders bei "Murder" einen deutlichen Traumtheater-Einschlag hat. Ihriel (klingt nach einem Tolkien-kompatiblen
Elben-Namen) liefert eine erstaunliche Gesangsleistung ab, Ihsahn
schüttelt aus seiner Gitarre Riffs, die nicht von dieser Welt sein
können und Lord PZ fiedelt sich auf der Geige einen ab, ohne dass es
auch nur im geringsten Maße aufdringlich wäre. PECCATUM leben von ihrer
einzigartigen Musikgestaltung und fallen damit in genau dieses Raster,
mit dem auch schon WATCHTOWER kläglich ersoffen sind: dieses Album werden vermutlich nur 128 Menschen auf dieser Erde gut finden und spätestens in 10 Jahren wird jeder "Kult" und "sträflich unterbewertet"
schreien. Oder auch nicht, aber das wird wohl nur der Lauf der Zeit
entscheiden. Es ist jedenfalls eine Freude mit anzuhören, wie Ihsahn
und Co. sich irgend ein Songgerüst in Echtzeit aus den Rippen spielen,
mitten im Song plötzlich keine Ahnung mehr zu haben scheinen was sie
eigentlich gerade spielen wollten und dann einfach einen anderen umsetzen. Es lebe das Chaos!
Musik: 9,0
Axel Rudi Pell, auch scherzhaft und gleichzeitig anerkennend von Freund
und Feind Axel Ritchie Pellmore genannt, steht seit seinem Ausstieg von
STEELER für geradlinigen, kompromißlosen, melodischen Hardrock, der irgendwo in der Schnittmenge zwischen DEEP PURPLE, RAINBOW und ausschweifenden Gitarrenläufen liegt. Seine Alben stehen für Qualität und Kontinuität und mit dem Tripplepack "Black Moon (Blackmore hihi) Pyramid",
"Magic" und "Oceans Of Time" gelangen ihm seine stärksten und homogensten Werke bisher. Nach acht regulären Studioalben, zwei Balladenalben
und einem Live-Mitschnitt präsentiert uns der Meister nun eine Retrospektive seines bisherigen Schaffens auf einer Doppel-CD, die auch für
Fans interessant sein dürfte, die bereits fast alles im heimischen Regal stehen haben. Mit "Ghosthunter" und Broken Dreams" befinden sich
zwei brandneue Tracks an Bord, "Still I'm Sad" stammt vom "Holy DIO: A
Tribute to the voice of Metal"-Sampler, auf dem Pell seinen Hut vor
RAINBOW zieht, "Total Eclipse" heißt der Bonustrack der Japan-Edition
von "Magic" und mit "Burn/Purple Haze/Call Her Princess" fiedelt sich
der gute über 13 Minuten in einen DEEP PURPLE/JIMI HENDRIX-Coverrausch,
der mit dem Eigengewächs "Call Her Princess" sein Ende findet. Fantastisch! Ansonsten befinden sich mit "The Masquerade Ball", "Oceans Of
Time", "Eternal Prisoner", "Magic" und "Nasty Reputation" noch die Titeltrack selbiger Alben mit auf der Zusammenstellung, mit "Come Back To
Me" ein Track aus der Balladen-Reihe, zwei Live-Versionen von "Snake
Eyes" und "Mistreated" aus dem "Made In Germany"-Liveopus und mit "Carousel", "Fool Fool", "Casbah", "The Clown Is Dead", "Land Of The Giants" udn "Hear You Calling Me" noch Songs aus allen Alben darunter.
Na, wenn das nichts ist. Dazu kommt noch ein Booklet mit allen Texten,
mit Historie und dem Foto-Lineup aller Alben. Das alles gibt's zum
Preis eines normalen Albums im schmucken Digipack. Da heißt es wohl zugreifen. Geboten wird melodischer Hardrock der alten Schule, was selten
ist in der heutigen Zeit. Hier schreit sich niemand die Seele aus dem
Leib, hier stimmt niemand seine Gitarren herunter, hier regieren die
großen Melodien, die auch Kerzenschein-kompatibel sind, ohne dass alle
Anwesenden gleich bei seichtem AOR-Geschnulze einschlafen. Hier stimmt
einfach alles für einen stimmungsvollen, entspannenden Abend.
Musik: -/-
Neben AXXIS präsentieren uns auch PINK CREAM 69 eine neue EP als Lückenfüller, allerdings mit weitaus interessanterem Material. "One Step Into
Paradise" gibt's in einer 2000er-Version als interessante und umarrangierte Neuinterpretation - gelungen! "Seas Of Madness" gibt's als verkehrsberuhigte Akkusik-Version - naja... "King Of My World" gab's bisher nur in Japan als Bonustrack und ist durchaus brauchbar. Mit "Looks
That Kill" haben die Melodic-Jungs ein MÖTLEY CRÜE-Cover im Gepäck, das
wirklich als gelungen bezeichnet werden kann - ist aber auch auf dem
"Kickstart My Heart"-Tribute-Sampler drauf. "Shame" und "Break The Silence" sind in einer Live-Version vertreten. Da steht wenigstens mit dabei, daß es sich hierbei mehr um Bootleg's als um richtige Live-Versionen
handelt, so lässt sich die unterirdische Qualität einigermaßen entschuldigen und nachvollziehen. Die PINKies bieten also auf "Mixery" deutlich
mehr als ihre Kollegen von AXXIS. Auch wenn man auch diese EP nicht unbedingt braucht, so macht der DieHard-Fan in diesem Falle aber mit einem
Kauf nicht viel falsch. Alle anderen können mal ein Ohr riskieren. Ich
persönlich kann mit PC69 allerdings seit dem Ausstieg von Andi Deris
nicht mehr viel anfangen, genauso wie HELLOWEEN ohne Kai Hansen nie wieder HELLOWEEN sein werden...
Musik: 8,0-9,0
Kaum ist die '98er Vorgängerscheibe "Forever In Time" endlich in Europa
erhältlich, schon gibt's auch das aktuelle Millenium-Werk der Melodic-Engländer regulär in deutschen CD-Regalen abzugreifen. Stilistisch
liegt der Melodic-Wahnsinn in der Nähe des Vorgängers, kann aber in
Punkto geniale Gitarrensoli nicht ganz mit dem jenem mithalten, wie ich
meine. Weit entfernt ist das Songmaterial davon allerdings nicht, der
Opener und Titelsong kann sich jetzt schon "AOR-Klassiker" auf die Fahnen schreiben, "Cruel Winter" schleicht sich mit hervorragenden Keyboards in die Lauschlappen, "The Clocktower" bietet Philosophie pur:
"Time hides the answers, time holds the truth, time is the enemy hidden
from our youth; hide me from my memories, part me from my soul, but the
pendulum of life will carry on" - genau das richtige für mich. Leicht
spanisch orientierte Gitarrenparts mit beruhigendem Gesang und fetten
Chören wie bei "Whenever I'm Lost" sind dann auch die Punkte, die dieses
Album eindeutig besser machen als die aktuelle PRETTY MAIDS, auch wenn
sich die Dänen auf "Carpe Diem" in ähnlichen Härtegraden bewegen. Tony
O'Hora ist ein fanstastischer Frontmann, der zu dieser Art Musik einfach besser passt als ein Ronnie Atkins. Ist jedenfalls meine Meinung.
Stellt sich mir nur noch eine Frage: warum klingen PRAYING MANTIS live
wie eine moderne NWoBHM-Band und auf ihren Studioalben wie eine verkehrsberuhigte Version ihrer Vergangenheit? Seltsam, aber Tatsache.
Musik: 8,5
Sie werden wohl ewig an ihren beiden All-Time Klassikern "Red, Hot And
Heavy" und "Future World" gemessen werden und nach einigen mittelmäßig
bis guten Alben gelang ihnen 1997 mit dem überraschend harten "Spooked"
endlich wieder die Rückkehr ins Rampenlicht. Leider ließen die Dänen
dieses Konzept bereits auf dem letztjährigen Nachfolger "Anything Worth
Doing...Is Worth Overdoing" schon wieder fallen und kehrten wieder zu
AOL-kompatiblem Melodic-Rock zurück. Und wieder war es nur Mittelmaß mit
einigen herausragenden Songs darauf. Und was bringt uns nun "Carpe Diem",
jenes lateinische Wort, dass bekanntlich "Nutze den Tag" heißt? Der härteste Song muß mit "Until It Dies" als Opener herhalten und löst Erwartungen aus, die nicht gehalten werden, denn ähnliche Härtegrade sucht
der Hörer im weiteren Verlauf der Scheibe leider vergebens. Richtig
Klasse trotzdem der folgende Titeltrack mit dem zitatwürdigen Refrain:
"Carpe Diem, got to seize the day. Live here and now, like tomorrow's
too late..." - perfekt! Der erste Langweiler lässt aber leider nicht
lange auf sich warten und erscheint in Form von "Wouldn't Miss You" auf
den Schlag, das anschließende "Clay" rettet für's erste wieder, doch
danach tut sich einfach nicht mehr viel auf dem Album. Da läuft eine
gute Melodic-Rock Durchschnittsware am Ohr vorbei, die zuwenig Story
zum verweilen bietet, nie richtig schlecht wird, aber leider auch nie
mit abwechslungsreichen Einfällen aufhorchen lässt. Die Refrains vermögen nicht im Ohr zu bleiben, die Riffs sind blutleere Zitate aus vergangenen Tagen. Leute! Wo ist die Power und die Spritzigkeit - wo ist
das Feuer abgelieben, dass Euch dereinst großgemacht hat? Ein harmloses
Fünkchen schlägt noch in diesem Album, doch die großen Zeiten sind vorbei.
Musik: 7,5
Mit "Dawn Of Victory" geht die "Emerald Sword"-Saga in die dritte und
vorletzte Runde. Stilistische Änderungen kann es schon aus diesem Grund
nicht geben, doch das erwartet schließlich auch niemand. Bombastische
Arrangements mit fetten Chören, Symphonik pur und Geschichten von Trollen, Elfen und Helden versprühen Mittelalter pur und versetzen uns in
Zeiten, als Atomkraftwerke, Laserdrucker und Autos noch nicht erfunden
waren. Aus dem Albumfluß fällt diesmal lediglich "The Village Of Dwarves"
heraus, dass mit seinem schweren Folk-Einschlag deutlich an BLACKMORE'S
NIGHT erinnert, sowie "Trolls In The Dark" - ein gelungenes Instrumental.
Ausfälle gibt's keine zu vermelden, auch wenn nicht alle Tracks die unglaubliche Klasse der Marke "Holy Thunderforce", "Triumph For My Magic
Steel", "The Mighty Ride Of The Firelord" oder den groovigen Mittempo-Kracher "The Bloody Rage Of The Titans" halten - der rote Faden hält bis
zum Schluß durch und jedesmal wenn die fanstasiche Stimme von Gastsängerin Constanze Backes erklingt, wird es beängstigend magisch. Ansonsten
fällt auf, daß "Dawn Of Victory" härter, schneller und gitarrenlastiger
klingt als die beiden Vorgänger. KAUFEN!
Musik: 9,0
Wer dazu bereit ist, die 10-20 Mark Aufpreis für das auf weltweit 20.000
Einheiten limitierte Digibook auszugeben, wird das ganz bestimmt nicht
bereuen. Das Teil kommt nämlich als Doppel-CD(!) im 64-Seiten-Deluxe
Hardcover-Buch, in dem sich neben sämtlichen Albumtexten auch die dreiteilige Asgalord-Chroniken, Bandkommentare zu den einzelnen Tracks, die
RHAPSODY-Story, Interviews mit allen Bandmitgliedern und ein ausführlicher Tourbericht befinden - alles hübsch verpackt und geschmückt mit
vielen farbigen Fotos. Auf der 2. CD befindet sich neben dem HELLOWEEN-Cover "Guardians" (in einer grandios(!) umarrangierten Fassung "verrhapsodiert"!) noch "The Mighty Ride Of The Firelord" in einer Edit-Version
und je eine alternative Version von "Holy Thunderforce" und "Triumph For
My Magic Steel". Außerdem befindet sich noch ein Multimedia-Track an
Bord, der die Video-Clips von "Holy Thunderforce", "Epicus Furor/Emerald Sword" und "Wisdom Of The Kings" beinhaltet, nochmal die Algalord-Chroniken (in digitaler Form), eine Foto-Gallerie, Kommentare zu den
Tracks, Historie und einen Bildschirmschoner beinhaltet. Sackfett pur
also für alle Halbsteifen :-) Wer ein bereit ist, ein wenig mehr Geld
auszugeben, wird hier wirklich fürstlich entlohnt! Noch ein Tip am Rande: solltet Ihr über das Hauptmenü die Videos nicht abspielen können und
ein durchgestriches rotes Kreuz auf dem Schirm sehen, ist der Apple Quick
TimePlayer noch nicht auf Eurem Rechner installiert. Er liegt der CD natürlich bei.
Musik: 9,0
Als Appetitanreger zum kommenden Album "Dawn Of Victory" bietet diese
Single mit dem Titeltrack eine Auskopplung vom neuen Album. "Dargor,
Shadowlord Of The Black Mountain" wird zwar ebenfalls auf dem Album
sein, ist hier jedoch in einer überlangen "extended version" vertreten,
welche über acht Minuten geht. Als Abschluß befindet sich noch eine
"symphonic version" von "Rage Of The Winter" auf der Single. Das Original war auf dem Debüt "Legendary Tales" vertreten, wurde hier um eine
Minuten und 10 Sekunden auf original Demo-Länge gekürzt und soundtechnisch nochmals aufgepeppt. Im Detail: "Holy Thunderforce" eröffnet, wie
man es von RHAPSODY nicht anders erwarten kann: bombastisch, schnell,
hymnisch - gutes Teil! "Dargor, Shadowlord Of The Black Mountain" fasst
ein bereits bekanntes Flötenthema wieder auf, welches kurz vor der ein-Minuten-Grenze in ein weiteres bekanntes Riff mündet. Wenn ich jetzt
nur wüßte, wo ich das schonmal gehört habe. Danach fängt das Hauptthema
an - und erinnert mich wieder fatal an bereits gehörtes aus dem Hause
RHAPSODY. Naja, kann alles in allem nicht sooo überzeugen - mal sehen,
wie die Albumversion wird. "Rage Of The Winter" kommt in der "symphonic
version" noch bombastischer und transparenter, wobei jedoch unverständlich bleibt, wieso dieser Track lauter abgemischt wurde, als die beiden
anderen. Solche unprofessionellen Sachen sollten eigentlich nicht passieren. Braucht man nun diese Single oder nicht? Für 11 Mark kann man
wenig falsch machen und ein Sammlerstück dürfte das Teil eh werden,
schade ist aber, dass es hier nichts wirklich neues gibt, was man nicht
auch auf den regulären Alben bekommt. Ob man unterschiedliche Versionen
von einen Track wirklich braucht? Eher nicht.
Musik: -/-
Immer mit wahnsinnigen Wortspielereien und Anspielungen versehen, so
kennt man die Alben der folkigen Engländer. Diesmal hat es sogar die
Verpackung der Digipack-Auflage erwischt: über das eigentliche, Pok‚mon inspirierte Coverartwork wurde noch ein "One-Piece Puzzle"-Umschlag
gelegt - na - wer von Euch hätte das jetzt selbst erraten? Und wer bei
Titeln wie "The Great Brain Robbery", "Think Back And Lie Of England"
oder "When God Loggs-Off" schmunzeln muß, dem wird das Lachen spätestens
beim Lesen der Texte vergehen, denn Martin Walkyier nimmt weiterhin gekonnt Kritik an allem Möglichen und Unmöglichen. Beim Opener "The Great
Brain Robbery" würde glatt der Staatsschutz aktiv werden, wären SKYCLAD
denn Deutsche, denn schließlich leben wir ja im "demokratischsten Staat,
den Deutschland je besessen hat" *lol*. "Why do you still refuse to see,
this vast global conspiracy, that's infiltrating lives and homes? A race
replaced by servile drones." - bei "Think Back And Lie Of England" kritisiert Walkyier sein Heimatland: nicht nur die bösen Deutschen (Juden)
und Amis (Indianer, Neger (Verzeihung: Voll-Pigmentierte)) haben Dreck
am Stecken, auch England (Sklaven, Schottland, Irland, Kolonien, etc.).
Auch in musikalischer Hinsicht wäre ich bei diesem Stück fast vom Stuhl
gefallen vor Begeisterung: da säbelt George Biddle doch glatt ein astreines SISTERS OF MERCY(!)-Riff auf der Geige(!!) herunter!!! Mit "Polkageist" ist wie üblich eine explodierend-groovige Folk-Metal Hymne mit
an Bord, während der Rest des Albums das beste Songmaterial seit längerer Zeit zu bieten hat und das nicht nur, weil SKYCLAD sich hier glücklicherweise wieder in härteren Gefilden tummeln. Mit dem TENPOLE TUDOR-Cover befindet sich auf dem Digipack noch ein absoluter Bierzelt-Killer.
Warum der's nicht auf's reguläre Album geschafft hat, weiß wohl nur die
Plattenfirma. "There'll be hell to pay when one day god logs-off".
Musik: 8,5
Schon wieder eine EP. Auch noch von einem Newcomer, den vor einem Jahr
noch keine alte Sau gekannt hat. Sieben Tracks befinden sich darauf,
ob man sie braucht, müßt Ihr schon selbst entscheiden. "Full Moon" kennt
Ihr bereits vom Debüt "Ecliptica" und ist hier in einem Edit vertreten.
So gut der Song auch ist - wer braucht so 'nen Mist? Mit "Still Loving
You" folgt ein SCORPIONS-Cover, bei dem man wenigstens Mut zu Arrangement-Veränderungen bewiesen hat, aber in keinster Weise an das genialschmachtende Original herankommt. Immerhin versucht Sänger Tony erst gar
nicht, den Gesang nachzuahmen, sondern drückt dem Song gekonnt seine eigene Stimmdynamik auf, ansonsten ist er ein wenig schneller gespielt und
mit Malmsteen-Gitarren und Keyboards versehen. Damit noch nicht genug,
kommt anschließend mit "I Want Out" das 223. HELLOWEEN-Cover. Da weiß
man endlich, wie gut HELLOWEEN wirklich waren. Dieser Vorwurf geht hiermit an die ganzen ach so harten Kuttenträger, die die "Keeper"-Scheiben
damals völlig zu unrecht als "Pop-Scheiße" abgestempelt haben. Keine
Angst, diese Reviews werde ich nicht vergessen. Ich weiß wo Ihr wohnt
und wo Eure Kinder spielen :-) Mit "San Sebastian" gibt's dann endlich
einen neuen Song - im furiosen Melodic-Speed Tempo nach vorne gehend,
wäre er nicht nur auf einem regulären SONATA ARCRICA-Album, sondern auch
auf den letzten STRATOVARIUS-Werken ein Highlight gewesen. Völlig überraschend dann "Shy": beginnt langsam, Gesang, Gitarre - und dann öffnet
sich der Mund und geht erstmal nicht mehr zu. Eine keltische Barden-Ballade, die auch Ritchie Blackmore mit seinem BLACKMORE'S NIGHT-Projekt
nicht besser hinbekommen hätte. Super! Danach gibt es noch zwei ziemlich
überflüssige Live-Versionen von "Replica" und "My Land". Macht unter'm
Strich dann einen bekannten Album-Song, zwei Coverversionen, zwei neue
Studiosongs und zwei Live-Stücke. Macht also 20 Mark für zwei neue Songs,
die dann auch ganz gut geworden sind - aber ist's das wert? Müsst Ihr
entscheiden. DieHard-Fans kaufen sich das Teil eh, ich würd's nicht tun.
Fraglich, warum man in Deutschland nicht noch das tolle "Mary-Lou" mit
auf die EP draufgepackt hat, schließlich gab's die Single "UnOpened" bei
uns nicht regulär zu erwerben und die Anschaffung der EP hätte noch mehr
Sinn gemacht.
Musik: -/-
Das vierte Album der germanischen Melodic-Folk-Black Metaller (dümmeres
ist mir als Beschreibung nicht eingefallen, was uneingeschränkt für die
Band spricht) SUIDAKRA überrascht mit einer weiteren Steigerung zum bereits mehr als nur gutklassigen Vorgänger "Lays From Afar". Melodische
Gitarrenharmonien, teilweise sogar akkustisch und noch mehr Chöre als
bisher katapultieren "The Arcanum" nicht nur an die Spitze der internationalen
Viking-Metal Szene, sondern auch gleich an die nationale
Metal-Front. Im Viking-/Celtic-Metal Sektor müssen sie derzeit nur
THYRFING fürchten. Hör Dir nur mal das wunderschöne "Rise Of Taliesin"
an: Tolle Gitarren, cleaner Gesang, Flöte! Das gleiche bei "Serenade To
A Dream" (Name ist Programm) - dazwischen das goile "Gates Of Nevermore",
danach das rasante "The Arcane Spell", bevor zum Schluß das gelungene
SKYCLAD-Cover "The One Piece Puzzle" über Dich herniederregnet. Wunderst
Du Dich nun, dass ich nur die zweite Hälfte des Arcanum's berücksichtigt
habe - die ersten fünf Stücke sind genauso gut, sind wahre Köstlichkeiten
nationaler Metal-Errungenschaften. Gekrönt von einem faszinierenden Artwork (Kris Verwimp, hat bereits u.a. MARDUK- und OLD MAN'S CHILD-Werke
verziert) machst Du mit dem Kauf dieser Reichskleinodie (die Originale
sind übrigens in Wien, obwohl nach Nürnberg gehörend) garantiert nichts
falsch.
Musik: 9,0
Der neue Longplayer des skandinavischen Gothic Metal Aushängeschilds
liess einige Zeit auf sich warten, da wäre es keine Ueberraschung gewesen, wenn sich der Stil der Band ein wenig verändert hätte. Nun,
die Betonung liegt auf "ein wenig", denn es ist sehr wohl ETWAS verwunderlich, dass T.O.T. eine dermassen radikale Verwandlung durchgemacht
haben. Ich hatte zunächst angenommen, die Band wuerde die auf dem
letzten Album "Aegis" begonnene Entwicklung zum seichten Goth-Rock
konsequent weiterfuehren, aber so sollte es (leider) nicht kommen. Um
es kurz zu fassen: Anstelle von anspruchsvollen, altenglischen Texten
erwartet uns auf "Musique" in etwa das, was man als Standardkost von
jeder, aber auch wirklich jeder modernen Kommerzband serviert bekommt.
Die einzige Parallele zum bisherigen Schaffen stellt die Stimme von
Liv Kristine dar, die nach wie vor einigermassen ueberzeugen kann (war
aber auch schonmal besser, die Dame). Denkt Euch dazu einfach mit Gitarren unterlegten 08/15 Gruftie-Electro/-Techno im Stile von Bands wie
VNV NATION (die einen Track auf der neuen T.O.T.-Single "Image" remixten, wie ironisch) oder COVENANT (die schwedischen Minimalisten, NICHT
zu verwechseln mit THE KOVENANT), gepaart mit einem männlichen Gesang,
der alle Vorzuege von schlecht nachgeahmtem Englischen Dialekt und absoluter Motivationslosigkeit in sich vereint. Nun, es sind ein paar
Stuecke auf dem Album, die man gut als Fahrstuhlbeschaller verwenden
könnte (z.B. die Single, "Image" (der einzige Track, in dem NUR Liv
singt - das macht das ganze etwas erträglicher, darum wurde er wohl
auch ausgekoppelt)). Also... An Freunde der Gruft-Welle: Ihr könnt
gerne mal reinhören, vielleicht gefällt es Euch ja. An alle Metaller:
Finger weg!! Zum Schluss sei mir noch die Bemerkung gestattet, dass ich
prinzipiell nichts dagegen habe, wenn Bands ihren Stil ändern ... aber
im Falle von T.O.T. wäre es durchaus angebracht gewesen, die Band dann
UMZUBENENNEN. Denn ein Weiterfuehren des alten Namens verwirrt sowohl
alte wie auch neue Fans, zumal dieses Album rein garnichts mehr mit den
sonstigen Alben der Band gemeinsam hat (und das betrifft sowohl die Art
als auch die Qualität der Musik!).
Musik: 5,0
Ist das das Thrash-Album, den wir von SLAYER erwarten, jedoch nie bekommen werden? Wenn die Rede auf AT THE GATES und WITCHERY kommt, glühen
bei manchem harten Bengel nicht nur die Augen und um so mehr dürfte genau das passieren, wenn "The Haunted Made Me Do It" in Deine Lauschlappen kracht. Jensen (WITCHERY) und Anders Bjorler (ex-AT THE GATES) rupfen sich massenweise SLAYER-kompatible Gitarrenriffs aus den Achseln,
Jonas Bjorler (ebenfalls ex-ATG) zupft dem Baß die Saiten weg, Per Mol-
ler Jensen trommelt fast in Dave Lombardo-Regionen und Marco Aro röhrt
sich die Seele aus dem Leib. Die (ehemaligen) Hauptbands der Mitglieder
werden gnadenlos in den Schatten gestellt, hier sitzt kein Riff auch
nur im entferntesten an der falschen Stelle - ein Thrash-Wahnsinn ohne
Gleichen, welcher mir in den letzten Jahren nirgendwo untergekommen
ist.
Musik: 9,0
Was das nicht der größte Tanzflächen-Hit seit "Die Flut" wird, weiß ich
auch nicht mehr. Das Teil ROCKT! Perfekter EBM-Darkwave mit unfreiwillig
komischem Text. Oder war's am Ende genau SO geplant? Ich weißt es nicht.
Fragt mal Battle Angel ;-) Das Album lässt unterdessen leider noch auf
sich warten.
Musik: -/-
Fängt an wie ein Post-Grunge-Album, welches in einen THE WILDHEARTS-Suppentopf gefallen ist und dann als Old-WALTARI-Styled B-Seiten Verwendung finden sollte. Dann haben Tony Ritchie, Pete Southern und Lionel Hicks gemerkt, dass weder die WILDHEARTS noch WALTARI irgendjemanden
interessieren, deswegen versuchen sie es beim Titeltrack mit AOR trifft
auf Brit-Pop, was im zweiten Teil plötzlich in einen Speed-Metal(?)-Song
umschlägt - und scheiteren erneut kläglich. Ob man's glaubt oder auch
nicht, "Believe It Or Not" (sic!) weiß dann erstmals zu überzeugen: guter Refrain, wenn auch erneut ziemlich Brit-Pop angehaucht. So geht das
dann übrigens weiter, was ja kein Wunder ist, denn die Jungs kommen ja
aus England. USM steht übrigens nicht nur für UNITED STATES OF MIND,
sondern ist auch ein BALANCE OF POWER-Sideprojekt, denn dort spielen
alle drei so nebenbei. Und während sich das reimt, fühle ich mich geleimt, denn zu mehr als zur Hintergrundbeschallung während dem Nachmittagskaffee reicht das ganze letztendlich nicht.
Musik: 6,0
Das Heavy, oder was!?, Deutschland's einzig wirkliches "True-Metal"-Magazin, welches regelmäßig überall erscheint, mit der ersten Heftbeilage-CD. Allerdings nur zum Jubiläum. Und nicht wie die Konkurrenz mit bereits weithin bekannten Bands.
Immer wieder ermutigend in unserer korrupten und gekauften Welt, wenn
wahre Enthusiasten wirklich alles geben und aus einer unüberschaubaren
Anzahl von Demobands und sonstigen Newcomern die wenigen Hightlights
herauspicken und sie auf einem Sampler präsentieren. Anhänger progressiver Klänge werden auch auf dem dritten Teil der erfolgreichen Reihe
massenweise Material finden, mit dem sie sich länger auseinandersetzen
können, denn Markus Weis und Renald Mienert haben es natürlich auch
diesmal geschafft, in unbekannte Dimensionen vorzudringen. Ingesamt 15
Tracks, ein weiters mal im lecker verpackten Coverartwork, mit einem umfangreichen Booklet, in dem alle vertretenen Bands ein wenig vorgestellt
werden.
Die Bostoner Band YOKE SHIRE eröffnet mit "The Brook, The Mirror And
The Maiden" mit einer Mischung aus Progrock und Weltmusik, in der Mitte
des Stückes denkt man plötzlich einem vollkommen anderen Song beizuwohnen, doch ist der gesamte Track eh nur ein Teil einer 16minütigen Trilogie. Alles in Allem ein etwas schwer zugänglicher, aber auch sehr interessanter Opener, er wohl erst im Umfeld des kompletten Albums seinen
wahren Anspruch ausleben kann.
AGENT COOPER aus Atlanta kommen da schon eingängiger rüber, sind von
KANSAS wirklich nicht sehr weit entfernt, können sich deshalb aber auch
nur schwer aus dem Schatten der meisten anderen Kombos befreien, da diese Art von Musik einfach zu oft gespielt wird. 40 Mark für eine CD von
ihnen dürfte dazu beitragen, dass "Wasting Away" das einzige Stück bleiben wird, dass man von dieser Band hören wird. Im Endeffekt ein wirklich
gutes Stück, dem es halt nur ein wenig an Selbständigkeit fehlt.
Die Holländer NANGYALA klingen modern, aber unspektakulär, während die
deutschen ZENOBIA mit starken ELP- und YES-Einflüssen ihre anderen Vorbilder, die da wohl QUEEN oder RUSH heißen, kaum eine Chance geben,
ebenfalls in den Vordergrund zu treten. Auch SCYTHE haben dieses Problem, während die Finnen TUNNELVISION und die ebenfalls aus Deutschland
stammenden TELLTALEHARD so manchem von Euch bestimmt ein Begriff sein
dürten, gehören sie doch zu den bereits bekannteren Underground-Bands
unserer Zeit. TUNNELVISION gehen jedenfalls deutlich härter zu Werke,
haben starke Orgel- und Hammondorgel-Parts und dürften bei der DREAMSCAPE-/VANDEN PLAS-Fraktion auf Gehör stoßen.
Die Engländer BODY FULL OF STARS sind mit einem Remix des gleichnamigen
Songs am Start, der mit einer Mischung aus 70er-Progrock und ein wenig
Blues-Anleihen interessante Farbtupfer auf die CD bringt. PLATOS HALO
haben eine Sängerin mit überragender Stimme, die nicht selten ein wenig
an Kate Bush erinnert - auch die Arrangements haben ein PAAR dezente
Einflüsse von 70er-Kate Bush-Sachen - natürlich aber nur sehr am Rande.
Ansonsten wieder mal ein gelungener Einblick in den aktuellen Prog-Untergrund, der sich vor so manchen alten Hasen keineswegs zu verstecken
braucht.
Fazit: Schlechtes sucht man auf einem "Progressive DisDURPance"-Sampler
glücklicherweise auch weiterhin vergeblich, doch können all diese mehr
oder weniger hoffnungsvollen Bands nicht darüber hinwegtäuschen, dass
der Prog-/Artrock nicht nur ganz tief in den 70ern verwurzelt ist, sondern sich auch nur äußerst unwillig neue Wege in die Zukunft suchen
möchte. Bands wie PAIN OF SALVATION, SIEGES EVEN oder GYPSY KYSS, die
bereit dazu waren oder sind, hatten/haben ein anderes Problem: die Einfachheit, sie zu verstehen - sie verstehen zu wollen oder zu können,
wird von Tag zu Tag schwerer im Zeitalter von Big Brother, Stefan Raab
und Reizüberflutung durch seichte MTV/VIVA-Popsongs.
Musik: 7,0-9,0
Kontakt: 25 DM (inkl. Porto/Versand) gehen an
Lange erwartet, endlich da: der zweite und letzte Teil der blutrünstigen
Rockoper von David DeFeis. Diesmal übrigens gleich als Doppel-CD, was
die komplette Story auf insgesamt über 160 Minuten streckt. Da hat man
nicht nur viel zu hören, sondern auch viel zu lesen, will man die griechische Saga in ihrer Gesamtheit auch noch einigermaßen erfassen. Im
Vergleich zum ersten Teil haben sich gleich zwei Verbesserungen ergeben:
die instrumentalen Klavier-Zwischenstücke sind deutlich weniger und kürzer geworden und fügen sich besser in das Gesamtwerk ein und die Produktion ist zwar immer noch dilettantisch, aber hörbar besser. Ansonsten
tummeln sich wieder mal wahre Prachtstücke des Heavy Metal's auf diesen
beiden CDs, die mit tollen Melodien zu überzeugen wissen. "Wings Of Vengeance", "Flames Of Thy Power (From Blood They Rise)", "Hammer The Winds",
"The Wine Of Violence" oder "Fire Of Ecstasy" gehören ohne Zweifel zu
den Sternstunden kompositorischer Klasse, können den faden Beigeschmack
der Appetizer-EP "Magick Fire Music" jedoch nicht ganz aufwiegen, befanden sich die beiden Eröffnungsstücke der jeweiligen CDs schließlich bereits auf eben jener EP. Dafür gibt's einen halben Punkt abzug, denn
doppelt hält besser ist in solchen Fällen nicht ganz gerechtfertigt.
Musik: 8,5
(Hammer Müzik/Bellaphon)
Sound: 7,0
Spielzeit: 73:31
(BAD PEON)
(Motor Music/Universal)
Sound: 8,0
Spielzeit: 43:22
(THE MIGHTY SCI!)
(Massacre/Connected)
Sound: 5,5-6,0 (live), 8 (Akkustik/Studio)
Spielzeit:
(THE MIGHTY SCI!)
(Adrenaline/Connected)
Sound: 7,0-8,0
Spielzeit: 70:00
(BAD PEON)
(Iron Glory/Connected)
Sound: 8,0
Spielzeit: 53:36
(BATTLE ANGEL)
(The Plague/Connected)
Sound: 6,0
Spielzeit: 45:00
(BAD PEON)
(Omega/Universal)
Sound: 6,0
Spielzeit: 69:09
(THE MIGHTY SCI!)
(Music For Nations/Zomba)
Sound: 9,0
Spielzeit: 58:58
(REVEREND)
(Hammerheart/Connected)
Sound: 8,5
Spielzeit: 51:01
(THE MIGHTY SCI!)
(T&T/SPV)
Sound: 8,0
Spielzeit: 52:20
(PIRATE QUEEN)
(Nuclear Blast/Eastwest)
Sound: 8,5
Spielzeit: 46:46
(BATTLE ANGEL)
(Ars Metalli/Zomba)
Sound: 7,5
Spielzeit: 39:43
(THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
Sound: 8,0
Spielzeit: 12:35
(THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
Sound: 8,0
Spielzeit: 52:45
(THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
(THE MIGHTY SCI!)
(Hammerheart/Connected)
Sound: 7,0
Spielzeit: 36:xx
(BAD PEON)
(Massacre/Connected)
Sound: 6,0
Spielzeit: 49:21
(DRAGONLADY)
(EMI)
Sound: 7,5 (Studio) / 6,5 (live)
(BATTLE ANGEL)
(Noise/SPV)
Sound: 7,0
Spielzeit: 17:05
(THE MIGHTY SCI!)
(BlankoMusik)
Sound: 8,5
-/- (BAD PEON)
(Candlelight/Bellaphon)
Sound: 6,5-7,0
Spielzeit: 41:08
(BATTLE ANGEL)
(System Shock)
Musik: 7,0
Sound: 6,5
Spielzeit: 46:24
(BAD PEON)
(Noise/SPV)
Sound: 7,0-7,5
Spielzeit: 78:20
(BATTLE ANGEL)
(Metal Blade/SPV)
Sound: 7,5
Spielzeit: 49:22
(DRAGONLADY)
(Parlophone/EMI)
Das Album "Mr. Bad Guy" beginnt dem grausamen Disko-Hüpfer "Let's Get It
On", der an die schlechtesten Momente der 80er-Jahre QUEEN erinnert. Pfui!
"Made In Heaven" kommt um einiges basischer, als auf dem '95 QUEEN-Album
gleichen Namens. Auf "I Was Born To Love You" trifft das gleiche zu, wobei dieser Track durch seine Keyboard-Arrangements doch große Unterschiede aufweist. "Foolin' Around" nervt wieder mit billigen Disco-Snares,
"Your Kind Of Lover" ist belanglos, "Mr. Bad Guy" hat wenigstens eine
schöne Vocalline und jazzige Arrangements zu bieten und so geht das weiter. "Mr. Bad Guy" ist ein äußerst durchschnittliches Album, daß man gerade als QUEEN-Fan eigentlich gar nicht benötigt. Schon alleine deshalb,
weil die besseren Versionen der besten Songs bereits auf dem "Made In
Heaven"-Album zu finden sind.
Das einzige Album, daß man wirklich UNBEDINGT in seiner Sammlung stehen
haben sollte, ist auch einzeln erhältlich. Die einzigartige Kooperation
zwischen dem wandelnden Klangvolumen Freddie Mercury und der italienischen Opern-Diva Montserrat Caballe ist unerreicht und bietet wirklich
sowohl für den überkritischen Opern-Fan als auch für den QUEEN-fanatischen Rockanhänger etwas, womit er sich beschäftigen kann. Alleine schon
das grandiose Duett vom Opener und Titeltrack ist den Kauf des Albums
wert und stellt klar, Freddie Mercury hätte singen können, wo er gewollt
hätte. In der Oper, in einer Rockband, A Capella oder was auch immer -
er war einer der größten Sänger des 20. Jahrhunderts! Auch das teilweise
auf japanisch(!) gesungene "La Japonaise" ist hervorragend - eigentlich
ist das ganze Album so richtig überzeugend, lediglich das digital-remastering des Albums enttäuscht, da hätte ich mir etwas mehr erwartet. Ansonsten ist das Teil musikalisch perfekt, vorausgesetzt, man kriegt bei
Operngesang nicht gleich Hautausschlag.
dass man diese Bonus-CD lieblos in einem Promo-Karton packt, hätte nun
wirklich nicht sein müssen. Die 5 Mark, damit auch diese CD noch eine
ordentliche Verpackung bekommt, hätte ich da gerne bezahlt. Mit "The
Great Pretender" befindet sich einer der größten Hits von good old
Freddie mit an Bord und das, obwohl er gar nicht von ihm ist. Selbiges
trifft auch auf "I Can Hear Music" von den Beach Boys zu, während "Love
Kills" mal wieder ein grausamer Diskoschrubber ist, wie er leider, leider für QUEEN in den 80ern genauso üblich war. "Living On My Own" ist
gut, "In My Defence" noch besser, "Time" und der Rock-Mix von "Love
Kills" - übrigens in einer Live-Version, sind ebenfalls noch ganz brauchbar.
"Barcelona" - Musik: 9,5 - Sound: 7,0 - Spielzeit: 40:03
"Bonus CD - Musik: 6,0-9,0 - Sound: 6,0-7,5 - Spielzeit: 27:37
(THE MIGHTY SCI!)
(Parlophone/EMI)
(THE MIGHTY SCI!)
(Century Media/SPV)
Sound: 8,5
Spielzeit: 56:39
(DRAGONLADY)
(Century Media/SPV)
Musik: 9,5
Sound: 8,5
Spielzeit: 56:39
(THE MIGHTY SCI!)
(Candlelight)
Sound: 7,5-8,0
Spielzeit: 44:30
(FLODA RELTIH)
(Steamhammer/SPV)
Sound: 8,0
Spielzeit: CD1 - 74:43, CD2 - 75:53
(PIRATE QUEEN)
(Massacre/Connected)
Klang: 8,0-8,5 (Studio), 4,5-5,5 (live)
Spielzeit: 25:59
(THE MIGHTY SCI!)
(Frontiers/Point Music)
Sound: 7,5
Spielzeit: 60:27
(PIRATE QUEEN)
(Massacre Records/Connected)
Sound: 8,0
Spielzeit: 51:28
(PIRATE QUEEN)
(LMP/SPV)
Sound: 8,5-9,0
Spielzeit: 49:xx
(THE MIGHTY SCI!)
(LMP/SPV)
Sound: 8,5-9,0
Spielzeit: CD 1: 49:xx - CD 2: 19:19 + Multimedia-Track
(THE MIGHTY SCI!)
(LMP/SPV)
Sound: 8,5
Spielzeit: 17:40
(THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
Sound: 8,5
Spielzeit: 50:31
(THE MIGHTY SCI!)
(Century Media/SPV)
Sound: 9,0 (Studio) / 7,5 (live)
Spielzeit: 30:45
(THE MIGHTY SCI!)
(Last Episode/Connected)
Sound: 8,0
Spielzeit: 41:38
(THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
Sound:
Spielzeit:
(REVEREND)
(Earache/SPV)
Sound: 8,0
Spielzeit: 36:11
(BATTLE ANGEL)
(Bloodline/Connected)
Sound: 8,5
Spielzeit:
(THE MIGHTY SCI!)
(Massacre/Connected)
Sound: 8,0
Spielzeit: 49:51
(THE MIGHTY SCI!)
(Heavy, oder was!?)
(www.durp.com/Eigenvertrieb)
Sound: 6,0-8,5
Spielzeit: 73:27
(PIRATE QUEEN+THE MIGHTY SCI!)
DURP c/o Markus Weis, Am Gangsteig 9, D-85551 Heimstetten
oder bestellt das Teil über die Homepage www.durp.com
oder doch gleich direkt via E-Post bei mweis@durp.com
Kontaktadressen zu allen vorgestellten Bands befinden sich
natürlich im Booklet.
(Noise/SPV)
Sound: 7,5
Spielzeit: CD1: 45:27, CD2: 43:57
(THE MIGHTY SCI!)
07. RE-RELEASES
08. REDAKTIONS-WERTUNG
| Titel | BP: | BA: | TMS: | PQ: | REV: | DL: | Gesamt | |
| 1. | DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love | 9,0 | 10,0 | 9,0 | 9,33 | |||
| 2. | The Haunted - The Haunted Made Me Do It | 9,0 | 9,0 | 8,5 | 8,83 | |||
| 3. | SUIDAKRA - The Arcanum | 8,5 | 9,0 | 8,5 | 8,67 | |||
| 4. | Cradle Of Filth - Midian | 8,5 | 8,5 | 8,5 | 9,0 | 8,63 | ||
| 5. | Rhapsody - Dawn Of Victory | 9,0 | 9,0 | 8,5 | 8,5 | 8,0 | 8,60 | |
| 6. | Virgin Steele - House Of Atreus Act II | 9,0 | 8,5 | 8,5 | 8,0 | 8,50 | ||
| 7. | Nevermore - Dead Heart In A Dead World | 9,0 | 9,5 | 8,5 | 9,5 | 5,5 | 8,40 | |
| 8. | Cage - Astrology | 9,0 | 8,0 | 8,0 | 8,33 | |||
| 9. | Skyclad - Folk‚mon | 8,5 | 8,0 | 8,0 | 8,17 | |||
| 10. | Hammerfall - Renegade | 9,0 | 9,0 | 7,5 | 7,0 | 8,0 | 8,10 | |
| 11. | Helloween - The Dark Ride | 8,5 | 8,0 | 8,5 | 7,5 | 7,0 | 7,90 | |
| 12. | Black Destiny - Black Is Where Our Hearts | 8,5 | 8,0 | 7,0 | 7,0 | 7,63 | ||
| Hypnosia - Extreme Hatred | 8,0 | 8,0 | 7,5 | 7,0 | 7,63 | |||
| 13. | Lizzy Borden - Deal With The Devil | 8,0 | 7,5 | 7,5 | 7,0 | 7,50 | ||
| 14. | Praying Mantis - Nowhere To Hide | 7,0 | 7,5 | 8,5 | 7,0 | 7,50 | ||
| 15. | Elegy - Forbidden Fruit | 8,0 | 7,5 | 7,5 | 6,5 | 7,38 | ||
| 16. | Helheim - Blod & Ild | 8,0 | 6,0 | 7,0 | 7,00 | |||
| 17. | Pretty Maids - Carpe Diem | 7,0 | 7,0 | 7,5 | 6,0 | 6,88 | ||
| 18. | Imagika - And So It Burns | 7,0 | 6,5 | 6,0 | 6,50 | |||
| Krabathor - Unfortunately Dead | 7,0 | 6,5 | 7,0 | 5,5 | 6,50 | |||
| 19. | USM - Silver Step Child | 6,0 | 6,0 | 6,5 | 5,0 | 5,88 | ||
| 20. | Killing Machine - Killing Machine | 6,0 | 6,0 | 5,5 | 5,83 | |||
| 21. | Peccatum - Amor Fati | 2,5 | 8,5 | 7,0 | 3,0 | 5,25 | ||
| 22. | Unbound - In Infinity | 5,0 | 3,5 | 4,0 | 4,17 | |||
| 23. | Broken Hope - Grotesque Blessings | 7,0 | 3,0 | 4,0 | 2,5 | 4,13 | ||
| 24. | Mercyless - Sure To Be Pure | 4,0 | 4,0 | 3,0 | 3,67 | |||
| 25. | Atrocity - Gemini | 6,0 | 3,0 | 1,0 | 4,0 | 1,0 | 3,00 |
1-3 = Rohstoffverschwendung * 4-6 teilweise hörbar
7-8 (ganz) gut geworden * 9 = genial, überragend
10 = Klassiker (sehr seltene Bewertung)
->Best-Of, Live-Alben und Singles werden nicht gewertet!
| Kürzel/Redakteur | Bevorzugte Musikrichtungen |
| BA = Battle Angel | True/Power/Speed/Teutonen-Metal/RAC |
| BP = Bad Peon | Thrash/Black/Death-Metal/Kranker Scheiss |
| DL = Dragonlady | alles, was schön macht... :-) |
| PQ = Pirate Queen | Metal/Hardrock/Artrock/Klassik/Folk |
| TMS = The Mighty SCI! | True/Power/Speed/Melodic/Gothic/Black-Metal Rock/Hardrock/Klassik/Folk/Prog/RAC/... |
09. REDAKTIONSCHARTS
01. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
02. RHAPSODY - Dawn Of Victory
03. HAMMERFALL - Renegade
04. VIRGIN STEELE - The House Of Atreus Act II
05. KREATOR - 1985-1992 Past Life Trauma
06. NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World
07. SUIDAKRA - The Arcanum
08. UNHEILIG - Sage ja! (Track)
09. THE HAUNTED - The Haunted Made Me Do It
10. CAGE - Astrology
01. UNHEILIG - Sage ja!
02. HAMMERFALL - Renegade
03. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
04. RHAPSODY - Dawn Of Victory
05. DISSIDENT - A Cog In The Wheel
06. VIRGIN STEELE - The House Of Atreus Act II
07. KREATOR - 1985-1992 Past Life Trauma
08. CAGE - Astrology
09. NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World
10. SUIDAKRA - The Arcanum
01. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
02. THE HAUNTED - The Haunted Made Me Do It
03. HAMMERFALL - Renegade
04. SUIDAKRA - The Arcanum
05. GAMMA RAY - Blast From The Past
06. BALMUNG - Auf der Suche nach Thule
07. HALFORD - Resurrection
08. ANGEL DUST - Enlighten The Darkness
09. PARADOX - Collision Curse
10. MANILLA ROAD - Mystification
01. AXEL RUDI PELL - The Wizards Chosen Few
02. TEN - Babylon
03. PRAYING MANTIS - Forever In Time
04. HELLOWEEN - The Dark Ride
05. UNHEILIG - Sage ja! (Track)
06. IN EXTREMO - Vollmond (Track)
07. RHAPSODY - Dawn Of Victory
08. EDENBRIDGE - Sunrise In Eden
09. PRAYING MANTIS - Nowhere To Hide
10. BALMUNG - Auf der Suche nach Thule
01. NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World
02. VIRGIN STEELE - House Of Atreus Act II
03. CRADLE OF FILTH - Midian
04. RHAPSODY - Holy Thunderforce
05. EDGE OF SANITY - Crimson
06. OPETH - Orchid
07. THE SINS OF THY BELOVED - Lake Of Sorrow
08. KISS - Psycho Circus
09. EDENBRIDGE - Sunrise In Eden
10. Y. J. MALMSTEEN - Concerto for E-Guitar & Orchestra
01. DEATH - Leprosy
02. SLAYER - Live At Full Force 2000 (Bootleg)
03. CRADLE OF FILTH - Midian
04. LIMBONIC ART - When Mind And Flesh Departs (Track)
05. RANDALICA - Ausbruch Des Bösen (Track)
06. MARDUK - Panzer Division Marduk
07. HYPNOSIA - Extreme Hatred
08. ANTHRAX - I'm The Man (EP)
09. SKITZO - Got Sick
10. LAIBACH - Leben Heisst Leben (Track)
10. DES LESERS LIEBSTE SCHEIBEN
TOP 20 - Aktuelle Faves
01. (--) ... HALFORD - Resurrection
02. (--) ... IRON MAIDEN - Brave New World
03. (--) ... NIGHTWISH - Wishmaster
04. (--) ... STRATOVARIUS - Infinite
05. (--) ... EXCITER - Blood Of Tyrants
06. (--) ... JAG PANZER - Thane To The Throne
07. (--) ... BALMUNG - Auf der Suche nach Thule
08. (--) ... FATES WARNING - Disconnected
09. (--) ... TIERRA SANTA - Tierras De Leyenda
10. (--) ... ANGEL DUST - Enlighten The Darkness
11. (--) ... AC/DC - Stiff Upper Lip
12. (--) ... PARADOX - Collision Curse
13. (--) ... GAMMA RAY - Powerplant
14. (--) ... STEEL PROPHET - Messiah
15. (--) ... RHAPSODY - Symphony Of Enchanted Lands
16. (--) ... DARK AVENGER - Dark Avenger
17. (--) ... GOTHIC KNIGHTS - Kingdom Of The Knights
18. (--) ... KING DIAMOND - House Of God
19. (--) ... RUNNING WILD - Victory
20. (--) ... MANILLA ROAD - Crystal Logic (ReRelease)
TOP 20 - Alltime-Faves
01. (--) ... JUDAS PRIEST - Painkiller
02. (--) ... IRON MAIDEN - The Number Of The Beast
03. (--) ... FATES WARNING - Awaken The Guardian
04. (--) ... JAG PANZER - Ample Destruction
05. (--) ... METALLICA - Ride The Lightning
06. (--) ... HELLOWEEN - Keeper Of The Seven Keys I/II
07. (--) ... IRON MAIDEN - Killers
08. (--) ... DREAM THEATER - Images And Words
09. (--) ... METALLICA - Master Of Puppets
10. (--) ... QUEENSRYCHE - Operation: Mindcrime
11. (--) ... BLIND GUARDIAN - Tales From The Twilight World
12. (--) ... BLACK SABBATH - Heaven And Hell
13. (--) ... ADRAMELCH - Irae Melanox
14. (--) ... ICED EARTH - Iced Earth
15. (--) ... SLAYER - Reign In Blood
16. (--) ... ACCEPT - Restless & Wild
17. (--) ... SAXON - Power And The Glory
18. (--) ... DEMON - Taking The World By Storm
19. (--) ... TITAN FORCE - Titan Force
20. (--) ... MANOWAR - Kings Of Metal
11. FLODA RELTIH'S WITZE-ECKE, TEIL 1
Petrus ist pinkeln. Jesus löst ihn ab. Da klopft es an der Himmelstür und Adolf Hitler steht davor.
Jesus: Was willst du denn hier?!
Adolf: Ja rein!
Jesus: Du spinnst wohl?
Adolf: Ach bitte!
Jesus: Nix zu machen!
Adolf: Kriegst auch ein eisernes Kreuz!
Jesus: Hmmm... naja... also... hmmm, da muß ich mal meinen Papa fragen.
Jesus bei Petrus:
Jesus: Du, da steht der Hitler vor der Tür.
Petrus: Was will der denn hier?
Jesus: Ja rein.
Petrus: Der spinnt wohl?
Jesus: Der hat mir aber ein eisernes Kreuz versprochen!
Petrus: Was willst denn du mit einem eisernen Kreuz? Du bist ja unter dem
hölzernen schon dreimal zusammengebrochen!
12. LESERBRIEFE
--->THEMA: UNDERGROUND EMPIRE
* Hallo UE-Team!
Seit 1992 habe ich bereits Euer Emag gelesen, seit Ihr im Internet seid,
war ich Anfangs (nach den ersten Ausgaben) etwas skeptisch, ob Ihr jemals wieder zu alter Form zurückfinden würdet. Diese "Rückfindung" hat
sich in den letzten Ausgaben (zum Glück!) immer weiter gesteigert und fand
mit Ausgabe 22/23 seinen bisherigen absoluten Höhepunkt in Punkto "Wir
gegen den Rest der Welt". An Eurer letzten Ausgabe wäre ich fast krepiert
vor Lachen, das fing an beim inzwischen zum Kult gewordenen "Introloqium"
(Klasse: The Mighty SCI!) über die Reviews (we are cowïd *rotfl!!!*),
den Wacken-Bericht (nur noch geil: der Komentar zu Nightwish!) bis hin
zum prustenden Abschluß "siehe Preisliste..." - entgültig in die Ecke
geschmissen hab ich mich allerdings beim Böhse Onkelz-Interview. DAS ist
das Underground Empire, dass man von früher her kennt, denn NIE werde ich
vergessen, als ich zum ersten mal "Die Straßen von Nürnberg" und "Mein
Banknachbar, der Mörder" gelesen habe! Es lebe das Imperium. Klasse, dass
auch Doc Fred mal wieder von sich "lesen" lässt - jetzt fehlt nur noch
die Rückkehr von Bi-Ba-Buzlmann (KUUUULT: die Rubrik "Es mosht ein Bi-Ba-BuzZzlmann in uns'rem Heft herum"), RoToR (Kult-Kommentar zu Schöwe's
Sahara-Verriss: "naja, der arme Kerl kann ja nix dafür, er ist schwul und
kommt aus dem Osten!") und Metal Mike ("Guitarensoli wird das geschrieben").
Macht weiter so, dann kehrt endlich wieder Spaß in die Metal-Welt ein!
Grüße
Thomas Hoffmann, Nürnberg
* Tag!
Ich bin entsetzt! Vergleiche ich die Ausgabe 1 Eueres wirklich gelungenen
Magazins mit der aktuellen Ausgabe 22/23(???), besteht hier ein Unterschied
zwischen Tag und Nacht. Dabei geht es nicht mal darum, dass Ihr besser oder
schlechter geworden seid - vielmehr wird der Eindruckt erweckt, dass es sich
hierbei um eine völlig andere Crew handelt, bei der die Pseudonyme zwar
gleich geblieben, im Hintergrund jedoch die kompletten Schreiberlinge gegen
Mitarbeiter des Mortal Sin ausgetausch worden zu sein scheinen. Wer das
jetzt nicht kapiert, lässt mich nur zu einer Schlußfolgerung gelangen: die
Masse der "Otto-Normalbanger" sollte mit den ersten Ausgaben Eueres Online-Magazins geschickt eingefangen (eingelullt?) werden, um sie danach fast
unbemerkt in die Kult-Ecke (alles neue ist Scheiße, 80er-Metal ist Kult)
zu lenken. Sollte dies der Fall, verneige ich vor dermaßen genialen Schachzügen beeindruckt mein Haupt vor Euch. Sollte dies nicht der Fall sein,
erwarte sicherlich nicht nur ich eine logische Stellungnahme von Euch, wie
ein derartiges Magazin in den ersten Ausgaben noch SENTENCED abfeiert, um
die gleiche Band zwei Jahre später völlig ignorant auflaufen zu lassen, in
dem man sie erst gar nicht mehr reviewt.
Volker Härschweiler, Stuttgart
* Hallo Mighty,
...
Ehrlich gesagt lese ich die Interviews nur gelegentlich durch, was daran
liegt, dass ich viele der interviewten Bands nicht sooo wahnsinnig
spannend finde. Wenn Du mich aber z.B. nach dem GAMMA RAY Inti fragst
oder auch nach POWERGOD (prust...): Finde ich sehr gelungen, eben gerade
weil Aussagen zutage gefördert werden, die z.B. vom Rock Hard-Fritzen
rausgestrichen worden wären, weil er sie - im Gegensatz zu mir - für
nicht interessant oder relevant genug gehalten hätte oder kein Platz mehr
ist (weil das Zeilenhonorar bereits das obere Limit erreicht hat und die
Plattenfirma keinen Festempfang auf einer schottischen Burg ausrichten
wollte).
Viele Grüße...
Peter (28-jähriges Altmetaller-Pickelgesicht, das seine Metal-Brothers bei Konzerten mit WEISSEM HAMMERFALL-Shirt schockt
(siehe Leserbrief im HOW unlängst, LOL)
* AAAAAARRRRRGGGGGHHHHHHHH !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
unfassbar geniales Interview. liege am B.O.D.E:N. vor lachen... müsste
doch die Sternstunde für dich gïwesen sein, hähä. Und (by the way) wer
sowas komplett abtippt (autarker millionärssohn mit zuviel zeit, was?)
muss genauso zum Arzt wie Musiker die in Bands waren bevor sie gitarre
spielen konnten!!!
hitverdächtig!
bis bald.
Gruss nach Baiärn.
Riff Randall
* Guten Morgen Mighty!
Komm, gib's zu! Du heißt gar nicht Jürgen, sondern Frank und hast vor
zig Jahren mal ein Fanzine namens Mortal Sin herausgebracht.
Hab ich recht?
Wenn das nicht stimmen sollte, so nähert ihr euch mit dem hervorragende
Underground Empire Mag inhaltlich und "motztechnisch" langsam, aber
sicher dem obigen Geniestreich an. Weiter so! Tretet den vermeintlichen
Szenegrößen mal mächtig in den Arsch!
Totzdem müsst ihr euch auch etwas "Kritik" (Ha! Kritik eines Metal Heart-Schreiber! Dass ich nicht lache!! Buhahahaha.....) gefallen lassen. Ihr
bzw. Du motzt häufig über die vermeintlich unkritischen Reviews, feiert
aber selber grausam durchschnittliche Alben wie NOSTRADAMEUS, POWERGOD
oder die verdammt flache (Mensch, musikalisch natürlich!) neue HAMMERFALL-Single ab. Sicherlich ist alles Geschmackssache, doch sollte man das auch
den RH- und wasweissichnochfür-Mitarbeitern zugestehen. (Natürlich rege
auch ich mich immer über eine zu gute (oder zu schlechte) Review auf,
denn im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen (dabei spreche ich nicht unbedingt vom MH) bin ich immer noch Fan dieser unserer Musik!)
Viele metallische Grüße,
Michael Kohsiek
--->THEMA: FATES WARNING-REVIEW
Unser Review zur neuen FATES WARNING-Scheibe erregte die Gemüter sichtlich. Die Stimmen reichten von absoluter Zustimmung bis hin zu den schlimmsten Vorwürfen. Wir fischten uns in diesem Zusammenhang eine Mail heraus, in der anschließend ein reges hin- und her gemaile losging:
* Hi,
vielleicht sollte man sich mit einer Platte erstmal ernsthaft beschäftigen, bevor man solchen Stuss ablässt, wie du im FATES WARNING-Inti. Warum kapieren die Metalheads einfach nicht, dass FATES WARNING kein Metal mehr sind? Ist halt anspruchsvolle und vor allem INNOVATIVE Musik... Mit objekiven Journalismus hat das, was ihr da macht jedenfalls rein gar nichts zu tun (siehe auch CHROMA KEY-Review). Achja, die offizielle PINK FLOYD-Seite ist www.pinkfloyd.co.uk - und wenn die billig ist, dann kann meinetwegen die Welt untergehen (designt ist die Seite übrigens von einer Firma names Hypgnosis - falls dir der Name etwas sagt...)
Bis dann,
Florian Sprenger
Darum geht es nicht (oder nur bedingt). FATES WARNING sind einfach keine Metalband mehr. "Awaken The Guardian" war von 10 Jahren. Hör dir "Disconnected" mal unterm Kopfhörer an und achte darauf, wie innovativ das Drumming oder die Keys sind. Und FW vorzuwerfen, Rammstein zu kopieren, halte ich für völlig ungerecht, zumal der Song in meinen Augen überhaupt nicht nach RAMMSTEIN klingt. Achte nur mal auf die Keys! Alles in einen Topf zu werfen, was ähnlich klingt, halte ich für völlig sinnlos. Aber ich habe auch schon gehört, FW würden jetzt einen auf Grunge machen... Haha. FW gehören mittlerweile zu den wenigen Metalbands, die ich mir anhören kann, ohne mich zu langweilen. Zumal FW mit Metal kaum noch etwas zu tun haben. Aber das erwähnte ich ja bereits.
Ich fand die Platte auch ein wenig enttäuschend - aber das ist, wie bei FW meine eigne Interpretation. Deshalb hätte ich es auch für sinnvoll gehalten, wenn ihr die Scheibe nicht gereviewt hättet.
Bezgl. PINK FLOYD:
Naja, ist halt Geschmack. Ich finde schon, dass man unheimlich viele Infos bekommt, man muss nur suchen. Ist halt Hypgnosis (hättet ihr wenigstens drauf hinweisen sollen). Die Texte usw. bekommt man auf den unzähligen Fanpages. Alles klar. Sorry wenn die letzte mail etwas ungehalten klang, war nicht so gemeint!
Bis dann,
Florian Sprenger
--->THEMA: THE UNDERGROUND SUCKS!
* Hi Leute!
Könntet ihr folgende Nachricht vielleicht als Leserbrief unterbringen?
Sind Metal-Fans wirklich so geizig, oder kenne ich einfach nur die falschen Leute? Da organisiert man alle 3 Monate ein kleines Festival, um unbekannteren Band ein