| [ Download (DOS ASCII)] | [ Download (HTML)] |
ON * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WIC
Post bitte nur noch an folgende Adresse senden:
UNDERGROUND EMPIRE
Röthenbacher Hauptstr. 71
90449 Nürnberg
Deutschland
ON * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WIC
Willkommens-Bild auf unserer Homepage: die Underground Empire All-Stars auf ihren Schlachtrössern. Artwork von: Jörg Scheibner
Hail Schwestern und Brüder des wahren Metal, alohaaahhh liebä Läsbän und Schwuchtääln,
heute hat mir jemand eine interessante E-Post geschickt: er meinte, aus meinen Reviews könne er zwischen den Zeilen herauslesen, dass ich in Wirklichkeit gar kein echter Metaller bin, sondern ein Intellektueller. Er meint sogar herausgefunden zu haben, dass ich auch noch für die Stereoplay schreibe. Ich antwortete ihm, dasser in einigen Punkten vielleicht gar nicht so falsch liege. Zu einem echten Metal-Proll der Bundesliga-Klasse fehlt mir nämlich die Angewohnheit, künstlich meinen geistigen Horizont so tief wie möglich zu legen, in dem ich an den Wochenende immer in den gleichen Kneipen herumhänge, immer mit den gleichen Leuten und immer die gleichen langweiligen Unterhaltungen führe und immer die gleichen Spiele spiele (Skat, Flipperautomat, Russisches Roulett für Anfänger). Wer ein echtes Proll-Metal Magazin bevorzugt, kann sich guten Gewissens mit freundlicher Empfehlung das Metal Heart kaufen. Mehr Bilder als Interviews, denn Lesen ist eh nur Nebensache, dabei beschränken sich die Gespräche mit den Bands meist darauf, dass die Band sagen darf, dass ihr neues Album das beste ist, dass sie gemacht haben. Wer das nicht zum x-ten Male lesen will, blättert weiter zum neusten Biker- oder Strip-Bericht mit den nackten Mädels. Wem das alles noch nicht genug des Prolls ist, kann sich zusätzlich noch das RockHard kaufen. Hier berichtet die Crew in Tour-Reportagen ständig darüber, wer gerade am meisten Alkohol gesoffen hat, wer am besten rülpsen und furzen kann und wie lecker Drogen sind. Dabei wird man auch nicht müde, sooft es geht daran zu erinnern, dass Faschismus Scheiße ist. Demnächst in diesem, unseren Magazin: "Wie seziere ich als pseudo-psychologischer Tiefflieger Reviews von vermeintlichen Intellektuellen?".
Mit freundlichen Grüßen THE MIGHTY SCI!
Ab sofort sind wir im Internet Relay Chat, im IRCnet im Kanal #underground_empire fast täglich Abends zum Chatten erreichbar!
Ständig aktuelle News, Vorabkommentare zu neuen Alben, Insider-Informationen und Diskussionsrunden!
Wer noch keinen IRC-Client hat, kann sich z.B. auf www.mirc.com einen herunterladen, die Dinger sind meistens Share- oder Freeware. Ist Latzhoseneinfach zu installieren und zu bedienen! WIR FREUEN UNS AUF EUCH!
Alle genannten Veröffentlichungsdaten sind von den Plattenfirmen bzw. Promotion-Agenturen so angekündigt worden. Sie können sie alle kurzfristig verschieben und sind somit ohne Gewähr. Alle genannten Daten beziehen sich ausschließlich auf den geplanten VÖ-Termin in Deutschland!
. Band - Album ...................................... VÖ / Ausgabe / Label * JANUAR 2001 * ANNIHILATOR - Carnival Diablos .................... 29.01. 26 .... metal-is ANVIL - Plenty Of Power ........................... 22.01. .. .... * ATHENA - Twilight Of Days ......................... 22.01. 26 .... Noise/T&T AVANTASIA - Avantasia Part I ...................... 22.01. 26 .... AFM * BÖHSE ONKELZ - Es ist soweit (ReRelease) .......... 02.01. .. .... Rule 23/Virgin * BÖHSE ONKELZ - Kneipenterroristen (ReRelease) ..... 02.01. .. .... Rule 23/Virgin * BÖHSE ONKELZ - Lügenmarsch (ReRelease) ............ 02.01. .. .... Rule 23/Virgin CHILDREN OF BODOM - Follow The Reaper ............. 22.01. 26 .... Nuclear Blast DESTINY'S END - Transition ........................ 22.01. .. .... Metal Blade * DISMAL EUPHONY - Python Zero ...................... 29.01. .. FORSAKEN, THE - Manifest Of Hate .................. 22.01. .. .... Century Media * FREEDOM CALL - Crystal Empire ...........verschoben 22.01. 26 .... Steamhammer * GOTTHARD - Homerun ................................ 29.01. .. .... * GRAVEWORM - Scourge Of Mailce ..................... 29.01. .. .... ICED EARTH - Melancholy (EP) ............verschoben 08.01. 25 .... Century Media IRON SAVIOR - Dark Assault ........................ 08.01. 25 .... Noise/T&T * LIEGE LORD - Freedom's Rise (ReRelease) ........... ...... .. .... * MASQUERADE - Flux ................................. 22.01. .. .... ONWARD - Evermoving .....................verschoben 22.01. 26 .... Century Media PARADISE LOST - Belive In Nothing ................. ...... .. .... * PRIMAL FEAR - Nuclear Fire ........................ 15.01. 26 .... Nuclear Blast SEPULTURA - Nation ................................ ...... .. .... VADER - Reign Forever World ....................... 22.01. .. .... Metal Blade VICIOUS RUMORS - Sadistic Symphony ................ 22.01. 26 .... Massacre * FEBRUAR 2001 ...AND OCEANS - Allotropic/Metamorphic Genesis .... 19.02. .. .... * ANCIENT - God Loves The Dead ...................... 05.02. .. .... * ANTICHRISIS - neues Album ......................... ...... .. .... * CATASTROPHIC - The Cleansing ...................... 05.02. .. .... * CATHEDRAL - neues Album ........................... 19.02. .. .... * CORTIZONE - Selling Out For The Sucker ............ 05.02. .. .... * DAMN YANKEES - neues Album ........................ ...... .. .... * DARK AT DAWN - neues Album ........................ ...... .. .... Iron Glory * GOD DETHRONED - Ravenous .......................... 05.02. .. .... * HELLRIDE - neues Album ............................ ...... .. .... * HOLLENTHON - neues Album .......................... ...... .. .... * KAMELOT - neue Single ............................. ...... .. .... Noise/T&T * LAKE OF TEARS - neues Album ....................... ...... .. .... MADDER MORTEM - All Flesh Is Grass ................ 19.02. .. .... Century Media MORGUL - Sketch Of Supposed Murderer .............. 05.02. .. .... Century Media * MORTIFICATION - The Silver Chord Is Served ........ 05.02. .. .... MYSTIC CIRCLE - The Great Beast ................... 19.02. .. .... Nuclear Blast * NARNIA - Desert Land .............................. 12.02. .. .... Nuclear Blast * NUGENT, TED - neues Album ......................... ...... .. .... * OPETH - Blackwater Park ........................... ...... .. .... Music For Nations * SAVATAGE - neue Single ............................ ...... .. .... Steamhammer * SISTHEMA - The Fourth Dimension ................... ...... .. .... Noise/T&T ZONATA - Reality .................................. 19.02. .. .... Century Media * MÄRZ 2001 * AMORPHIS - neues Album ............................ ...... .. .... Nuclear Blast DEMON - Backkatalog Digital-Remastered ............ ab März .. DEMON - Spaced Out Monkey ......................... ...... .. .... * DIMMU BORGIR - Puritanical Euphoric Misantrophia .. 12.03. .. .... Nuclear Blast * GAMMA RAY - neue Single ........................... .. .... Noise/T&T * ICED EARTH - Horrorshow .................verschoben .. .... Century Media * IRON FIRE - On The Edge ........................... .. .... Noise/T&T * KISKE, MICHAEL - neues Album ...................... .. .... Noise/T&T * SAVATAGE - Poets And Madmen .............verschoben .. .... Steamhammer * WARRIOR - neues Album ............................. 05.03. .. .... Nuclear Blast * WIZARD - neues Album .............................. 26.03. .. .... LMP * APRIL 2001 * BAL-SAGOTH - neues Album .......................... ...... .. .... * BENEDICTION - neues Album ......................... ...... .. .... * FEAR FACTORY - Digimortal ......................... 23.04. .. .... * KAMELOT - neues Album ............................. ..... .. .... Noise/T&T * NIGHTWISH - DVD ................................... ..... .. .... Drakkar * NIGHTWISH - neue EP ............................... ..... .. .... Drakkar * ORGY - Vapor Transmission ......................... ..... .. .... * RAMMSTEIN - Mutter ................................ ...... .. .... Motor Music * STEEL PROPHET - The Book Of The Dead ....verschoben 23.04. .. .... Nuclear Blast * MAI 2001 * GAMMA RAY - neues Album ........................... .... Noise/T&T * DO/DIE/FOR - neues Album .......................... 14.05. * JUNI 2001 * HEAVENLY - neues Album ............................ .... Noise/T&T * VIRGIN STEELE - Live-Album ........................ .... Noise/T&T * 2001 * ANGEL DUST - Into The Dark Past (ReRelease) ....... * ANGEL DUST - To Dust You Will Decay (ReRelease) ... AGENT STEEL - neues Album ......................... AMON AMARTH - The Crusher ......................... 1. Halbjahr ANGRA - neues Album ............................... 1. Halbjahr * ARTCH - Another Return To Church Hill (ReRelease) . .... Metal Blade * ARTCH - For The Sake Of Mankind (ReRelease) ....... .... Metal Blade BLIND GUARDIAN - neues Album ...................... Herbst .... Virgin * BROCAS HELM - Into Battle (ReRelease) ............. BROCAS HELM - neues Album ......................... COMPANY OF SNAKES - Here They Go Again ............ DICKINSON, BRUCE - Rarities And B-Sides ........... .... Air-Raid EDGUY - neues Album ............................... .... AFM ELVENKING - neues Album ........................... Frühjahr .... AFM GOTTHARD - Homerun ................................ HEIR APPARENT - neues Album ....................... IRON MAIDEN - neues Live-Album .................... .... EMI JUDAS PRIEST - neues Album ..............verschoben Frühjahr LEATHERWOLF - Leatherwolf (I) (ReRelease) ......... LEATHERWOLF - Leatherwolf (II) (ReRelease) ........ LEATHERWOLF - Street Ready (ReRelease) ............ * MANOWAR - Hell On Stage Part II (Video) ........... .... Nuclear Blast METAL CHURCH - neues Album ........................ Frühjahr * NEW EDEN - Stagnant Progression ................... * OUTER GATEWAYS (John Cyriis!) - neues Album ....... * ROUGH SILK - Symphony Of Life ..................... .... Massacre * ROYAL HUNT - neue EP .............................. 1. Halbjahr * SAXON - Killing Ground ............................ Sommer SLAYER - neues Album .............................. Februar * THE REAL VICIOUS RUMORS - The Last Word ........... Frühjahr * 2003 * MANOWAR - neues Album ............................. .... Nuclear Blast
05. ALBUM-REVIEWS
EDGUY-Chefe und Frontspaßvogel Tobias Sammet ist wohl bei einer Hauptband ganz und gar nicht ausgelastet und so machte er sich einfach so
nebenbei mal dran, eine zweiteilige Rock-Oper zu schreiben, die mit einem wahren Reigen von Gaststars aufwartet. Die Vorab-Single bietet als
Appetithäppchen schonmal neben Tobi noch Henjo Richter (GAMMA RAY),
Markus Grosskopf (HELLOWEEN), Alex Holzwarth (RHAPSODY/PARADOX), Jens
Ludwig (EDGUY), David DeFeis (VIRGIN STEELE) und Michael Kiske(!) (exHELLOWEEN) an und schon geht's los mit "Avantasia" - einer unsterblichen
Melodic-Hymne im EDGUY-Stil, wobei sich Tobi mit Michael Kiske die Vocals teilt. Dieser Track ist in einem Edit sowie in der Album-Version
enthalten. Auch bei nachfolgendem "Reach Out For The Light" teilen sich
die beiden die Stimmbänder. Wenn Kiske in den Refrain mit einsteigt, wird
es magisch! Der Track mit David "wenn einem die Songs gefallen, sollte
man sich einen Dreck um den Sound kümmern" DeFeis (hör Dir mal die AVANTASIA an, dann weißt Du wie ein selbstproduziertes Album zu klingen hat
mei gütsta!) ist ein ziemlich harter Nackenmuskelmaltretierer, bei dem
es sich zwar angeblich um einen Non-Album Track handeln soll, der aber
Gerüchten zufolge auch auf dem 2. Teil der Rockoper zu finden sein wird.
Insofern könnte man nun Diskussionen um den ganzen Sinn der Single machen, doch für um die 10 Mark kann man getrost zuschlagen. Die Mucke ist
schwer geil und wir warten sehnsüchtig auf's komplette Werk!
Musik: -/-
Sound: 8,0
Spielzeit: 21:19
(THE MIGHTY SCI!)
Wir sind zwar kein Gothic-Magazin, aber hier hat sich dann doch mal was
in der Richtung in unseren Briefkasten verirrt. "Opium Hearts" ist ein
nicht völlig uninteressantes Album, das wohl zumindest bei den Anängern
des Genres einen gewissen Anklang finden wird. Neue oder tolle Songs
finden sich hier aber nicht, also wird es wohl kaum den Horizont eines
Metallers erweitern...
Musik: 6,0
Sound: 8,0
Spielzeit: 43:33
(BAD PEON)
Beim ersten Druchlauf erinnert dieses Album bis auf den Mangel an Keyboards
und anderem elektronischem Firlefranz sehr stark an FEAR FACTORY. Ist ja auch
keiner Wunder, denn Drums und Gitarre sind besetzt mit Raymond Herrara und
Dino Cazares von FEAR FACTORY. Nick Barker, Drummer bei DIMMU BORGIR und
Ex-Drummer von CRADLE OF FILTH mischt ebenfalls mit. Ahnt ihr was? All-Star-Band?
Sideproject von drei unterbeschäftigten Musikern? Nunja, da ist ja noch ein
viertes Mitglied, Juan Brujo, Shouter, Südamerikaner, und er drückt diesem
Album seine spanischen Vocals auf, und was kommt dabei raus? Für Fans von FEAR
FACTORY mit Toleranz für Death ein sicherlich recht gut zugängliches Werk, das
sich irgendwie nicht so recht einordnen lässt aber trotzdem gut über dem
Durchschnitt liegt. Ahja, der Sound auf diesem Album ist wahrscheinlich der
Bass-lastigste der je auf CD gepresst wurde, also länger kaum zu ertragen.
Musik: 8,0
Sound: 6,5
Spielzeit: 35:45
(BAD PEON)
Heia Safari! Da sind sie wieder! Die Kinder vom Bodensee (oder so) mit
ihrem dritten Album. Der Sound drückt gewaltig, ist schon nahezu unverschämt gewaltig geraten. Von vorne bis hinten jagt ein Brachialriff das
nächste, der Gesang krächzent wie immer, das Gitarrenspiele kennste aus
180 anderen Bands halbtaub heraus, die Melodien fegen wie ein Sandsturm
in der Wüste Gobi von links nach rechts und wieder zurück - welch ein
Feuerwerk! Ein kleiner schaler Beigeschmack hat sich dennoch eingeschlichen: obwohl die Band ihren Stil noch weiter verfeinert und perfektioniert hat, laufen sie so langsam Gefahr, sich selbst zu wiederholen. Das kann mich aber nicht davon abhalten, für "Follow The Reaper"
mehr denn je eine dicke Kaufempfehlung auszusprechen, denn die Jungs
wissen wohl: bevor's halbgare Experimente gibt, braten wir euch lieber
was auf die Glocke!
Musik: 8,5
Sound: 9,0
Spielzeit: 41:55
(THE MIGHTY SCI!)
Black Metal mit sehr leichtem Darkwave/Gothic-Einschlag und teilweise weiblichen
Vocals. Die Songs sind recht gut geschrieben und das ganze Album macht den
Eindruck, als sei es aus einem Guss. Irgendwann wird das zwar trotzdem
langweilig, aber bis dahin hat meinen einige unterhaltsame Stunden. Reinhören!
Musik: 7,5
Sound: 8,0
Spielzeit: 62:15
(BAD PEON)
Neben dem neuen ROB ROCK-Album wohl eindeutig die zweite große Überraschung des Monats, wenn es um die Rückkehr bekannter Musiker geht.
CORNERSTONE sind der Zusammenschluß von Dougie White, welcher schon das
sehr gute '95-er RAINBOW-Comeback "Stranger In Us All" eingesungen hatte
und von ROYAL HUNT-Bassist Steen Morgensen. Leider ging das gute RAINBOW-Werk
damals gnadenlos unter, denn die Zeit für Hardrock war nicht unbedingt die beste. Wäre es 1998 oder gar heuer erschienen, hätte es sich
bestimmt wie warme Semmeln verkauft. So hat Ritchie Blackmore entnervt
aufgegeben und sich BLACKMORE'S NIGHT gewidmet. Und noch eine andere Band
hat aufgegeben: ROYAL HUNT. Doch Steen Morgensen spielt nicht nur Bass,
er schrieb auch das komplette Material zu "Arrival". Verstärkung fand die
Band mit den beiden Gitarristen Jacob Kjaer und Tony Rahm, mit Andre Andersen an den Keyboards und Allan Sorensen an dem Drums. Stilistisch dürfte da alles bereits klar sein: melodischer Hardrock, der neben ROYAL
HUNT-Einflüssen auch bisweilen an TEN und SAGA erinnert, doch auch MAGNUM-, DARE-, ORION THE HUNTER- (kennt das grandiose Teil von ex-BOSTON-
Gitarrist Harry Goudreau noch jemand?) und LILLIAN AXE-Anhänger werden
hier fürstlich bedient und sollten dringenst ein Ohr riskieren. "Gift Of
Flesh" und "Grain Of Sand" lassen sogar große Erinnerungen an DEEP PURPLE
wach werden und auch wenn sich die Mehrzahl der Stücke erst nach mehrmaligem Durchhören erschließen, nicht unbedingt DER Megahit darauf zu
finden ist und der ein oder andere schnellere Song fehlt und alles ein
bißchen ZU sehr im Midtempo-Bereic angesiedelt ist, so gibt's andererseits keinen einzigen Ausfall, keiner der beteiligten Musiker stellt
sich zu sehr in den Vordergrund und träumen - träumen kann man da an
kalten Winterabenden vor'm warmen Ofen auch noch.
Musik: 8,0
Sound: 8,0
Spielzeit: 44:01
(PIRATE QUEEN)
Mooooment... Morgan Hakansson und B.War von MARDUK (!) covern zusammen
mit zwei No-Names MISFITS?! Unglaublich, aber wahr. Und garnicht mal so
schlecht. Ganz nach dem grossen Vorbild rocken Doyle Hakansson, Jerry
War & Co auf dieser Mini-CD durch 8 Songs in bewährter 1-bis-3 Minutenauf-die-Glocke Manier. Die ersten 4 Songs sind selbstgeschrieben, die
restlichen sind Coverversionen ihrer Hauptinspiratoren. Schneller, treibender Horror-Punk-Metal, wobei die von der MARDUK-Sektion stammenden
Songs durchaus ein wenig "härter" sind als die MISFITS Originale: Songtitel wie "Blood Nymphoman" sprechen für sich. Die Produktion ist ganz
ordentlich, jedoch ein wenig dumpf. Die Band plant in absehbarer Zeit
ein full-length Album - wem knappe 16,5 Minuten Spielzeit der MCD zu
kurz sind, der sollte darauf warten. Alle anderen können ja mal reinhören, denn auch wenn ich nicht so recht weiss, wie man dieses Produkt
einschätzen soll, ist es doch relativ interessant geworden.
Musik: 6,5
Sound: 6,0
Spielzeit: 16:43
(REVEREND)
Das darf ja wohl nicht wahr sein... während ich dies tippe rotiert gerade im Hintergrund eine jener CDs, deren akkustischer Konsum sehr anregend wirkt. Er motiviert einen regelrecht, sich weinend und winselnd
den Lautsprechern zu Füssen zu werfen und um Gnade zu flehen. Ein Wechselbad der Emotionen, vorgetragen von einer säuselnden, besoffen klingenden Stimme mit penetrantem spanischen Akzent - rund 80% davon auch
noch in Rap-Form. Ein wenig Stakkato-Riffing dazu, jede Menge absolut
abschreckend klingende Synthesizer- und Turntable-Spielereien: Scheissegal, die Jugend soll pogen. Ich geb's ja zu, auch ich habe mich vorhin
schon dabei ertappt, den eingängigen (weil doch SEHR redundanten) Refrain des ersten Songs voller Enthusiasmus mitzugröhlen: "Destroy Yourself!"... Die Forderung ist absolut gerechtfertigt. Nun, um mal ein wenig Tacheles zu reden, ich bin sogenanntem New Metal wirklich nicht unaufgeschlossen. Ab und zu verirrt sich sogar in meinen von progressiven
Klängen verwöhnten CD-Player mal das SLIPKNOT Debut-Album (weil es
recht schön knallt). Dies hier jedoch (JA, ich rede von THE DISMAL's
Kreation!) ist allenfalls eine Persiflage, und zudem noch eine sehr
üble. Eine Realsatire, welche alle Klischees von BODYCOUNT über LIMP
BIZKIT bis CLAWFINGER und RAGE AGAINST THE MACHINE bedient. Echte Oktoberfest-Musik. NUR GEIL! Ey, und wenns Du mich nisch glaubst, dann
krisse vom Mehmet voll eine rein, ey...
Musik: 2,0 (Wenigstens ist die Endstufe nicht durchgebrannt.)
Sound: 7,0 (DAS reisst da auch nix mehr raus...)
Spielzeit: 48:31 (Beim Hören glaubt man eher, es seien 96 Minuten)
(REVEREND)
35 Minuten typischer Euro-Death Metal mit Alex Marquez, dem Ex-Drummer von MALEVOLENT CREATION
und DEMOLITION HAMMER, und mit Jason Blachowicz (Ex-Sänger von MALEVOLENT CREATION, jetzt auch am Bass),
na wie das wohl klingen mag? Nicht besser als MALEVOLENT CREATION, soviel steht fest.
In jeder Hinsicht mittelmäáige Songs, eine Produktion die kaum besser ist, was bleibt
ist die 173589te wirklich nur für extreme Death Metal-Fans interessante Veröffentlichung
diese Woche. Und wer weiss, vielleicht gibt es ja sogar einen handfesten Grund, warum zwei der drei Bandmitglieder
aus MALEVOLENT CREATION geflogen sind...?
Musik: 5,0
Sound: 6,0
Spielzeit: 35:14
(BAD PEON)
Nicht zu lange nach ihrem Debut "Amorous Anathema" lassen EMBRACED ihren
neuen Longplayer auf die Bevölkerung los. Vom Stil her erinnern die 8
Songs sehr an CRADLE OF FILTH oder DIMMU BORGIR und enthalten viele
schnelle und stellenweise auch aggressive Parts, dennoch liegt das
Hauptaugenmerk bei EMBRACED nicht darauf, möglichst extrem zu sein. So
sind auch einige ruhige bis melancholische Kompositionen enthalten. Der
Gesang von Sänger Karl Johansson ist irgendwo zwischen Dani Filth und
"gedämpftem" Black Metal Gekreische anzusiedeln und die Texte lassen
sich klar und deutlich heraushören. Da sich unter den 7 (!) Band-Mitgliedern zwei Keyboarder befinden, mag man zunächst denken, man würde
von Keyboard-Gedudel der Marke CHILDREN OF BODOM oder ETERNAL TEARS OF
SORROW überflutet. Erfreulicherweise wird man davon weitgehend verschont: Die Keyboards spielen zwar eine wichtige Rolle bei EMBRACED,
sind jedoch eher in den Hintergrund gemischt und fallen so nicht zu arg
aus dem Rahmen. Es gibt sicherlich mehrere Bands, die diesen Stil spielen (ungefähr 5000?) - dennoch würde ich EMBRACED nicht als "billigen
Abklatsch" bezeichnen sondern spreche ihnen eine recht eigene Faszination zu, da sie mit ihren Instrumenten nicht nur gekonnt, sondern auch
vielseitig umgehen. Es wäre ungerecht, dieses Album nur wegen mangelnder stilistischer Innovation zu verreissen, denn es ist mit Sicherheit
um Klassen besser als so manche in der Vergangenheit in den höchsten
Tönen gelobte Produkte dieser Richtung und eine solide Abyss-Produktion
durch Tommy Tägtgren unterstreicht diesen Eindruck. Reinhören!
Musik: 8,0
Sound: 7,5
Spielzeit: 53:43 min
(REVEREND)
Daß man im melodischen Power-Metal Bereich noch durchaus eigenständige
Wege beschreiten kann, beweisen die deutschen ETERNAL DARKNESS mit ihrem Debütalbum. In Ausgabe 18 berichteten wir bereits über ihre selbstproduzierte EP "Stories...". Leider befinden sich auf "Out Of Control"
gleich drei der vier EP-Stücke, was aber wegen der vorhandenen Qualität
nicht negativ ins Gewicht fällt. Von Hochgeschwindigkeitsattacken und
meterhohem Kreischgesang derzeit aktueller Melodic-Speed Kapellen sind
die Jungs glücklicherweise ganz weit entfernt. Der großartige Gesang,
dem eine leiche Mystik innewohnt, erinnert etwas an HALLOWEEN (U.S.),
musikalisch gibt es eine Mischung, die nicht leicht zu beschreiben ist,
doch wer sich eine (dezente!) Mischung aus EDGUY und ANGEL DUST vorstellen kann, sollte hier unbedingt zuschlagen. Hits wie "Out Of Control",
"Borderline", "Hear The Voices" oder "Like A Story" bekomme ich jedenfalls nicht mehr so schnell aus meinen Lauschlappen und so dreht sich
das Geschoß hartnäckig ziemlich oft in meinem Kompaktdiskspieler. Die
Songs der EP fügen sich nahtlos ins neue Material ein und wirken sogar
irgendwie "größer" - und eine Ballade wie "Angel Fly" ist weder Kitsch
noch flach, sondern lockert das Album gekonnt auf. Da frage ich mich
natürlich, warum Flaschen wie SKYLARK, SAMSAS TRAUM (*hust*) oder ELEGY
'nen richtigen Deal haben und ETERNAL DARKNESS nicht...
Musik: 8,5
Sound: 8,0
Spielzeit: 53:06
(THE MIGHTY SCI!)
Gesichtet bei: Hellion
Der Nachfolger von "Dreaming The Reality" klingt schon beim ersten
Anhören sehr vertraut. Irgendwie nix neues. Einige der Songs kicken
gewohnt gut, schleppende Grooves zerreiben die Nerven. Insgesamt kann
man dem als erklärter Fan von Death und Doom Metal doch ein paar unterhaltsame
Momente abgewinnen, aber auf dem letzten Album klang das ganze
dann doch irgendwie noch erheblich brutaler, frischer, böser, sprich:
besser.
Musik: 6,0
Sound: 7,0
Spielzeit: 38:50
(BAD PEON)
Century Media entwickelt sich immer mehr zu einem Spack-Label. Nicht
nur, dass man sich immer unbeliebter bei den Fans macht, in dem man Limited-Edition Versionen von Alben auf den Markt bringt, die schon seit
Monaten auf den Markt sind und die die Fans somit bereits haben und nun
nochmal kaufen sollten (NEVERMORE, SENTENCED), nein, dann bringt man noch
den halben Backkatalog als limitierte Vinyl-Scheiben raus und nebenbei
noch EP's mit Tracks, die überwiegend schon längst veröffentlicht wurden. Die "Melancholy"-EP geisterte kurzzeitig in den USA vor längerer
Zeit schonmal herum, verschwand dann jedoch kommentarlos wieder vom
Markt. Die beiden Coverversionen ("Shooting Star" von BAD COMPANY und
"Electric Funeral" von BLACK SABBATH) sind wirklich gelungen, konnten
jedoch seit Monaten schon auch von der offiziellen ICED EARTH-Homepage
als MP3's heruntergeladen werden. Ansonsten befinden sich mit "Melancholy" und "Watching Over Me" gleich zwei Tracks vom letzten Album
"Something Wicked This Way Comes" und mit "I Died For You" auch noch
ein Song vom "The Dark Saga"-Opus. Das JUDAS PRIEST-Cover "The Ripper"
dürfte eh schon jeder vom Tribute-Album her kennen und die Live-Version
von "Colours" kann dann da bei aller Liebe auch nicht mehr viel reißen.
Das Ganze gibt's dann für schlappe 20 Mark. Wohlgemerkt: DREI Tracks
stammen von offiziellen Studioalben, drei Coverversionen und eine Live-Version. Kein einziger neuer eigener Song, keine Stücke, die sich irgendwie von den Album-Versionen unterscheiden. DAS IST ÜBELSTE FAN-ABZOCKE! Eine Single mit "Melancholy" und den beiden Stücken "Shooting
Star" und "Electric Funeral" für um die 10 Mark hätte es da bestimmt
auch getan. Fazit: Century Media - YOU SUCK!!!
Musik: -/-
Sound: 8,0
Spielzeit: -/- (THE MIGHTY SCI!)
Eines schonmal vorweg: dieses Album ist erschreckend schlecht und dürfte
zu den größten Enttäuschungen des Jahres 2001 gehören. Ließ ja schon
die Vorabsingle "I've Been To Hell" schlimmste Befürchtungen aufkommen hier wurden sie nun alle bestätigt. Das Debüt war schon nichts besonderes, doch "Unification" war eigentlich ganz passabel, während die Fullprice-EP "Interlude" einfach nur grottig war. Da dachte ich noch "gut,
Geldscheffelei, das nächste Studioalbum wird bestimmt gut. Aber nix da!
"Solar Wings" ist geil, doch das hat ja auch Kai Hansen geschrieben.
Auf 'nem GAMMA RAY-Album würde das jedenfalls ohne weiteres passen. Dafür sind Songs der Marke "Never Say Die", "I've Been To Hell" mit ihren
fly/die, light/tonight, made/gate, night/light, force/source, ride/side,
attack/black-Refrains dermaßen Kindergarten, dass einem so richtig die
Kotze hochkommt. "Firing The Guns" ist noch einigermaßen gelungen, das
PRIEST-Cover "Delivering The Goods" ist so ziemlich 1:1 nachgespielt,
während der Gesang von Piet Sielk nicht nur hier, sondern auf dem ganzen
Album eigentlich superspeischlecht ist. Ich weiß nicht ob's nur daran
liegt, aber dumpfer Teutonen-Metal war eben eh noch nie mein Ding. Wenn
dann noch billige Texte, ein schwachsinniges Konzept und schiefer Gesang
dazu kommen, ist der Druck auf die Stop-Taste vorprogrammiert.
Musik: 4,0
Sound: 8,0
Spielzeit: 61:22
(DRAGONLADY)
Mag ja alles stimmen. Piet kann nicht singen, stilistisch gibt es teutonische Hausmannskost, aber - wenigstens weiß man was man vorgesetzt
bekommt. "Solar Wings", "Made Of Metal", "Firing The Guns" oder "After
The War", "Seek And Destroy" - das sind klasse Nummern und Kai Hansen's
Gitarrenspiel (wie z.B. am Anfang von "Eye Of The World") blitzt noch
an vielen Stellen wie eh und je auf und hat nichts von ihrem Reiz verloren. IRON SAVIOR haben, obwohl sie mit ihrem Debüt 1997 zur ersten
Garde der "Retro-Metal"-Sektion zählten, halt im Jahr 2000 nur das Problem, dass sie von vielen besseren Bands inzwischen rechts und links
überholt wurden, dass zwischen Neo-TrueMetal, wie ihn beispielsweise
PRIMAL FEAR oder HAMMERFALL zelebrieren und Old-School Retro von Bands
wie HANKER oder PREMONITION, die sich in keinster Weise dafür schämen,
den originalen Sound der 80er zu übernehmen, nur eine kleine Nische
übriggeblieben ist. Diese nennt sich Teutonen-Metal und der kam bereits
in den 80ern bei der Masse nicht an und ist aktuell bereits von GRAVE
DIGGER besser besetzt.
Musik: 7,5
Sound: 8,0
Spielzeit: 61:22
(BATTLE ANGEL)
Kompromissloser, roher Black Metal aus deutschen Landen... sowas soll
es ja auch geben. Nun, ich würde ISEGRIM zwar auf keinen Fall zu den
extremsten Vertretern dieser Richtung zählen (dazu zähle ich jene
Bands, deren einzige musikalische Leistung Schlagzeugvergewaltigung
ist), aber ihr erstes Album (nach einer selbstbetitelten Debut Mini-CD)
hat es durchaus in sich. Es kombiniert einen gesunden Grad an Härte
mit für dieses Genre unüblicher und abwechslungsreicher Gitarrenarbeit. Nein, keine Angst, hier habt ihr es nicht mit einer weiteren
schrecklichen Keyboard-Dudel-Satanskapelle zutun, die Jungs bleiben
schon den Prinzipien des True Black Metal treu und verzichten auf (wenn
sie schlecht eingesetzt werden oft unerträgliche) Keyboards. ISEGRIM
konzentrieren sich eher auf die Gitarrenarbeit, welche im Gegensatz zu
weiten Teilen der Konkurrenz durchaus zu überzeugen weiss, da die
Riffstrukturen eine dichte Atmosphäre schaffen und nie drohen, im Drumgeschepper unterzugehen. Ein gelungenes Full-Length Erstlingswerk.
Musik: 7,5
Sound: 6,5
Spielzeit: 47:21
(REVEREND)
Das neue Album der halbierten fränkischen Spasskapelle kann wider
Erwarten also doch an den erfolgreichen Vorgänger "Meister Der Musik"
anknüpfen. Die Hälfte der Songs hat Kult-Potential, u.a. der Titeltrack,
der genial-kranke DIMMU BORGIR/CRADLE OF FILTH-Verballhornungstrack "Ein
Kleiner Vampir", der hiermit zum obligatorischen Basiswissen für jeden
Headbanger erklärt wird, "Sex, Sex, Sex", "Der Spatz In Der Hand" und
als letzten Tracks gibt's "Always Look On The Dark Side Of Life", was
auch gleichzeitiger der Track sein dürfte den endgültig jeder hasst oder
liebt. Die Mehrheit hasst ihn, ich hör's 3x täglich. "Eins, Zwei, Drei"
ist auch noch ziemlich gelungen, der Rest altert aber ziemlich schnell,
sprich man kann's kaum öfters anhören.
Musik: 8,5
Sound: 9,5
Spielzeit: 54:00
(BAD PEON)
Ajo, genau das richtige zur Weihnachtszeit, hat sich wohl die Plattenfirma von LANA LANE gedacht. Doch hinter "Ballad Collection" verbirgt
sich etwas mehr, als nur massig Eigenkompositionen der Prog-Rock Tante.
Im Gegenteil, Fremderfindungen behalten die Oberhand und auch wenn zum
Sound von LANA LANE am ehesten 70er-Covers passen (natürlich bedingt
durch den Einsatz von Hammondorgel und Mellotron), befinden sich
auch Stücke aus den 80ern, 90ern und sogar eines aus dem Jahre 1947(!)
("Autumn Leaves") auf dem guten Stück. "Nether Lands" (1977) von Daniel
Fogelberg gastiert als Opener, "Goodbye Yellow Brick Road" (1973) von
Elton John oder "Wind On The Water" (1991) von Graham Nash. "Innocent
When You Dream (1976) von Tom Waits und "Across The Universe" (1970)
von den BEATLES teilen sich die beiden Silberlinge mit Lana Lane's Eigenkompositionen, bei denen teilweise auch Erik Norlander noch seine
Finger mit im Spiel hatte. Insgesamt gesehen gibt es an der Veröffentlichung nicht viel auszusetzen, denn fast 2 Stunden Musik zum Preis von
einer CD, gigantische(!) Artworks und gute Umsetzung der Coverversionen
lassen einfach keinen Platz für Kritik. An kalten Wintertagen, wenn's
draußen stürmt und schneit, bei einer Tasse Glühwein am offenen Ofen,
da kann's schon arg gemütlich werden mit einer LANA LANE-Balladenkollektion im CD-Spieler.
Musik: -/-
Sound: 8,5
Spielzeit: 57:21, 52:13
(PIRATE QUEEN)
Flitzefinger Yngwie hat ein neues Album gemacht. Was bedeutet das für
uns? Nun, das übliche: Jede Menge Soli, teilweise etwas verworrenes,
aber im konkreten Beispiel recht ordentliches Songwriting, und eine
gute Portion Ego. Zum Stil kann man wirklich nicht soviel sagen... da
hat sich bei Yngwie seit den 80ern nichts Wesentliches verändert, und
das ist auch ganz gut so. Anders sieht es mit der Produktion aus, denn
diese ist diesmal, mit Verlaub, ein wenig durch den Wind. Will heissen:
Ich habe selten so ein schwach produziertes Virtuosen-Album (notabene!)
wie dieses gehört. Dumpf, wenig akzentuiert... klanglich schon fast
wie skandinavischer Black Metal. Seit Jahren predigen fachkundige
Metaller: "Liebe Musiker, produziert eure Alben bloss nicht selbst, das
können andere einfach besser..." - aber nein - dies ist wohl eine der
wenigen Lebenslagen, in denen Ehrgeiz den Weg ins Verderben ebnet. Ich
für meinen Teil würde es wohl auch nicht wagen, Yngwie darauf anzusprechen. Dann gäbe es bestimnmt Vorträge wie: "Ich hatte letzte Nacht
eine Vision. Mir ist Dead von MAYHEM erschienen, und er sagte mir, ich
solle meine Alben dreckiger und primitiver klingen lassen, damit meine
Seele verschont wird." (oder Ähnliches). Einige begreifen es eben nie.
Aber, Spass beiseite, nichtsdestotrotz ist "War To End All Wars" eins
der stärkeren Malmsteen-Alben der letzten 10 Jahre. Musik von Musikern
für Musikern, für den Normalmetaller nur sehr, sehr schwer zu schlucken. Aber das waren die anderen Alben von ihm auch schon.
Musik: 9,0
Sound: 4,5
Spielzeit: 56:09
(REVEREND)
Zum zehnjährigen Bandjubiläum bringen MARDUK eine Doppel-Live CD mit
3 Multimedia-Bonustracks auf den Markt. Das ist nicht das erste Live-Album
der wohl extremsten und konsequentesten schwedischen Black Metal
Kapelle, denn im Jahre 1997 (zwei Studioalben und eine Mini-CD sind
seitdem vergangen) gab es schonmal eine offizielle und ziemlich gute
Scheibe namens "(Live in) Germania". War es also wirklich gerechtfertigt, noch ein Live-Album aufzunehmen? Ich denke, wer die letzten beiden Studioalben kennt ("Nightwing" und "Panzer Division") und sich nun
dieses Live-Dokument zu Gemüte führt, der wird mir darin zustimmen,
dass es fast schon eine heilige Pflicht von MARDUK war, ihre Touringaktivitäten der letzten Jahre auf CD zu bannen. Während die letzten
beiden Alben eher gewöhnungsbedürftig waren (ja, sprechen wir es
ruhig aus, zumindest "Panzer Division" war als Studioversion ein einziges steriles Geschepper... technisch gut, aber ohne viel Tiefgang und
auch sonst eher dünn), verleiht "Infernal Eternal" dem Songmaterial
neue Frische: Live wirkt alles um Längen druckvoller und der Gesang
dynamischer. Wenn man das Album also als Beweis der grossartigen Live-Qualitäten von Marduk sieht, dann erfüllt es seinen Zweck voll und
ganz. Zusätzlich zu insgesamt 90 Minuten Live-Material, welches (wie
zu erwarten war) sehr "Nightwing" und "Panzer Division"-lastig ausgefallen ist, gibt es 3 Video-Mitschnitte eines Konzerts in Frankreich.
Traurigerweise ist die Bildqualität dieser zwar exzellent, die Soundqualität lässt jedoch zu wünschen übrig. Dies ist aber kein grosser
Störfaktor, da die Aufnahme der CD selbst sehr gut ist und Masstäbe
setzt, was Black Metal Livealben angeht.
Musik: 9,0
Sound: 7,5
Spielzeit: ca. 90 min
(REVEREND)
So richtig mieser belangloser eintöniger stumpfsinniger mies produzierter
und dadurch insgesamt vollkommen überflüssiger US-Death Metal von Leuten,
die wahrscheinlich auch noch stolz drauf sind seit 250 Jahren immer wieder
den gleichen Song zu spielen. Denkt man zumindest nach den ersten zehn Sekunden.
Danach erkennt man Grooves, elektronische Effekte, Breaks. Und man merkt auch
irgendwann dass diese nicht etwa aus den USA kommt sondern aus Frankreich (welches
ist da jetzt das kleinere übel...?). Insgesamt kann man dieser CD locker eine
Daseinsberechtigung erteilen (bin ich aber wieder grosszügig heute). Einer der
acht Songs ist übrigens auf Spanisch (für eine französische Band eher seltsam?),
wobei der Refrain "boca, boca, boca, amarga!!" sämtliche True Metal-Refrains
in Sachen Anspruch gewaltig in den Schatten stellt. Die Songs sind teilweise
sogar recht abwechslungsreich geraten, auch ruhige Passage findet man gelegentlich.
Solltet Ihr dieses Album also
irgendwann mal in Eurem CD-Player finden könnt Ihr sie ruhig anhören...
z.B. im CD-Laden.
Musik: 6,5
Sound: 4,0
Spielzeit: 36:29
(BAD PEON)
Die ganze Zeit schreit die Prog-Metal Gemeinde nach Neuem und wenn es
dann da ist, weiß man erstmal gar nicht, wie man es beschreiben könnte.
Endlich mal eine Formation, die sich nicht nach QUEENSRYCHE, FATES WARNING oder/und DREAM THEATER anhört, sondern alle möglichen stilistischen
Extremitäten miteinander vermengt. Dass dabei auch noch hörenswerte Musik
herauskommt, gleicht einem Wunder, doch benötigt der Hörer schon einige
Runden unter'm Kopfhörer, um sich der ganzen Tragweite dieser Leistung
bewußt zu werden. Vorausgesetzt, man hat erstmal den größten Schock
überwunden, denn das als Opener etwas unglücklich gewählte "Used" fängt
doch tatsächlich mit CLAWFINGER-behaftetem Sprech-Gesang an - buäh!
Spätestens bei "In The Flesh" (natürlich kein PINK FLOYD-Cover) haben
POS aber gewonnen. Bei Spinett-artigem Gitarrenspiel und Klavier offenbahren sich sich Momente des Glücks und wenn Ihr denn unbedingt einen
weiteren Anspieltip wollt: "Her Voices" wird Eure Lauschlappen kräftig
ausblasen.
Interessenten sollten nach der limitierten Erstausgabe im Pappschuber
ausschau halten. Sie kommt als Doppel-CD daher, im Schlepptau mit drei
Audio-Bonustracks ("Beyond The Mirror", "Never Learn To Fly", "Time
Weaver's Tale") und einer Enhanced-Sektion mit dem "Ashes"-Video, einem
Making-Of des Gleichen, einem Interview, Videos zu "!", "Pilgrim" und
"The Big Machine" sowie "Time Weaver's Tale", "Repent" und "Unknowing"
als Demo-Versionen - galaktisch!
Musik: 8,5
Sound: 8,5
Spielzeit: 72:44, 52:51
(PIRATE QUEEN)
Die Band um Saitenhexer, Pianist und Sänger Steven Wilson bleibt auch
auf ihrem neuesten Album berechenbar: massig 70er Artrock-Fantasien
vermengen sich mit einem topmodernen Sound der an der Türschwelle zwischen zwei Jahrtausenden gar nicht zeitloser erscheinen könnte. Hier
gibt es keinen Metal, gibt gibt es auch keine Anflüge von spontanen
Hardrock-Intermezzi so mancher Kollegen und auch in die Abkupferparaden
der vielzitierten YES/SAGA/MARILLION-Kaskaden fügen sich PORCUPINE TREE
nur höchst ungern. Stattdessen überraschen die Jungs uns bei "How Is
Your Life Today?" mit einem Klavierwalzer(!), mit CSNY-Einflüssen und
teilweise Hendrix'schem Gitarrenspiel, welches die früheren PINK FLOYD-Stimmungen
leider ein wenig übertüncht. Andererseits - wo bliebe die
Weiterentwicklung, wenn auch noch PORCUPINE TREE auf der Stelle treten
würden? Ich bin ja schon äußerst neugierig, was Steven Wilson dem neuen
OPETH-Album für einen Sound hingezaubert hat.
Musik: 8,5
Sound: 8,5
Spielzeit: 56:22
(PIRATE QUEEN)
Ich mache keinen Hehl daraus (ich auch nicht! - BA) (ich auch nicht! DL), dass das Debüt eines der schlechtesten Metalalben der Neuzeit war
und immer noch ist, und dass Stücke wie "Dollars" und "Formula One" zu den
schlechtesten Songs gehören, die jemals geschrieben wurden. Der Nachfolger "Jaws Of Death" konnte dieses unterirdische Niveau dann natürlich
nicht mehr toppen, was heißen soll, dass er zwar um Längen besser war,
aber im Vergleich zur Konkurrenz einfach zu belanglos und langweilig.
Welch eine Überraschung dann "Nuclear Fire" - mir fiel vor Schreck das
Frühstücksbrot aus der Hand, als der wüste Speedthrasher "Angel In Black"
in bester "Painkiller"-Manier gnadenlos die Nutella von der Schnitte
fegte, meine Haare aus dem Gesicht bließ und die Katze vom Ofen. Gut,
dachte ich dann, beruhigt sich bestimmt gleich wieder - aber Pustekuchen!
"Kiss Of Death" ist so eine Art Zwillingsbruder von "Hell Patrol", "Back
From Hell" ist eine weitere ICE-Granate - ja Sakra! Danach wird's ein bißchen langsamer, aber durchaus nicht gemütlicher. Riff-Brummer wie "Fight
The Fire" oder "Eye Of An Eagle" (man achte auf die Gitarren!) spalten
ganz schön den Schädel, bevor's mit der Ballade "Bleed For Me" eine leider etwas mittelmäßige Verschnaufpause gibt. Doch keine Zeit um sich damit aufzuhalten, mit dem Titeltrack folgt gleich darauf eine absolute
Metal-HYMNE, die live bestimmt den ganzen Saal spontan miteinstimmen
lässt. Nach dem "Red Rain" folgt der Bonustrack der limitierten Erstauflage "Iron Fist In A Velvet Glove", bei dem Ralf Scheepers endlich mal
wieder richtig singt (wie zum GAMMA RAY-Zeiten, das sollte öfters passieren!). Der Track ist wirklich gut und überzeugt durch durch eine Ohrwurmmelodie, mehrstimmige Backgroundscreams und schwer geniale Gitarrenund Keyboardarbeit. Warum ist das ein Bonustrack, häh?! Feurige Riffs
regnet es anschließend wieder mit "Fire On The Horizon", bevor das nukleare Feuerwerk mit der Rausschmeißer-Hymne "Living For Metal" nochmal
in die Vollen geht und perfekt ausklingt. Gesangstechnisch muß Ralf auf
dem nächsten Album allerdings mindestens noch eine halbe bis ganze Note
runterstimmen, denn ein bißchen weniger in luftigen Höhen rumzuschreien,
hätte dem Album besser getan und die 9 Punkte gerettet. Ansonsten bleibt
nur noch die Frage offen - warum nicht gleich so? "Nuclear Fire" ist so
richtig gut geworden und wir haben eine Band weniger, an der wir herumnörgeln können :-)
Musik: 8,5
Sound: 8,5
Spielzeit: 52:48
(THE MIGHTY SCI!)
Was beginnt wie ein absolut mies produzierter und uninspiriertes
Doom/Death-Aufguss steigert sich zur Mitte des Albums hin zum immerhin
ganz erträglichen, groove-lastigen Death-Brett. Und dann ist es auch
schon wieder vorbei. Irgendwie schade, denn mit etwas mehr Feingefühl
hätte man hier deutlich mehr rausholen können.
Musik: 6,0
Sound: 2,0-4,0
Spielzeit: 31:41
(BAD PEON)
Der Name Rob Rock sollte wohl (fast) jedem ein Begriff ein, sang Rob
doch schon seit 1986 bei so bekannten Acts wie M.A.R.S., IMPELLITTERI
oder AXEL RUDI PELL Alben ein. Nun wagt er das erste Mal den Schritt
nach draussen und veröffentlicht mit seinem Soloalbum "Rage Of Creation" ein Werk, dass sich dem klassichen Heavy Metal verschrieben hat,
dabei jedoch weder altmodisch noch langsam klingt, sondern auch gerne
Mal in Richtung Melodic Speed schielt. In diesem Genre darf man natürlich keine bahnbrechenden Innovationen erwarten, aber ich denke, solche
würden das Album eher zerstören als es zu bereichern. Neben 10 von Rob
und seinem Produzenten und Mit-Musiker Roy Z geschriebenen, abwechslungsreichen Kompositionen findet sich ausserdem eine gelungene ABBA (!) Coverversion "Eagle" auf der CD, die ein wenig Doom-angehaucht daherkommt.
Für mich ist "Rage Of Creation" eine der grossen Überraschungen dieses
Jahres, und die CD rotiert seit einigen Tagen beinahe stündlich in meinem Player. Gute Musiker (u.a. Jake E. Lee als Gastgitarrist), ein herausragender Sänger und Songs, die einfach ins Ohr gehen, ohne dabei
penetrant zu wirken... das Ganze noch gut produziert - was will man mehr?
Es ist schade, dass qualitativ hochwertige Alben wie dieses oft weniger
Verbreitung finden als die über den grünen Klee gelobten Trend-Bands...
darum solltet ihr auf jeden Fall mal 'reinhören!
Musik 9,5
Sound 8,0
Spielzeit: 48:35
(REVEREND)
Wer kennt sie nicht? Hammerbart, Kiff Handball und Präservativ Miefel
haben bereits mit ihrem Debüt "E-Pullution" von sich reden gemacht. Das
Teil war mindestens so gut wie damals BOROMIR's "Fighting For The Oernst",
wisst Ihr? Und systemkritisch war es auch, so nach dem Motto "alles was
mit E anfängt, ist Scheiße. E-Mail, E-Commerz, E-nterprise, E-Banking,
E-ssen und E-vilution. Jetzt sind sie endlich zurückgekehrt, 25 Jahre
nach ihrem Sensationsdebüt. Damals waren sie ja noch im Vorpommern äh - Vorprogramm von PINK FLUYD, TIEF BUBBL und THE HÄHH?, aber jetzt
sind sie einen Schritt weiter - nämlich im Fotograben. Und wenn sie
nicht gerade im Fotograben sind, um Adrian Smith' Absturz mitzuerleben,
dann hören sie sich die neue MAIDEN an. Oder auch nicht. Kommen wir zu
den Songs: "Reiß mich auf, Brieföffner", "Mach mich spitz, Bleistift"
oder "Leck mich, Briefmarke" sind Metal-Hymnen für die Ewigkeit, überzeugen mit reißenden Riffs, spitzen Songwriting und leckerer Produktion.
Auch die herzzerreissende Ballade "Fick mich mit dem Besenstil" und die
instrumentalisierende Instrumentalabfahrt "Ick bin keen Bärliner" mit
einem fünfminütigen Furzsolo (in Dur und Moll die komplette Tonleiter
rauf und runter!) gehört zu den metallischen Highlights der Saison. Ja!
Ein Album, das keine Wünsche offenlässt, höchstens den Schließmuskel.
So muß das sein!
Musik: Kult!
Sound: Warum!
Spielzeit: 59:59
(THE LIGHTY SKY?)
Mit 8-monatiger Verspätung erscheint endlich der für April 2000 angekündigte zweite Teil der "Divine Gates"-Saga, mit der SKYLARK versuchen,
einem David DeFeis in irgendeiner Form Konkurrenz zu machen. Natürlich
nur im groben Zusammenhang betrachtet. Musikalisch wird auch weiterhin
melodischer Italo-Speed geboten. Nett gemacht, doch vom berühmten Hocker
vermag mich auch dieses Album nicht zu reißen. Zu gleichförmig, zu wenig herausragende Ideen - wer eine unaufdringliche Hintergrundbeschallung sucht, die weder die für die Story notwendige emotionale Tiefe (auch
in Punkto Gesang), noch die notwendige Übertragung des Konzepts auf die
Musik aufzubieten vermag, kann hier ruhig ein Ohr riskieren. Was mich
allerdings ein wenig verwirrt: genau wie bereits auf seinem Solo-Album
"Whan Water Became Ice" stammen alle Songs aus der Feder von Eddy Antonini - und doch hat mich sein Solowerk deutlich mehr überzeugen können,
als dieser (für mich völlig unverständliche) Verkaufsschlager aus dem
Hause Underground Symphony. Spart Euer Geld lieber für eine großangelegte Bestellung und ordert am besten noch heute die neuen Alben von
HANKER, ETERNAL DARKNESS und MÄGO DE OZ und alles wird gut :-)
Musik: 5,5
Sound: 8,0
Spielzeit: 51:55
(THE MIGHTY SCI!)
Alterna-HipHop den nun wirklich kein Mensch braucht, "feat. Sen Dog of CYPRESS
HILL" sagt ja wohl schon alles. Von Euch Lesern hier wäre wohl keiner auf die
Idee gekommen das Ding anzuschaun, also kann man hier auch gleich wieder Schluss
machen...
Musik: 1,0
Sound: 4,0
Spielzeit: 38:08
(BAD PEON)
TENEBRE sind eine schwedische Horror-Heavy-Metal Band. Sie sind die
Nachfolgeband der Thrasher FLEGMA und haben seit ihrer Gründung im
Jahre 1996 zwei Alben veröffentlicht. Klanglich sind sie zu vergleiTALLICA, wobei sie ihrem Sound auf ihrem jüngsten Werk einige elektronische Elemente beigemischt haben, die sich jedoch nicht penetrant
über den Gesamtsound legen, sondern den Gitarren nach wie vor die dominante Rolle zusprechen und eher atmosphärisch mitwirken (in etwa wie
auf den aktüllen IN FLAMES oder DARK TRANQUILITY Alben). Auf "Mark Ov
The Beast" wechseln sich treibendere, schnellere Stücke und eher
schleppende, böse Mid-Tempo Nummern ab. Der Sänger Kalle Metz vermittelt dabei beste Gruft-Horror-Film Atmosphäre durch seine extravagante Stimme, die harsch, aber nie unmelodisch klingt. Doomig, heavy,
gut produziert - als Gast wirkte in einem Song Steve Sylvester von
DEATH SS mit, der einige Vocals stiftete. Ein gutes Album ohne nennenswerte Ausfälle und mit einigen Hits.
Musik: 8,5
Sound: 7,5
Spielzeit: 53:23
(REVEREND)
THANATOS versuchen hier an ihre Popularität in den 90er anzuknüpfen, mein Gott
wie lange sind die 90er schon her. Das letzte Album stammt von 1992 und von
den ursprünglichen Bandmitgliedern ist nur noch eines (als Zahl: 1) übrig,
nämlich Bandleader Stephan Geb‚di. Ähnlichkeiten mit dem alten Material
sind somit von vornherein auszuschliessen. 1999 wurden die bisherigen beiden
Alben übrigens remastered rereleast mit dem Demo als Bonus, falls jemand
selbst vergleichen möchte.
Musik: 7,5
Sound: 8,0
Spielzeit: 43:12
(BAD PEON)
Praktisch als Rückblick auf die glorreichen Tage bringen Massacre noch
eine letzte CD ihres unlängst der mütterlichen Obhut entwachsenen
Schützlings auf den Markt. Diese enthält neben zwei mehr oder weniger
raren Tracks ("Samantha" und "Virago": Während ich bei letzterem das
Seltenheitskriterium noch durchgehen lasse, war er doch nur auf dem Japan-Import des Albums "Aegis" und auf einer Limited Edition Shape-CD zu
finden, wirkt es bei "Samantha" eher lachhaft, zumal der Song mit der
Digipak-Edition selbigen Albums auch hier rauskam, welche zeitweise bei
einem bekannten deutschen Mailorder-Versand für 9,99 DM (!) zu erwerben war) enthält die CD auch noch vier Club/Techno Remixes, die ich
getrost und ohne schlechtes Gewissen als ausgesprochen durchschnittlich,
aber tanzbar (UM GOTTES WILLEN!!!) bezeichnen würde. Viel mehr kann man
zu dieser Mini-CD eigentlich nicht sagen, ich denke mal viele alte Fans
der Band werden die Tracks entweder schon haben oder entbehren können
(die Remixes sind wirklich ETWAS flau). Für alle anderen ist es vielleicht die letzte (?) Gelegenheit, ihre TOT-Sammlung zu vervollständigen. Das Ganze erscheint offiziell als Mini-Album, also muss ich den
Inhalt auf einen gemeinsamen Nenner bringen und in einer Endnote festhalten. Nun, weder "Samantha" noch "Virago" sind absolute Killertracks
(aber solide TOT-Qualität), und auf die leidigen letzten 4 Tracks
möchte ich hier nicht näher eingehen, also positioniert sich das
ganze musikalisch im durchschnittlichen Bereich. Gegen die Produktion
ist nicht viel einzuwenden, denn Pete Coleman versteht sein Handwerk...
Bleibt also nur noch, die Geldbörse bezüglich des Preis-/Leistungsverhältnisses zu befragen. Die meine verweigerte in diesem Zusammenhang jedoch die Aussage und nimmt seitdem Antidepressiva.
Musik: 5,0
Sound: 7,0
Spielzeit:
(REVEREND)
Die schwedischen RAC-Chartbreaker mit ihrer neusten Single, die sie speziell ihren deutschen Fans gewidmet haben. Mit knapp über acht Minuten
ist das Teil wirklich Scheiße kurz, aber die Idee, die Aufmachung und
die Liebe zum Detail gleicht dieses Manko mehr als aus. Die ersten beiden Stücke "Der Gott, der Eisen wachsen ließ..." und "Ich hab' mich ergeben" sind alte deutsche Volksweisen, welche in der Zeit um 1818/1820
entstanden sind. Hier aufgepeppt im modernen und professionell druckvoll produzierten RAC-Gewand. Sozusagen als Bonus ist mit dem schwedisch
gesungenen "Nu grönskar det" der kommerziell erfolgreichste Hit der
Truppe mit an Bord. Das gleichnamige Album schaffte es sogar auf Platz
2 der schwedischen Charts und wollte von dort gar nicht mehr runter.
Zwei Songs aus einer Zeit, als man auf unser Herrmannsland noch stolz
war, weil es ein Land der Dichter und Denker war und noch nicht jeder
gleich ein Nazi war, der darüber gesungen oder geschrieben hat, wie
schön unser Land doch ist. Im 18(!) seitigen Booklet findet man neben
den Texten deshalb auch noch zahlreiche Bilder und Zitate deutscher
Dicht-, Mal und Fotografierkunst, das Coverartwork ist wirklich genial
geworden (wobei die Artworks von ULTIMA THULE eh meist ziemlich gut
sind) und auch der schwedische Akzent hält sich in Grenzen, jedenfalls
versteht man die Texte ganz gut. Da heißt es zuschlagen, denn das Teil
wird bestimmt mal ein rares Sammlerstück.
Musik: 10,0
Sound: 9,0
Spielzeit: 8:24
(THE MIGHTY SCI!)
Kontakt: http://www.dimrecords.de
Höhepunktsloser Death/Black/Trash-Brei, der irgendwie vollkommen gesichtslos und uninterressant rüberkommt. Vielleicht sollten sie mal
ausloten, ob man bei der Produktion nicht mehr (oder überhaupt auch
nur ein klein wenig) Power rausholen könnte. Dieses Album finde ich
jedenfalls nicht hörenswert, und zwar für niemanden.
Musik: 5,0
Sound: 3,0
Spielzeit: 53:28
(BAD PEON)
Trulala und hallo! Die dritte VINTERSORG dürfte wohl als Meilenstein
des Viking-Folk Genres durchgehen. Obwohl seinen Alben durchaus immer
eine ähnliche Grundstimmung innewohnt, erweist sich Vintersorg einmal
mehr als musikalisches Chameläon. Mit "Astral And Arcane" bricht ein
infernalistisches Riffgewitter los, das gleich wieder ruhig wird, Vintersorg singt in allen erdenklichen Stimmlagen, diesmal verstärkt von
Mattias Marklund als zusätzlichen Gitarristen. VINTERSORG hat seine ganz
persönlich Ansicht zu Viking-Metal perfektioniert, einen völlig eigenständigen Stil mit massig schönen Melodien und Hammerriffs geschaffen.
Obwohl das komplette Album auf einer Linie steht und eigentlich nur mit
guten Stücken aufwartet, stechen zwei Songs besonders hervor: das URIAH
HEEP-Cover "Rainbow Demon", welches grandios interpretiert noch eindringlicher als das Original rüberkommt und "Naturens Galleri", eine True-
Metal kompatible HYMNE der Superklasse die im Refrain förmlich explodiert. Ansonsten schwelgt der elegische Titeltrack in großen 70er-Melodien mit JETHRO TULL-mäßigen Flötenspiel im Hintergrund, während "A Dialogue With The Stars" bereits von verschiedenen Samplern her bekannt
sein sollte und schon für sich alleine einen Kaufgrund darstellen dürfte.
Musik: 9,0
Sound: 8,5
Spielzeit: 50:18
(THE MIGHTY SCI!)
Nach den drei Studio-Solowerken "The Pros And Cons Of Hitch Hiking"
(1984), "Radio K.A.O.S." (1987), "Amused To Death" (1992) und der 1990er
Live-Vertonung von "The Wall" mit etlichen Gast-Sängern erscheint dieser
Tage nun das zweite Live-Album und das erste, welches auch Songs seiner
drei Studiowerke beinhaltet. Die Betonung liegt hier allerdings deutlich
auf "auch", denn dominiert wird die Doppel-CD in erster Linie von PINK
FLOYD-Material. Von den 24 Songs sind nur 8 von Roger Waters Solo und
nun kommen wir zu den Schwächen dieser Veröffentlichung: Waters kann
die Gesangsparts von David Gilmour einfach nicht singen, ja, interpretiert sie gar schauderhaft. Auch das Gitarrenspiel von Snowy White,
Doyle Bramhall II und Andy Fairweather kann nicht überzeugend, denn obwohl sie allesamt großartige Musiker sind, kann scheinbar nur Gilmour
selbst seine Stücke so interpretieren, wie sie auch einmal gedacht waren.
Der Sound ist sowohl für PINK FLOYD- als auch für Roger Waters-Verhältnisse völlig unbefriedigend. Der Bass ist zu dumpf, Höhen sind faktisch
keine vorhanden. Umso überzeugender hingegen die Parts, die Waters schon
immer selbst gesungen hat. "Set The Controls For The Heart Of The Sun"
oder "Dogs" beispielsweise werden hier in grandiosen Versionen dargeboten,
bei "Shine On You Craze Diamond" - hier alle 8 Teile in einem Stück übertrifft sich der zusammengewürfelte Haufen Star-Musiker sogar selbst
und fährt mit wahren Höchstleistungen auf. Ich weiß wirklich nicht, was
ich dazu noch sagen soll, PINK FLOYD ohne Roger Waters und Roger Waters
ohne PINK FLOYD - keine dieser beiden Konstellationen kann wirklich
überzeugen.
Musik: -/- (10,0)
Sound: 6,5-7,0
Interpretation: 4,0-10,0
Spielzeit: 72:32, 75:09
(PIRATE QUEEN)
Musik:
Sound:
Spielzeit:
Na endlich erwachen einige Bands aus ihrer Erstarrung und nutzen unser
Internet-Magazin um ihre Band vorzustellen. Das wird aber an einem nichts
ändern: wir bleiben grausam, aber gerecht :-) Noten gibt's für Eigenproduktionen/Demos nicht, da sich sie meistens kaum mit professionellen Releases vergleichen lassen. Von der Idee, für diese Sparte ein eigenes
Notensystem einzuführen, sind wir wieder abgerückt. Das heißt aber IN KEINEM FALL, dass hier vorgestellte Bands generell schlechter sind, als ihre
Kollegen mit Plattenvertrag - im Gegenteil! Manche sind sogar besser...
Dies ist bereits die zweite Eigenproduktion dieser Band aus Bremen, die
mit einer faszinierenden Mischung von Doom Metal und Gothic-Elementen
aufwartet. Es ist nicht ganz einfach, den Sound der Truppe zu charakterisieren, da er mehr als nur ein paar Einflüsse verarbeitet. Was
hingegen sofort auffällt ist die Stimme des Sängers Joerg Schlichting,
den Unwissende wohl unmittelbar als Warrel Dane von NEVERMORE identifizieren würden, so sehr gleichen sich die Stimmen der beiden. Nein, dies
ist keine Kritik - dies ist ein Kompliment, zumal Warrel Dane die wohl
abgedrehteste und faszinierendste Gratwanderung zwischen seriösem Sänger und wahnsinnigem Psychopathen in seinen Songs durchläuft. Bisher
dachte ich, seine Art des Gesangs sei einzigartig - nun weiss ich, dass
es mindestens eine Person gibt, die ihm das Wasser reichen kann. Nun,
zurück zu diesem Album... Zum genannten Gesang von Joerg gesellt sich
als weibliches Gegenstück Ira Wohlgemuth, die die männlichen Vocals
durch nicht minder emotionale weibliche Aspekte bereichert. Wer nun jedoch denkt, wir hätten es mit einer weiteren THEATRE OF TRAGEDY Kopie
zutun, der liegt ziemlich falsch, denn Ira beweist, dass auch Frauen
sehr ausdrucksstark und vor allem aggressiv singen können. Stellenweise
würde ich mir für den Frauengesang fast schon etwas mehr Harmonie
wünschen, aber diese Variante ist zumindest innovativ (wenn auch leicht
gewöhnungsbedürftig). Als kleine Anmerkung am Rande möchte ich darauf
hinweisen, dass Ira Wohlgemuth inzwischen nicht mehr bei DECEMBER DAWN
singt. Sie wurde durch kürzlich durch Sabrina Szonn, eine geschulte Koloratur-Sopranistin, ersetzt - ich bin wirklich gespannt, wie sich der
Sound der Band dadurch verändern wird. Zu gegebenem Zeitpunkt liegen
leider noch keine Studioaufnahmen der neuen Besetzung vor. Nun, bei Betrachtung der instrumentalen Seite der Musik bemerkt man deutlich die
unterschiedlichen Stile, die hier zu einer Einheit verschmelzen. Die
Songs werden grösstenteils von schwermütigen Doom-Riffs begleitet,
die jedoch nie zu langsam gespielt sind, so dass man durch die Musik
nicht in einen desolaten Zustand versetzt wird (wie es beispielsweise
bei MY DYING BRIDE der Fall ist). Schöne Keyboardpassagen sind ebenso
enthalten wie Akkustik-Gitarren Parts, teilweise gehen die Gitarristen
sogar aus sich heraus und liefern einige knackige Power Metal Riffs
(bisweilen sogar richtig progressiv). Ich frage mich, wenn ich etwas
Derartiges höre, wieso die Band noch nicht bei einem grösseren Label
unter Vertrag ist - denn sogar diese (exzellente) Eigenproduktion
hängt ungefähr 80% der sonstigen Veröffentlichungen auf diesem Sektor spielend ab. Vielleicht sind sie einfach zu anspruchsvoll für den
durchschnittlichen Düster-Metaller? - Andererseits: Das sind OPETH
auch. Also... Labels dieser Welt, sorgt endlich dafür, dass diese Band
die Anerkennung bekommt, die sie verdient. Zumindest meinen Respekt hat
sie schonmal, und ich hoffe, man hört noch viel von ihnen in der nahen
Zukunft.
(REVEREND)
Kontakt: Olaf Pinnow, Würzburger Str. 64, D-28215 Bremen
Preis: 26,- DM inkl. Porto und Verpackung
HAMMER! HAAAAAAAAAAAAAAAAAAAMMMERRRR!!! Kennt irgendwer diese Engländer?
Wohl kaum. Und doch gehen sie zusammen mit STRATOVARIUS und HALFORD auf
U.K.-Tour. Da müssen sie doch etwas besonderes sein, oder? Sind sie auch!
Batallione an Melodic-Speedbands würden sich den einen oder anderen Arm
herausreißen, wenn sie auf ihrem ersten, zweiten oder vielleicht sogar
auch dritten Album auch nur ansatzmäßig die Qualität und Professionalität dieser Newcomer an den Tag legen könnten. Rasende Gitarrenläufe,
knallige Hochgeschwindigkeitshymnen wie der Titeltrack oder das nachfolgende "Revelations", die gefühlvolle, aber niemals kitschige Ballade
"Starfire" und zum Abschluß dieser EP nochmal zwei Lichtbrecher der
Sonderklasse "Black Winter Night", "Disciples Of Babylon" machen dieses
"Demo"?!? (<- Frefel!) zu einem MUSS in den Regalen eines jeden STRATOVARIUS-, HELLOWEEN-, GAMMA RAY- oder HAMMERFALL-Anhängers. Das geilste
am Schluß: die komplette EP (digital-remastert, in voller Länge und verdammt guter Soundqualität!!!) könnt Ihr Euch via www.mp3.com auf den
heimischen Computer herunterladen, auf der Homepage dieser Speed-Kings
findet der Interessent dann auch noch Front- und Backcover der CD sowie
ein Windoz-Hintergrundbild und ein komplettes WinAMP-Layout. Das nennt
man überzeugend! Wer lieber ein Original möchte, kann sich auf der Homepage natürlich auch die gepresste CD bestellen, auf der die fünf Stücke
sowohl im Audio- als auch im MP3-Format abgelegt sind und die bestimmt
spätestens nach dem Debütalbum zum raren (und teueren) Sammlerstück
avanchieren dürfte.
(THE MIGHTY SCI!)
Spielzeit: 33:16
Kontakt: http://www.dragon-heart.net
Diese finnische Band wurde bereits im Herbst 1995 gegründet, haben bereits zwei Demos veröffentlicht und beim Label HellaRecords nach einer
Tour mit CHILDREN OF BODOM eine Drei-Song Single veröffentlicht, wurden
von diesem Label aber alsbald wieder fallengelassen und somit stehen
die fünf Jungens nun wieder ohne Deal in der Welt herum. Die Band behauptet, dass sie definitiv keine Black-Metal Band sind, auch wenn sie
sich ein wenig danach anhören. Dark-Metal dürfte dem Sound der Band, der
zwar einen gruftigen Black-Metal Krächz-Gesang, andererseits aber genügend Melodien zu bieten hat, noch am gerechtesten werden. Das vorliegende Demo ist leider nur etwas über acht Minuten lang, hat jedoch genügend
Fazetten zu bieten, um interessant zu wirken. Ob man das Ding hier überhaupt kaufen kann, müsst Ihr selbst erfragen, denn mir liegt nur eine
CD-R vor und Informationen über etwas gepresstes liegen nicht vor. Fans
von mittelalten SENTENCED können hier mal reinhören, wer auf Dark-Metal
steht, macht auch nicht viel falsch.
Spielzeit: 8:40
Kontakt: Johannes Salo, Kukinkuja 10 A 21, 01620 Vantaa, Finland
elenium666@hotmail.com, job80@hotmail.com
(THE MIGHTY SCI!)
Diese Prog-Rocker aus der schönen Schweiz gibt es bereits seit 1997.
Im gleichen Jahr erschien ihre erste Demo-CD "Life Will Live On", zu
der ich Euch leider nichts sagen kann. 1999 waren sie dann mit einem
Track auf dem "Progressive DisDURPance Vol. 2"-Sampler vertreten, wobei
dieses Stück unter vielen guten Stücken zu den Highlights zählte. Nun
sind sie mit einer neuen EP am Start, die drei neue Stücke beinhaltet:
"Got Used To It" mit knapp 9 Minuten, "3rd November" mit über 11 Minuten und "Un-Coming" mit knapp 7 Minuten. Geboten wird eine interessante
Mischung aus allen möglichen Zutaten des 70er Prog-Rocks, vorallem die
Gitarren haben sehr starke PINK FLOYD-Einflüsse, die Arrangements lassen
MARILLION, SAGA, DREAM THEATER und so manch anderes durchschimmern, ohne
allerdings in irgendeiner Form davon abzukupfern. Prog-Fans sollten auf
diese hoffnungsvolle Band ein Auge werfen oder doch besser gleich mal
ihre CD ordern.
Musik: 8,5
Sound: 7,5
Spielzeit: 26:58
(PIRATE QUEEN)
Kontakt: Dazed Music, Maja Tinner, Kilchbergsteig 2, 8038 Zürich, Switzerland
mobile: +41 79 426 78 38, phone/fax: +41 1 483 06 40, dazedmusic@mail.com
Internet-Order: www.cdbaby.com/moondaze via Kreditkartenzahlung
Eine schwedische Band, die sich dem Power-Metal verschrieben hat, ist
beileibe nichts mehr Neues. Die vier Mitglieder wurden von ACCEPT, DIO,
BLACK SABBATH und IRON MAIDEN beeinflusst, wobei die MAIDEN-Einflüsse
allerdings deutlich weniger zutragen kommen als bei vielen anderen Kapellen. 1999 gab's von ihnen bereits eine 3-Track Promo zu hören, auf
der aktuellen Scheibe werden uns fünf neue Songs präsentiert, wobei in
der Zwischenzeit im April 2000 ein zweiter Gitarrist zur Band gestoßen
ist. Gemixt und gemastert wurde das Release übrigens von Andy La Roque
(KING DIAMOND, DEATH), was der Scheibe leider nicht mehr deutlich anzumerken ist. Schlecht ist der Sound allerdings nicht. Zum Inhalt: die
Gitarre beherrschen die Jungs schonmal ganz gut, der Sänger kreischt oft
in ziemlich hohen Tonlagen herum, während er gleichzeitig für die zweite Gitarre zuständig ist, während die Songs nicht gerade auf Mitgröhloder Melodic-Speed getrimmt sind, sondern mit einem leichten NWoBHM-
Touch ausgestattet eher an so manche 80er-U.S. Metal Band erinnern.
Spielzeit: 19:58
Kontakt: http://www.risingfaith.com
Rising Faith, Hedeborgsgatan 3, 511 58 Kinna, Sweden
E-Mail: webmaster@risinfaith.com
Preis: 14 DM/6 $/14 œ/50 SEK inkl. P+V
Trotz guter Ansätze im Songwriting und halbwegs vernünftiger Produktion
gelingt es den Hamburger Thrashern nicht den Hörer voll auf ihre Seite
zu ziehen. Daran schuld sein dürften unter anderem die teilweise etwas
stupiden deutschen Texte, wobei man ja eigentlich froh sein müsste, dass
man den Text von 90% aller Metal-Releases nicht unbewusst verstehen
kann), den etwas wiederholungslastigen Songs und vor allem an dem nicht
so recht zusammenpassenden Sound der Band. Zwei völlig unterschiedliche
Gitarren strapazieren das Ohr, insgesamt vier Sänger verwirren den
Hörer, wobei hier ein Faktor die Hauptrolle spielt: Der Unterschied
zwischen halb-cleanem Gesang und guten Growls. Nur mit Growls wäre das
Album sicherlich besser zu ertragen geworden. Trotzdem ist hier doch
Talent versteckt. Also Jungs, es kann noch besser werden!
Interessenten besuchen bitte die Homepage, Online-Bestellung möglich,
Kostenpunkt pro CD DM 20,- plus DM 3,- Porto, Bezahlung per Vorkasse,
ausserdem gibt's MP3s und den üblichen Kram.
Musik: 6,0
Sound: 7,0
Spielzeit: 38:23
(BAD PEON)
Kontakt: http://www.talknet.de/~Rohbau
E-Post: Euternadel@t-online.de
Wie der Name schon vermuten lässt, handelt sich hier nicht um eine bier-
ernste Band, sondern um einen Verein von Spassvögeln, die uns hier mit
ihrem inzwischen 12ten Album geglücken. Dass sie nie den Durchbruch ge-
schafft haben, liegt vielleicht in der Menge der Geschlechtsorgane auf
den Cover und dem Erscheinen in einem Land, in dem sowas kriminalisiert
wird: Den US von A. Musikalisch ganz schön heavy, textlich bitterböse
und immer wieder mit Kritik an der verspieáten und scheinheiligen
(Medien-) Gesellschaft der USA kann einen diese Band recht schnell für
sich gewinnen. Wer also eine Ader fürs krank-odinäre hat, der sollte
sich diese CD holen.
Musik: 7,0
Sound: 6,0-7,5
Spielzeit: 69:01
(BAD PEON)
Kontakt: http://members.aol.com/Skitzo70/
SKITZO, P.O. Box 1721, Healdsburg, CA, 95448 USA
Telefon: +1-707-433-NUTS
Zur Abwechslung mal wieder eine Melodic-Speed-Band aus Italien. Lange
nicht mehr dagewesen :-) - doch ARACHNES machen ihr Sache eigentlich
ganz gut. Geiles Cover (wie eigentlich immer bei Underground Symphony)
im nett aufgemachten Digipack sowie vier Stücke, wobei "Arachne" und
"Lady Death" wohl auf dem kommenden Album zu finden sein werden, während
"Open Your Eyes" aus der "The Goddes Temple"-Session stammt und mit
"First Of All" ein bereits bekanntes Stück unplugged mit Klavier dargeboten wird. Der Opener überzeugt mit mit tollen Backgroundchören und
toller Melodieführung, "Lady Death" ist etwas progressiver und wartet
mit einem kurzen, aber ziemlich coolen Orgel-Solo im Hintergrund auf.
"Open Your Eyes" kann dieses Niveau nicht ganz halten und weiß leichte
IMPELLITTERI-Schriftzüge auf, "First Of All" besteht nur aus Klavier
und Gesang und hebt sich somit erfrischend von anderen Unplugged-Experimenten, die meistens auf Gitarre basieren, ab. Die Texte aller vier
Stücke sind dabei und so kann man mit dem Kauf dieser Single eigentlich
auch gar nichts falsch machen.
Musik: 8,0
Sound: 8,0
Spielzeit:
(THE MIGHTY SCI!)
Gesichtet bei: Hellion
Der Metalmarkt in den ehemaligen Ostblock-Staaten ist ja nach der Wende
irgendwie ziemlich zusammengebrochen, entsteht derzeit aber langsam wieder und so meldet sich mit ARCHONTES einer der ersten neueren Bands aus
Russland bei uns an. Von Exotik kann hier jedoch keine Rede sein, denn
Eigenständigkeit ist nicht gerade ein Begriff, mit dem die Band assoziiert werden könnte. Mit Können dafür umso mehr. Dem Melodic-Speed hat
man sich verschrieben. Eingängige Refrains, Gitarrensolis im Überschallmodus, hoher Gesang und bereits im Opener und Titeltrack wird auch nicht
mit Atmosphäre und Epic gegeizt. Wenn man schon nicht mit russischen
Einflüssen aufwarten kann, dann bei "Whisper Of Time" immerhin mit asiatischen. Bei der Halbballade "Mother Russia" (top arrangiert!) widmet
man sich immerhin textlich seinem Heimatland, in dem der Verfall der
einstigen Großmacht angeprangert wird. Die vielen klassischen Arrangements und der (für so manchen bestimmt gewöhnunsbedüftige) Gesang lassen ARCHONTES auch für Insider nach Außen hin als italienischen Italo-
Verschnitt aussehen, doch sie sind ohne weiteres zu Größerem fähig, das
Potential wäre dazu zweifelsfrei vorhanden. Am Ende der Scheibe gibt es
noch eine überraschende Coverversion von Freddie Mercury's "Living On
My Own" - bombastisch, Keyboard-getränkt, etwas umarrangiert (mit Jazz-
Klavier!!!) und doch deutlich härter als das Original, leider kommt
hier nur der Akzent des Sängers recht deutlich zum Vorschein, ansonsten
ist das Teil ziemlich gelungen. Alles im Allem ein interessanter Newcomer, deren weiteres Schaffen ich sicherlich im Auge behalten werde.
Anhänger dieser Stilrichtung, Fans von HELOWEEN bis EDDY ANTONINI, von
VISION DIVINE bis SONATA ARCTICA können hier bedenkenlos zugreifen,
wenn - ja wenn sie diesem Sound noch nicht überdrüssig sind.
Musik: 8,0
Sound: 8,0
Spielzeit: 46:05
(THE MIGHTY SCI!)
MP3s zum Probehören:
Keinen Italo-Speed, aber dafür ganz, ganz "truen" Wimpkiller-Metal der
Helden- und Drachenliga spielen die Schweden FRETERNIA, die beim gleichen Label wie MORIFADE und PERSUADER gelandet sind. So bollert "Worst
Of Enemies" auch gleich mit fetten Gitarren und Chören los und macht dabei gar keine so schlechte Figur. Es gehört aber inzwischen ein bißchen
mehr dazu, als seine Instrumente gut zu beherrschen und blutige Schlachtlyric zu schreiben. FRETERNIA schaffen es nämlich trotz hohem Niveau
nicht, dass sich zu irgendeinem Zeitpunkt ein Aha-Erlebnis breit macht
oder dass sich ihre Stücke im Gehörgang festsetzen. Kurzgesagt: das Teil
ist total langweilig!
Musik: 6,0
Sound: 7,5
Spielzeit: 44:13
(THE MIGHTY SCI!)
Gesichtet bei: Hellion, Rising Sun, Hard-Boiled
Hier Probehören: ""
Kennt Ihr das Gefühl, vor der Stereoanlage zu sitzen, auf Play zu drücken und dann bläst Euch plötzlich etwas unerwartetes aus dem Stuhl? So ungefähr hat es sich zugetragen, als die ersten Töne des mächtigen Eröffnungsstückes "Ad Patres" erklangen und einem Magnetfeldimpulsator ähnlich in mein Trommelfell rotiert ist, um sich auf Ewigkeiten darin festzusetzen. Weitere 10 Stücke, weitere 10 Hits, das kann nicht wahr sein!
Ist das das Album, dass JAG PANZER nie aufgenommen haben? UNSTERBLICHE
Gitarrendampfwalzen eines Patrick Gravel und eines Pascal Cliche (der
gleichzeitig singt (nagut, singen ist maßlos untertrieben - INTONIERT und exakt in der gleiche Stimmlage wie JAGDPANZER-Frontmann Harry (The
Tyrant) Conklin schlägt) - gibtïs das? Ja das gibtïs! Auf ihrer dritten
zelebrieren vier Ausnahmemusiker 1000% True-Metal pur, ohne dabei in
irgendeiner Form altmodisch zu klingen. "Snakes And Ladders" klingt wie
der offizielle Nachfolger zu "Ample Destruction" und könnte direkt aus
dem Jahr 1985 oder 86 ins Jahr 2000 teleportiert worden sein - doch die
Musik ist zeitlos, die Riffs sind mächtig und Alles in Allem fragt sich
der Rezensent nun, warum ägerlicher New Metal der Marke Lick Pisskid
massenhaft Alben verkauft, während HANKER nicht mal nen Eurodeal haben.
Wer die Ode an die Fans "Hail To You" oder das sprachlos machende Instrumental "Fool's Paradise" (auf Wiedersehen, ihr Italo-Billigplagiate)
je vernommen hat, wird mir da zustimmen MÜSSEN. Wem beim atmosphärischen
"The Eternal Struggle" keiner abgeht, der hat Heavy Metal nicht verstanden. In diesem Song passiert mehr, als auf der kompletten aktuellen HELLOWEEN-Scheibe. "Snakes And Ladders" ist Herzblut pur. Ein Album, das
noch Emotionen freisetzt und bei dem ich gebannt vor der Stereoanlage
knie und frage: "Wer seid Ihr, dass Ihr nicht bangt?" (Zitat: Günter Eich)
Musik: 9,5
Sound: 7,0
Spielzeit: 53:37
(THE MIGHTY SCI!)
Gesichtet bei: Hellion
Hier Probehören: "Hail To You"
Heavy Metal aus Argentinien ist nicht alltäglich und weil dem so ist,
ist auch die Aufmachung nicht alltäglich: ein Doppel-CD Package im Digipack mit 50(!)-seitigem Booklet, das neben den leider für uns nicht so
verständlichen spanischen Texten massig schwerst geile Artworks mehr
oder weniger bekannter Künster enthält (darunter Luis Royo, Tim White,
J.K. Potter, Les Edwards u.a. - insgesamt 20(!) Stück). Vielleicht ist
das Teil ja deshalb so teuer.
- CD 1 -
Das Teil beginnt mit den abgefahrensten "Screams Of Metal" seit Rob Halford, aber eben auch mit ziemlich staubiger Produktion. Spanische Gitarren erklingen, eine Power Metal-Abfahrt beginnt und wenn man geneigt
ist zu denken, dass der Song langsam mit verzerrten Saiten zuende geht,
schwengt das Teil plötzlich zu einem Prog-Metal Song der Marke POWER OF
OMENS um, nur um kurze Zeit mit einem IRON MAIDEN-Riff wieder alles umzuschmeißen und die Brücke zum ersten Teil wieder aufzugreifen. Das alles passiert wohlgemerkt nur im über 7«-minütigen Opener "Aguante el
Rock", bevor die 11-Minuten-Schwarte "Muneca de T.V." erstmal mit 70er-
Keyboards zu verwirren weiß, unterbrochen von einem fiesen Lacher, bevor
das ganze wieder mit MAIDEN-Gitarrenläufen in eine Hyperspeed-Granate umschlägt, die alsbald in sämtlichen Geschwindigkeiten variiert, unterbrochen von einem längeren Instrumentalpart. Der echte galaktische Wahn!
Mit "Gritalo" folgt wieder ein 7-Minüter, der diesmal gemählich beginnt,
mit ruhigem Gesang, bevor der Sänger wieder zum Scream-Agressor mutiert.
Bisher ein einwandfreies 9-Punkte Werk mit deutlichem TIERRA SANTA-/MAIDEN-Einschlag. "Linea Venenosa" ist eine Ballade mit weiblicher Unterstützung, die daran erstmal auch gar nichts ändert. Bei "Ironico Ser"
wird's dann erstmals bizarr. Eine Hammond-Orgel verbreitet ELP-Flair,
der Sänger klingt plötzlich türkisch (eyeyeyey - klingt nach Muezin)
und überhaupt zucken plötzlich meine Finger und wollen Richtung "Skip"-
Taste wandern. "Primer Mundo" eröffnet mit Orgel und Malmsteen-Gitarren
und muß von jemandem abgemischt worden sein, der links weniger hört als
rechts, denn rechts höre ICH nämlich GAR NIX. Ja ist denn scho Taubheit?
Also sowas unprofessionelles muß ja nun wirklich nicht sein. Zuerst hatte ich ja gedacht, meine links Box wäre ausgefallen... geht aber nicht,
die ist ja von JBL :-) Danach wird's wieder viel besser, bevor das überlange und gute "Leviathan II" den Abschluß der ersten CD bildet.
- CD 2 -
Unterscheidet sich ziemlich deutlich von der ersten. "Antiheroes" beginnt mit einem unschuldigen Gitarrenspiel und schlägt alsband in pures
Thrash-Geknüppel mit Überlichtgeschwindigkeit um, mehrstimmiger Gesang
inklusive. Merkwürdig geht's also schonmal los, merkwürdig, aber hoch
interessant und non-konform. Gegen Ende schlägt der Song sogar in puren
70er-Artrock(!) um - unglaublich! "Dios de mi Universa" zeigt verdächtige New-Metal Parallelen auf, "Nunca Mas" finde ich auch schwer verdaulich, was meinen persönlichen Geschmack angeht - im weiteren Verlauf
bis einschließlich Track 7 werden meine Nerven schon an den Rand der
Belastungsfähigkeit getrieben, aber danach kommen glücklicherweise noch
drei gut gemachte Instrumentalstücke, die schließlich auch die zweite
CD erretten.
Fazit: erstaunlich abwechslungsreich, sehr interessant, wahre Könner mit
einem völlig non-konformen Metalalbum, das wirklich Beachtung verdient.
Dem Kontakt mit diesem Album stellen sich jedoch zwei Stolpersteine in
den Weg: einige der Tracks sind für den Durchschnitts-Metaller alles andere als leicht verdaulich, weil sehr experimentell und andererseits sind
50 Mark selbst für eine Doppel-CD schon ein arger Happen, den es erstmal
zu Überwinden gilt, will man sich diesem Album nähern. Um Euch ein wenig
zu helfen, haben wir für Euch deshalb drei Tracks zum Probehören zur Verfügung gestellt.
Musik: 8,0 (6,5-9,5)
Sound: 4,0-7,0
Spielzeit: 69:47 (CD 1) - 46:08 (CD 2)
(THE MIGHTY SCI!)
Hier Probehören: "Aguante el Rock (1000 Anos)" (von CD 1)
"Antiheroes" (von CD 2)
Gesichtet bei: Hellion
Die Spanier kommen! MÄGO DE OZ spielen eine explosive (und wie!) Mischung aus Folk, Metal und spanischer Fröhlichkeit. Zwar ist auch hier wie
bei SKYCLAD eine Geige anwesend welche exzessiv genutzt wird, doch
statt anklagenden Texten und der bekannten englisch/irischen Melancholie ihrer Kollegen versprühen die Spanier die herbe feucht-fröhliche
Leichtigkeit und Gelassenheit des subtropischen Klimas, dass per Definition schonmal schlechtes Wetter außen vor lässt. Auf "FinisTerra"
kracht es von vorne bis hinten auf beiden CDs und über eine Spielzeit
von über 100 Minuten OHNE AUSFALL! Meisterschaftskompatible Gitarrenund Geigenduelle, ein erhabener Gesang, Flöten, Chöre, Epic - bereits
der über 8-minütige Opener repräsentiert eigentlich das komplette Album. Noch genialer und überraschender wird's dann, wenn bei "La Cruz
de Santiago" auch noch ne Frau das Zepter ergreift und ihrem männlichen
Gesangspart ins Nichts nachsteht. Ganz groß und magisch wird es übrigens
beim RAINBOW-Cover "Rainbow Eyes" von Ritchie Blackmore, welches hier
spanisch vertextet wurde. Grandios! Auch angedeutete kammermusikalische
Barock-Kaskaden wie bei "El que quiera entender que entienda" kommen
nicht zu kurz, bevor alles wieder in sich zusammenfällt und zwischen
nachdenklichen Klavier-Abschnitten und verspielten Instrumentalparts immer wieder ausuferndes Gitarrenspiel - und der Folk - siegt. Lehnst Du
Dich hier zurück, lieber Leser, wähnst Du Dich an einem verlassenen spanischen Strand, um Dich herum führen einheimische eine Jahrtausendparty
auf, Sangria, Seniorianas! Hilfe! Wo kann ich das Holodeck beenden! Doch
es gibt kein Entrinnen! Hier, wo sich alle Black-Metaller dieses Planeten
freiwillig zum Lachen in den Keller begeben, hier trumpft das Gute über
das Böse, hier gewinnt der Optimismus und steckt Dich mit einer unwiderstehlichen Naivität und Fröhlichkeit an und in sekundenschnell schunkelt
ganz Europa vom Atlantik bis zum schwarzen Meer im MÄGO DE OZ-Fieber. Wo
sich Politiker und Soldaten die Köpfe einschlagen, gewinnt die Musik die
Oberhand. Und siegt die Vernunft über die Dummheit. Dieses Album ist dermaßen perfekt, dass einem Angst und Bange wird. Werden MÄGO DE OZ diesen
Klassiker jemals toppen können? Wenn ja, zieh' ich um nach Spanien!
Musik: 10,0
Sound: 8,5
Spielzeit: Disk 1: 47:43 - Disk 2: 61:16
(THE MIGHTY SCI!)
Hier Probehören: "Satania"
Gesichtet bei: Hellion
Mein lieber Herr Gesangsverein! WAS IST DAS!? Keine Ahnung wo diese CD
herkommt, ob sie offiziell (glaub ich kaum) ist oder nicht. Diese CD
kommt wie MFSL oder DCC-CDs mit 24 Karat Echtgold-Überzug daher und
nicht nur das, "faithfully digitally remastert, Dolby Surround-recoded"
prangt auf der Verpackung! Die neun Stücke (ohne den Bonustrack "Pleasure Slave") klingen nicht nur deutlich differenzierter und plastischer,
nein, wenn am Anfang der CD der Harley-Sound plötzlich von HINTEN(!!!)
NACH VORNE über Dich rüberrumpelt, bläst es dich buchstäblich aus dem
Stuhl! Hinter dir prügeln die Drums of Doom jedweden Widerstand aus dem
Weg, vorne links surrt plötzlich eine Gitarre los, schwenkt nach rechts
- da wirst du bustäblich des Wahnsinns fette Beute! Bei "The Warriors
Prayer" ertönen die Erzählstimmen tatsächlich nur aus dem Center-Speaker
vorne in der Mitte, während die Nebengeräusche brav aus den umliegenden
vier Ecken kommen - ne! Wer auch immer für dieses Release verantwortlich
sein mag, kann nur ein MANOWAR-DieHard-Fan im Quadrat sein. Wie hoch
auch immer die Auflage hier von sein mag, wo immer diese "High-End-
Studios" auch liegen mögen - diese CD hat mich doch glatte 130 Flocken
auf einer Plattenbörse gekostet! Und dann pfrimelt so ein Idiot auch
noch so ein scheiß kleines Loch mitten in die CD - und kein Brenner der
Welt kann das Teil korrekt einlesen - Himmeljesus!
Musik: 10,0
Sound: 9,5-10,0
Spielzeit: 42:44
(THE MIGHTY SCI!)
Im Underground sind sie keine Unbekannten mehr. Zwischen 1991 und '93
machten sie bereits mit den Veröffentlichungen von "Take Command - The
Demo Years", "Another World" und "The Eternal Quest" von sich reden,
1995 erschien mit "A Step Beyond" das bis dato letzte Lebenszeichen der
U.S.-Band, bevor sie heuer zusammen mit Genialisten wie HANKER, PARADOX,
BREAKER, TARAXACUM und TIERRA SANTA auf dem "Metal Crusade - Vol. 1"-
Sampler des Heavy, oder was!?-Magazins zu finden waren. In der Vergangenheit beschrieb sich das Schaffen der Band auf die Aussage "progressiv,
aber mittelmäßig". Hoch technisch, nette Melodien - aber von Genialität
nicht viel zu sehen. Von Potential hingegen schon und so stehen sie nun
bei Siegen Records unter Vertrag. Zum Album: geniales Artwork von vorne
bis hinten steht in wirklich hartem Kontrast zu einem total miserablen
Band-Logo (also wißter, Jungs!), in technischer Sicht glänzt das Teil
wie der glattpolierte Dackelarsch, der auf der Kawasaki eines Bekannten
prangert und diesmal stimmt sogar das Songwriting. Ex-ORCALE-Stimme
William Wren trumpft auf wie ein Geoff Tate, singt noch dazu in allen
nur erdenklichen Stimmlagen, begleitet von einer perfekt aufspielenden
Begleitband. Erinnerungen werden wach an's QUEENSRYCHE-Debüt, an alte
FATES WARNING und vorallem gibt es viele Einflüsse von YES (hört Euch
mal das geniale, nachdenkliche "One And Only" an) und auch eine härtere
Ausgabe MARILLION blitzt ab und an dezent auf, um gleich wieder zu verschwinden und unheimlich eingängigen Melodien Platz zu machen, die eingebettet in massig Progressivität nie in Mitsing-Refrains ausarten und
sich somit auch nie abnützen. Verschachtelte Riffs, teilweise mehrstimmiger Gesang, interessante Texte - Prog-Herz, was willst Du mehr? Den
Sprung an die Spitze könnten MYSTIC FORCE mit ihrem etwas sterilen Klangbild, dass jedoch diesmal perfekt zu den Texten passt, diesmal schaffen.
Einen Euro-Deal vorausgesetzt...
Musik: 9,0
Sound: 8,5
Spielzeit: 62:46
(THE MIGHTY SCI!)
Hier Probehören: "Terminal"
Daß auch in unserem Nachbarland Frankreich der Metal wieder stärker im
Kommen ist, merkt man in letzter Zeit auch daran, dass dort Sachen erscheinen, die es bei uns erst gar nicht gibt. Bekanntestes Beispiel:
die aktuelle FREEDOM CALL-EP "Taragon", die es nur in Frankreich und Japan gibt. Pünktlich zur 2000er NIGHTWISH-Tour durch das Land der leckeren Rotweine und Baguettes erschien dieser Tage dort bei ihrer französischen Plattenfirma XIII BIS (haben u.a. solch unbekannte Bands wie ADX,
TRUST, LOUDBLAST, RAMMSTEIN oder BAUHAUS für Frankreich unter Vertrag)
eine 6-Track EP, die zusätzlich auch noch mit zwei Video-Tracks aufgepeppt wurde. Auf dieser EP ist jedoch kein einziger Track wirklich neu,
eher handelt es sich um eine Raritäten-Zusamenstellung, auf die diese
Bezeichnung in jedweder Hinsicht auch für Deutschland zutrifft. Den
Opener "Wishmaster" kennt man noch vom gleichnamigen 2000-Album, mit
"Sleepwalker" nahmen NIGHTWISH in Finnland an der Vorausscheidung zum
Grand Prix 2000 teil, wo sie immerhin Platz 3 erreichten. Hier ist das
gute Teil in einer "Heavy Version" vertreten, die nicht so elektronisch
und basis wie das Original klingt, welches übrigens in unseren Breiten
ebenfalls noch nicht veröffentlicht wurde. Einen Edit von "Passion And
The Opera" widerum braucht man nicht wirklich, "Nightguest" gab's bei
uns kurzzeitig als Bonustrack der "Oceanborn"-Erstauflage, ist ansonsten
der Japan-Bonus zu selbiger Scheibe und war in Finnland auf der B-Seite
der "Walking In The Air"-Single. "A Return To The Sea" und "Once Upon A
Troubadour" stammen hingegen beide aus den Aufnahmesessions ihres genialen Debüts "Angels Fall First"
Zusätzlich befinden sich mit "Sleeping Sun" und "Sacrament Of Wilderness"
zwei Videotracks auf der CD, wobei Operndiva Tarja bei ersterem sich in
dichtem Gras mitten in der Natur ständig von Raumschiff Enterprise hinund herbeamen lässt, während Track zwei eindeutig live ist. Im Booklet
gibt es verschiedene Band-Fotografien mit einem übergroßen Tarja-Bild
und allen 2000er-Tourdaten, das Cover ist eine Mischung aus "Wishmaster"
(im unteren Teil) und einem Bandfoto (im oberen Teil) und schaut total
super aus.
TIZAF: diese EP ist ein MUSS für jeden NIGHTWISH-Fan und dürfte bald
astronomische Summen wert sein, da es sich hierbei um eine "Limited Edition" handelt. Als ob es nicht reichen würde, dass es das Teil nur in
Frankreich gibt.
Gesichtet bei: Hellion Records hat einige Exemplare, ranhalten!
Zwischen all dem fröhlichen Italo-Speed und Neo-Wahrmetall nutzen findige Metalbands manchmal eine Schwachstelle in den Verteidigungsschilden des Raumschiffs U.S.S. Heavy Metal aus, um Bands aus den 80ern direkt ins neue Jahrtausend zu beamen und darauf zu hoffen, dass es die
Metaller der Neuzeit ahnungslos assimilieren. PREMONITION haben es versucht, wurden jedoch von den enorm empfindlichen Aufklärungsvorrichtungen des Undergroundimperiums-Zeitschiffs U.I.Z. Battle Angel sogleich
ausfindig gemacht. "Hier spricht Kapitän Battle Angel vom gleichnamigen
U.I.Z. Zeitschiff. Die Anwesenheit ihrer Musik stellt eine schwere Verletzung des Raum-Zeit Kontinuums dar und ihr Raumschiff wurde vom obersten NewMetal-Rat der vereinigten Raumaufsicht RockHard und Hammer zur
Vernichtung freigegeben. Doch der Kapitän Tattoo (yeah!) Frank kann
Kapitän Battle Angel von der Wichtigkeit der Mission überzeugen und so
läuft Battle Angel zum Widerstand über und er zieht gemeinsam mit ihnen
gegen die Horden des Falsch-Metalls. Sie stehen einer gewaltigen Streitmacht gegenüber, doch als sie kurz vor der Kapitulation stehen, öffnet
sich ein temporäres Wurmloch und heraus kommen zehntausende von Lesern
des einzig wahren Underground Empire's. Sie vernichten die Führungsschiffe von Robert Müller und W. Götzl Kühnepose und rotten die gekauften
Metalmagazine ein für allemal aus. Das Imperium schlug zurück. Und diesmal stand es auf der richtigen Seite!
Musik: 9,0
Sound: 5,0
Spielzeit:
(BATTLE ANGEL)
Gesichtet bei: Hellion, Rising Sun
Hier Probehören: "The Chosen One"
Mit dem Umrechnungsschlüssel lassen sich die Notenskalen anderer Magazine
auf das 10er-System umrechnen.
-> Best-Of, Live-Alben und Singles werden nicht gewertet!
01. HANKER - Snakes And Ladders
01. HANKER - Snakes And Ladders
01. HANKER - Snakes And Ladders
01. AXEL RUDI PELL - The Wizards Chosen Few
01. OPETH - Alle Alben
a. DIE 10 INNOVATIONEN DES JAHRES
b. DIE ALBEN DES MONATS
Ausgabe 19: Steel Prophet (Prog-Power-Metal)
TOP 10 NEUERSCHEINUNGEN 2000:
01. HALFORD - Resurrection
TOP 5 RERELEASES 2000:
01. MANOWAR - Kings Of Metal (24-Karat Dolby-Surround)
06. EIGENPRODUKTIONEN
Einmal mehr wird aber deutlich dass J.B.O. technisch durchaus das Zeug
haben einige andere Bands zurück in die Garage zu jagen. Denkt man sich
beispielsweise die Fun-Parts von "Ein Kleiner Vampir" weg und den Gesang
weniger krank verzerrt könnte dieser Track schonmal 80% der Black Metal-Welt wegbomben. Dass J.B.O. jemals was ernsthaftes machen sollten ist
aber wohl eher unwahrscheinlich, was irgendwie schade ist. Vermutlich
sind sie einfach zu gut um nur ein einzelnes Genre zu plätten =)
Wer auf die bisherigen J.B.O.-Sachen kotzen musste sollte um dieses
Album natürlich nen grossen Bogen machen, soweit das überhaupt möglich
sein sollte, der Rest der Welt MUSS reinhören. Bei allem Erfolg sind
J.B.O. noch bodenstänidg geblieben, was man ihnen hoch anrechnen kann.
Dieses Album lässt sich jedenfalls nicht so recht einordnen zwischen Black
und Thrash Metal. THANATOS hätten jedenfalls gut daran getan ein paar mal
öfters nicht ins Blaue reinzuprügeln sondern etwas mehr auf Atmosphäre
zu setzen, wie das stellenweise an einzelnen Songs ja auch funktioniert,
z.B. bei "Infuriated". Erfreulicherweise haben sich die eine oder andere
Melodie in den restlichen Songs versteckt, "God Of War" geht dadurch als bester
Song des Albums durch. Apropos Blau:
Das Cover wirkt auf den ersten Blick ein wenig wie NIGHTWISH - Oceanborn, auf
den zweiten Blick schon eher wie NIGHTWISH - Oceanborn für Arme. Oder wie die
letzte CATAMENIA.
Insgesamt hat dieses Album zwar viele erfreuliche und vielversprechende
Ansätze, allerdings reicht das nicht um mich restlos zu überzeugen. Reinhören
kann man trotzdem, denn schlecht ist dieses Album nicht und die Produktion
ist frisch und klar.
07. AKTUELLE RE-RELEASES
08. IMPORTE
09. REDAKTIONS-WERTUNG
The World Where Shadows Come To Life"
"Runaway From Dark"
"Fear Is The Conscience Of Villains"
Musik: -/-
Sound: 8,0-9,0
Spielzeit: 26:35
Tracklist:
01. Wishmaster (Album Version)
02. Sleepwalker (Heavy Version)
03. Passion And The Opera (Edit)
04. Nightguest
05. A Return To The Sea
06. Once Upon A Troubadour
07. (Videotrack)
08. (Videotrack)
(THE MIGHTY SCI!)
10. REDAKTIONSCHARTS
Titel
REV:
DL:
BA:
TMS:
PQ:
RX:
BBB:
BP:
Gesamt: 1. HANKER - SNAKES AND LADDERS 9,0 9,0 9,5 9,5 8,5 9,10 2. Mägo de Oz - FinisTerra 8,0 10,0 9,0 9,00 3. Rob Rock - Rage Of Creation 9,5 8,0 9,0 9,0 8,0 8,70 4. Spirit Web - Spirit Web 8,0 9,0 8,5 8,5 8,50 Mystic Force - Man vs. Machine 8,0 8,0 9,0 9,0 8,50 5. Primal Fear - Nuclear Fire 8,0 8,0 9,0 8,5 8,38 6. Eternal Darkness - Out Of Control 8,0 8,5 8,5 8,33 7. Children Of Bodom - Follow The Reaper 7,5 8,0 9,0 8,5 8,25 Vintersorg - Cosmic Genesis 7,0 9,0 9,0 8,0 8,25 8. Pain Of Salvation - The Perfect Element 7,0 8,0 8,5 7,83 9. Porcupine Tree - Lightbulb Sun 8,5 6,0 8,0 8,5 7,75 Embraced - Within 8,0 7,0 8,0 8,0 7,75 10. Premonition - We Are Metal 5,5 9,0 8,5 7,67 Cornerstone - Arrival 7,0 8,0 8,0 7,67 11. Archontes - The World Where Shadows... 7,0 8,0 7,50 Leviathan (ARG) - Rito Bicefalo 7,0 7,5 8,0 7,50 12. J.B.O. - Sex Sex Sex 6,0 6,0 8,5 7,5 7,0 8,5 7,25 13. Freternia - Warchants & Fairytales 4,0 7,0 6,0 6,0 5,75 14. Isegrim - Dominus Inferus Ushanas 7,5 4,0 5,0 6,0 5,63 15. The Wounded - The Art Of Grief 5,0 6,0 5,0 5,33 Skylark - The Divine Gates Part II 4,0 5,5 6,5 5,33 Tenebre - Mark Ov The Beast 8,5 4,5 3,0 5,33 16. Iron Savior - Dark Assault 3,0 4,0 7,5 5,5 5,00 17. Devils Whorehouse - The Dawning 6,5 3,5 2,5 4,17 18. The Dismal - Make Your Mind Up 2,0 1,5 2,0 1,0 1,63
Notenschlüssel Umrechnungsschlüssel
1 Rohstoffverschwendung 1 - 1 0/1 1
2 Totaler Mist 1 - 2 2 2
3 Inakzeptabel 1 - 2 3 3
4 Spärlich 1 - 3 4 3
5 Mäßig 2 1 4 5 4-5
6 Auf gutem Wege 2 1 4 6/7 6-8
7 Ordentlich 3 2 5 8 9-12
8 Überdurchschnittlich 4 3 6 9 13-16
9 Herausragend 5 4 7 10/11 17-19
10 Klassiker 6 5 7 12 15 20
Kürzel/Redakteur bei UE seit
BA Battle Angel 1989
BBB Bi-Ba-Buzlmann 1989-1995, 2000
BP Bad Peon 1996
DL Dragonlady 1999
PQ Pirate Queen 1989
REV Reverend 1999
RX Riffmaster X 1990-1994, 2000
STR Strigoia 2000
TMS The Mighty SCI! 1989
11. JAHRES-RÜCKBLICK 2000
02. MÄGO DE OZ - FinisTerra
03. PRIMAL FEAR - Nuclear Fire
04. ULTIMA THULE - Herrlich Herrmannsland (Single)
05. VINTERSORG - Cosmic Genesis
06. NIGHTWISH - Wishmastour 2000 (EP)
07. ETERNAL DARKNESS - Out Of Control
08. CHILDREN OF BODOM - Follow The Reaper
09. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
10. RHAPSODY - Dawn Of Victory
02. PRIMAL FEAR - Nuclear Fire
03. ROB ROCK - Rage Of Creation
04. PREMONITION - We Are Metal
05. SPIRIT WEB - Spirit Web
06. ULTIMA THULE - Herrlich Herrmannsland (Single)
07. J.B.O. - Sex Sex Sex
08. HAMMERFALL - Renegade
09. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
10. RHAPSODY - Dawn Of Victory
02. GARY MOORE - Corridors Of Power/Run For Cover
03. VINTERSORG - Cosmic Genesis
04. CHILDREN OF BODOM - Follow The Reaper
05. ETERNAL DARKNESS - Out Of Control
06. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
07. SUIDAKRA - The Arcanum
08. BALMUNG - Auf der Suche nach Thule
09. HALFORD - Resurrection
10. HAMMERFALL - Renegade
02. MYSTIC FORCE - Man vs. Machine
03. CORNERSTONE - Arrival
04. NIGHTWISH - Wishmastour 2000 (EP)
05. SCARLET RAYNE - Theater Humanitarian
06. ETERNAL DARKNESS - Out Of Control
07. MÄGO DE OZ - FinisTerra
08. ROB ROCK - Rage Of Creation
09. PAIN OF SALVATION - The Perfect Element Part I
10. MOONDAZE - Seek After Venus
02. ROB ROCK - Rage Of Creation
03. CRADLE OF FILTH - Midian
04. NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World
05. SENTENCED - Crimson
06. DREAM THEATER - Once In A LIVEtime
07. MORBID ANGEL - Gateways To Annihilation
08. YNGWIE MALMSTEEN - War To End All Wars
09. KISS - Destroyer
10. CANNIBAL CORPSE - Live Cannibalism
Neue Einflüsse und Stiltechniken bringen den Heavy Metal weiter. Sie
bringen eine Musikart seit 25 Jahren ständig vorwärts und fördern die
Abwechslung. Hier werden nicht unbedingt die besten, sondern eben die
ideenreichsten Alben des Jahres vorgestellt.
Wie verpacke ich tonnenschwere Melodien in abgefahrene Sounds
für die Nervenheilanstalt? Die Ossi's haben das Rezept gefunden!
Viking-Metal und Mittelalter-Folk mit deutschen Texten? Es geht!
Die Finnen spinnen! Hier pfeift die Black-Metal-Polka eine Ehrenrunde!
Ähnliche visionär wie TOURNIQUET, stilistisch im selben Millieu, aber
mit ganz anderen Zutaten als die meisten anderen Prog-Kollegen vermengen ARK massig Klassik-, Jazz- und Prog-Rock Einflüsse mit interessanten Melodien.
Für die einen der größte Quatsch des Jahres, für die anderen der pure
Kult - aber eines muß man Tom Engelrippchen lassen: das hat noch nie
zuvor eine Metalband gewagt!
Seit über 10 Jahren hat man diesen Sound nicht mehr gehört - jetzt ist
er wieder da! TLWSF haben vielleicht den dämlichsten Bandnamen seit
BRUTAL GLÖCKEL TERROR, stehen aber bei der neu aufkommenden Kult-Welle
in der ersten Reihe.
Undefinierbar sonderbar, und dennoch höchst eigenwillig und modern
gehen HAGGARD Wege, die THERION bereits aufgegeben haben...
Seit Jahren veröffentlichen die U.S.-White-Metaller bereits gute bis
geniale Alben - und niemand weiß, dass es sie gibt. Zeit, dies zu ändern.
Das Songwriting selbst ist nicht ganz neu, Frauengesang ebensowenig,
aber wenn sich Weltmusik mit einer Engelsstimme paart, wachsen Dinge
zusammen, die vorher unmöglich schienen. Und wie auch im Herr der Ringe hatte auch hier Gandalf seine Finger im Spiel.
Kaputte Mischungen sind auch ein Fall für die Schwaben-Farmer. Wenn
sie mit ihrem Traktor in die Halle fahren, fliegen die Kühe hoch.
Brit-Pop Refrains mit harten Industrial-Sounds? Vielleicht entstand
so BSE?
Schwarz, melodisch oder progressiv: in unserem Redaktions-Check hatten
2000 alle eine Chance. Und wieder einmal hat sich gezeigt: über Geschmack lässt sich nicht streiten.
c. REDAKTIONSLIEBLINGE 2000
Ausgabe 20: Tourniquet (Prog-Metal)
Ausgabe 21: Nightwish (Symphonic Power-Metal)
Ausgabe 22: Balmung (Viking-Metal)
Ausgabe 23: Halford (True-Metal)
Ausgabe 24: Die Apokalyptischen Reiter (Melodic Death)
Ausgabe 25: Hanker (Power-Metal)
02. HANKER - Snakes And Ladders
03. IRON MAIDEN - Brave New World
04. BALMUNG - Auf der Suche nach Thule
05. MÄGO DE OZ - FinisTerra
06. THE LORD WEIRD SLOUGH FEG - Down Among The Deadmen
07. DIE APOKALYPTISCHEN REITER - All You Need Is Love
08. STEEL PROPHET - Messiah
09. FARMER BOYS - The World Is Ours
10. TOURNIQUET - Microscopic View Of A Telescopic Realm
02. HEIR APPARENT - Graceful Inheritance
03. SAXON - Wheels Of Steel/Strong Arm Of The Law
04. BREAKER - Get Tough!
05. GARGOYLE - Nothing Is Sacred (Gargolye)