| [ Download (DOS ASCII)] | [ Download (HTML)] |
| Story | Autor(en) |
| 1. Introloquium | The Mighty SCI! |
| 2. Neues aus der Redaktion | The Mighty SCI! |
| 3. Kochend heiß serviert | Dragonlady |
| 4. Neuerscheinungen | Dragonlady |
| 5. Metalbörsen | Dragonlady |
| 6. Festivals und Konzerte | Bad Peon |
| 7. Album-Reviews | Metal Megazine Team |
| 8. Eigenproduktionen | Metal Megazine Team |
| 9. Aktuelle Re-Releases | Metal Megazine Team |
| 10. Importe | Metal Megazine Team |
| 11. Redaktions-Wertung | Metal Megazine Team |
| 12. Redaktionscharts | Metal Megazine Team |
| 13. Leserbriefe | Unsere Leser |
| 14. Video: Manowar - Hell On Earth Part I | The Mighty SCI! |
| 15. Interview: Primordial | The Mighty SCI! |
| 16. Interview: Troll | Bad Peon |
| 17. Interview: Gamma Ray + Freedom Call | The Mighty SCI! |
| 18. Interview: Farmer Boys | The Mighty SCI! |
| 19. Interview: Fates Warning | The Mighty SCI! |
| 20. Interview: Powergod | The Mighty SCI! |
| 21. Interview: Böhse Onkelz | Floda Reltih |
| 22. Live: With Full Force 2000 | Bad Peon |
| 23. Live: Bang Your Head!!! Open Air 2000 | The Mighty SCI! |
| 24. Live: Wacken Open Air 2000 | Metal Megazine Team |
| 25. Metal im Netz - Heiße Links | Metal Megazine Team |
| 26. Das Wort zum Sonntag | DoC FReD |
| 27. Versandhandel-Kontakt | Pirate Queen |
| 28. Impressum | The Mighty SCI! |
| 29. Vorschau | The Mighty SCI! |
| 30. Der Weisheit letzter Schluß | The Mighty SCI! |
ON * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WIC
Post bitte an folgende Adresse senden:
UNDERGROUND EMPIRE
Röthenbacher Hauptstr. 71
90449 Nürnberg
Deutschland
ON * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WICHTIGE INFORMATION * WIC
Willkommens-Bild auf unserer Homepage: die Underground Empire All-Stars
auf ihren Schlachtrössern. Artwork von: Jörg Scheibner
Wir grüßen Radio Gong 97,1 Rock Classics, Rock Ballads und HEIN HART!
Heil Odin liebe Leser!
An unserer dicken, fetten, prallen Sommer-Megaausgabe werdet Ihr bestimmt ein bißchen länger hängenbleiben als bisher. Und eines kann ich Euch sagen: wir haben uns so richtig den Arsch für Euch aufgerissen. Seit also ein bißchen nett zu uns und mailt uns künftig wieder Eure TOP 10-Faves, die aktuellen und die Alltime-Dinger und so. Ja und weil es hier gerade so lustig ist,
kennt Ihr schon die Black-Metal Bolonäse? Nein? Die geht so:
> Jetzt fliegen gleich die Pflöcke in die Herzen
> und dann geht es los - die Vampire kriegen Schmerzen
> von Siebenbürgen bis hinter Wuppertal
> Knoblauchbrot so heißt er - ist Vampirjäger und Meister
> und jetzt alle:
> Jetzt kotzen gleich die Kühe in den Weiher
> und der Herrmann fasst dem Adolf von hinten an die ... Armbinde
Ich befürchte langsam, diese sonderbaren Einfälle liegen entweder an einem Sonnenstich oder an einem zu langen POWERGOD-Interview...
"Mit Euren überkritischen Reviews/Interviews werdet Ihr es nie zu was bringen..." - hoppla - wirklich? Wir nehmen uns diesen Kommentar seitens gescheiterten Zusammenarbeitens mit irgendwelchen Plattenfirmen zu Herzen und werden künftig NOCH kritischer. Wir stehen nunmal ganz weit da drüber Ihr Tunten! Schlechte Alben bekommen schlechte Kritiken - und unsere Leser sind uns dafür dankbar, dass sie sich einen Fehlkauf erspart haben, den systemkonforme Magazine in himmlische Höhen gelobt hatten. "Euer Verhalten hat unser ganzes System durcheinandergebracht..." - huch!? Euch zu verwirren lag uns fern. Wir machen uns aber trotzdem Gedanken: "System" - was könnte damit wohl gemeint sein? Und - hatten das Lenin, Stalin, Hitler, Honecker und Schröder nicht auch irgendwann mal gesagt?
Und dann fallen mir da gerade noch diese ganzen Arschkrampen-Internetmagazine ein, die eigentlich nur eines wollen: ihre Ruhe und so viele kostenlose Promo-CDs wie nur irgend möglich. Dafür klingen dann die Rezensionen der Alben ähnlich dem übertriebenen Promo-Gesabbel der berühmtberüchtigten A4-Flyer, wonach ja mindestens jedes zweite Album ein Klassiker sein muß. Ich würde diese Kraken-Magazine ja gerne hier beim Namen nennen, aber wir haben wahrlich schon genug Feinde da draußen... aber was nicht ist, kann durchaus noch werden.
Dann muß da noch so langsam bezweifelt werden, ob uns da nicht jemand gezielt aus dem Weg räumen will, denn spektakuläre Autounfälle um Underground Empire-Members bzw. auch UE ex-Mitgliedern häufen sich in letzter Zeit doch etwas übertrieben. Bis dato letztes Opfer wurde DRAGONLADY - Dreifach-Überschlag bei Tempo 190, nachdem ein Laster ins Schlingern geraten war und sie streifte - Unfälle mit Lastern kennt auch PIRATE QUEEN bereits - doch zum Glück ist DRAGONLADY bis auf einige Platzwunden und Kratzer nichts schlimmes passiert.
Eines würde uns aber doch brennend interessieren: wie gefallen Euch unsere (größtenteils) ungekürzten Interviews mit GAMMA RAY, den FARMER BOYS und POWERGOD? Im Gegensatz zu allen anderen Interviews gibt's hier nämlich ganz viel zu lesen, was Ihr garantiert in dieser Form nirgendwo anders serviert bekommt. Einziger Nachteil: die Dinger sind so richtig lange. Hoffentlich haltet Ihr mit dem Lesen durch. Schreibt uns Kommentare! Euch wird auch auffallen, dass wir so ziemlich jede Band momentan zum Thema MAIDEN-Reunion und Rob Halford's Rückbesinnung fragen - das hat auch seinen Grund: lest einfach, was ältere - und was auch jüngere Bands dazu für Meinungen haben.
Außerdem häufen sich in letzter Zeit EMails von Lesern, welche wünschen, unser EMag würde öfters erscheinen. Das würden wir uns auch wünschen. Aber wenn Ihr Euch mal genau anguckt, wer hier wie viele Reviews und Interviews macht, werdet Ihr bald darauf kommen, dass in keinem anderen Magazin eine Person soviel Zeit aufopfert, wie ich.
Gibt's sonst noch etwas zu berichten? Achja: ich muß sich zur Zeit mein Bier selbst holen, da meine Pleasure Slaves im Warnstreik sind und 1,3 Promille mehr haben wollen...
In diesem Sinne
BAVARIAN BEER - TO HEAVY FOR WIMPS :-)
Euer Euch liebender
02. NEUES AUS DER REDAKTION
Anmerkung: Noch sind die MP3s nicht verfügbar, aber hoffentlich sehr sehr bald.
SACRED OATH - A Cristal Vision + 4 Bonustracks (Herbst 2000)
SACRED RITE - Sacred Rite + The Ritual (Live) + Bonustracks (Herbst/Winter 2000)
SACRED RITE - The Ritual (Studio) + Is Nothing Sacred + Bonustracks (Herbst/Winter 2000)
ANGUS - Track Of Doom + Warrior Of The World 2-on-1 (Winter 2000-2001)
GOTHIC KNIGHTS - Gothic Knights remixed + bonus tracks (Winter 2000-2001)
Alle genannten Veröffentlichungsdaten sind von den Plattenfirmen bzw.
Promotion-Agenturen so angekündigt worden. Sie können sie alle kurzfristig verschieben und sind somit ohne Gewähr. Alle genannten Daten
beziehen sich ausschließlich auf den geplanten VÖ-Termin in Deutschland!
05. METALBÖRSEN
ARMORED SAINT-Autogrammstunde in Hamburg, Berlin, München, Offenbach
und Bochum, ab 20h Konzert
Information: Telefon 06150-85850 - Telefax 06150-85765
06. FESTIVALS UND KONZERTE
... gibt's wie immer auf einer sepreaten Extra-Seite auf unserer Homepage,
die fast täglich aktualisiert wird. An dieser Stelle nur zwei Club-Gigs:
"Finster war'n die Zeiten, verschlossen Asgard's Tor - Endlich hat es
sich geöffnet, und die Heere stürmen vor - Vereinigt unter Odin zieh'n
wir in die Schlacht - Mit Thor an uns'rer Seite führt uns des Hammer's
Macht..."
Dieses Debüt ist wohl die größte Überraschung - und die Band wohl DER
Newcomer des Jahres! Folk-beeinflußter Heavy Metal mit deutschen Texten
und bereits beachtlich eigenständig, sowas muß man schon mit der Lupe
suchen heutzutage. Mit "Auf der Suche nach Thule" gelingt der Nachfolgeband von WALVATERS RECKEN aus den Stand heraus ein Klassiker, der ohne
wenn und aber in jede anspruchsvolle Sammlung gehört. Mit schweren Einflüssen von älteren BLIND GUARDIAN ("Tanz der Schwäne" ist mit "The
Bard's Song" verwandt), SUBWAY TO SALLY, BATHORY und sogar der NWoBHM
fügen BALMUNG zu ihren harten Metal-Klängen Folk, unsterblichen Keyboardmelodien und anspruchsvollen, abwechslungsreichen Texten, welche
auf einer Stufe mit BÖHSE ONKELZ oder SUBWAY TO SALLY stehen noch eine
kompakte Geschlossenheit hinzu. Heldensagen ("Balmung", "Auf der Suche
nach Thule", "Die ruhmreichen Stämme", Schlachtgesang") vermischen sich
mit Kritik an unserem System ("Selbstheit", "Unser Tag") und einem furiosem Trinklied "Bis die Augenlieder sinken" - hat die Band alles zu
bieten, was man von einem Klassiker erwartet. Bombastische Produktion,
stimmungsvolles Artwork im netten Digipack inklusive. Glaubt's mir:
hier fliegen die Kühe! Hier tanzt der Bär! Die ganze Redaktion springt
im Dreieck!
"Hörst Du nicht die Bäume rauschen - Draußen durch die stille Rund' -
Lockt's Dich nicht, hinabzulauschen - Von dem Söller in den Grund -
Wo die vielen Bäche gehen - Wunderbar im Mondenschein - Und die stillen
Schösser sehen - In den Fluß vom hohen Stein - Kennst Du noch die
irren Lieder - Aus der alten Zeit - Sie erwachen alle wieder - Nachts
in Waldeseinsamkeit - Wenn die Bäume träumend lauschen - Und der Flieder durftet schwül - Und im Fluß die Nixen rauschen - "Komm herab, hier
ist's so kühl." ..."
Leider gibt's das gute Teil nicht im Laden.
Hier zum Probehören:
THE BLACK LEAGUE, das ist der Name der neuen Band des "alten" SENTENCED-Sängers
T.Jarva, und "ICHOR", das ist sein erstes Album mit dieser Formation. Wer Jarva kennt, weiss, dass es bei ihm eigentlich nie sonderlich fröhlich zugeht, und so enthält auch dieses Album 13 pechschwarze und extrem depressive Tracks. Aufgrund des charakteristischen Gesangs
Jarvas kommt man zu leicht auf die Idee, das Material mit SENTENCED (zu
"Amok"-Zeiten) zu vergleichen. Von der Grundstimmung ist das auch durchaus nicht falsch, dennoch ist Vorsicht geboten: T.B.L. geben sich deutlich aggressiver als SENTENCED, Melodien gibt es hier natuerlich auch,
jedoch nicht im selben Masse, und mitgröhl-kompatible Refrains sind
Mangelware. Ich habe mir dieses Album nun bestimmt 10 mal angehört und
kann mich nicht so recht damit anfreunden. Ich möchte Jarva nicht
unterstellen, dass er und seine Crew das ganze eher unmotiviert dahingeschludert haben, denn das war sicherlich nicht der Fall. Dennoch fehlt
etwas... Es ist schwer zu beschreiben, weshalb dieses Album von solch
einer "unsympathischen" Aura umgeben ist, darum empfehle ich Euch, mal
ein wenig Zeit zu investieren und es ausgiebig probezuhören. Mir ist
dieses Werk jedenfalls zu steril, die Emotionen sind nicht sehr "mitreissend", und zudem ist es an einigen Stelle auf nervige Weise schrill
und ueberladen, was mitunter auch an der etwas undifferenzierten Produktion liegt (es wurde im FINNVOX aufgenommen, davon hätte ich nun
wirklich mehr erwartet - sollte der stellenweise zu vernehmende
Klangbrei beabsichtigt sein, so wäre weniger auf jeden Fall mehr
gewesen) Knapp ueberdurchschnittlich...
03. KOCHEND HEISS SERVIERT
04. NEUERSCHEINUNGEN
. Monat . Band - Album ......................... VÖ / Review in Ausgabe / erscheint bei Label
* SEPTEMBER
* 3 DOOR DOWN - The Better Life ..................... 04.09.
* ATROCITY - Gemini ................................. 25.09.
* AVALON - Eurasia .................................. 04.09.
* BACKSLASH - Insanity .............................. 04.09.
CAGE - Astrology ..................................
CREMATORY - Believe ............................... 11.09. .... Nuclear Blast
* DARKWELL - Suspiria ............................... 18.09.
* DORO - Calling The Wild ........................... 11.09. .... Steamhammer
* DUSTED - When We Where Young ...................... 18.09.
* EDENBRIDGE - Sunrise In Eden ...................... 25.09. .24. Massacre
ELEGY - The Forbidden Fruit .......................
* GARDENIAN - Sindustries ........................... 25.09. .... Nuclaer Blast
* HELLOWEEN - If I Could Fly (Single) ............... 04.09. .24. Nuclear Blast
IRON SAVIOR - neues Album ......................... .24. Noise/T&T
* KAMELOT - The Live Legacy ......................... 18.09. .24. Noise/T&T
* MORIFADE - Cast A Spell (EP) ...................... 25.09. .25. Loud n'Proud
* MERCYLESS - Shure To Be Pure ...................... 15.09.
* NEVERMORE - Dead Heart In A Dead World ............ 11.09. .... Century Media
* NYCTOPHOBIC - Insects ............................. 11.09.
* ORATORY - Illusion Dimensions ..................... 11.09.
ORPHANAGE - Inside ................................ 04.09.
* RAINMAKER - Rainmaker ............................. 25.09.
* RHAPSODY - Holy Thunderforce ...................... 25.09. .24. L.M.P.
* SHADES OF DESPAIR - Shades Of Despair ............. 25.09.
* SHADOW KEEP - Corruption Within ................... 18.09.
* SOULFLY - Primitive ............................... 25.09. .22. Roadrunner
* THERAPY? - So Much For The 10 Year Plan ........... 29.09.
V.A. - Death Is Just The Beginning Vol. 6 ......... 11.09. .... Nuclear Blast
VIRGIN STEELE - The House Of Atreus - Act II ...... .24. Noise/T&T
* WESTWORLD - Skin .................................. 18.09. .22. Roadrunner
* OKTOBER
* APOCALYPTICA - Cult ............................... 02.10.
* ATROCITY - Gemini ................................. 30.10.
* DESTINY'S END - Transition ........................ 23.10. .... Metal Blade
* ENCHANT - Juggling 9 Or Dropping 10 ...............
* FEAR FACTORY - neues Album ........................ 30.10.
* FREEDOM CALL - Crystal Empire .....................
* HAMMERFALL - Renegade (Album) ..................... 19.10. .... Nuclear Blast
* HELLOWEEN - The Dark Ride ......................... 30.10. .... Nuclear Blast
* ICED EARTH - Melancholy (EP) ...................... 02.10. .... Century Media
* LIZZY BORDEN - Deal With The Devil ......verschoben 09.10. .... Metal Blade
* MANILLA ROAD - Mark Of The Beast .................. .... Monster
* MONSTER MAGNET - God Says No ...................... 30.10.
* PRETTY MAIDS - neues Album ........................ 23.10. .... Massacre
* PAIN OF SALVATION - The Perfect Element Part 1 ....
* RHAPSODY - Dawn Of Victory ........................ 30.10. .... L.M.P.
* SKYCLAD - Folkemon ................................ 23.10. .... Nuclear Blast
* SUB7EVEN - Sub7even ............................... 30.10.
* THEATRE OF TRAGEDY - neues Album ..................
* NOVEMBER
* ANNIHILATOR - neues Album ......................... 01.11.
BOLT THROWER - neues Album ........................ .... Metal Blade
* ISEGRIM - Dominus Infernus Uzhanas Vobiscum ....... 13.11.
* 2000
* ANGEL DUST - Into The Dark Past (ReRelease) .......
* ANGEL DUST - To Dust You Will Decay (ReRelease) ...
ARTCH - Another Return To Church Hill (ReRelease) . 2. Halbjahr .... Metal Blade
ARTCH - For The Sake Of Mankind (ReRelease) ....... 2. Halbjahr .... Metal Blade
* HANKER - Snakes And Ladders .......................
HEIR APPARENT - One Small Voice (ReRelease) ....... .... Metal Blade
* JUDAS PRIEST - neues Album ........................ Dezember?
* MANILLA ROAD - The Deluge (ReRelease) ............. .... Underground Symphony
PANZERCHRIST - Soul Collector ..................... Sommer
* ROUGH SILK - Symphony Of Life ..................... Herbst
SAVATAGE - Poets And Madmen .............verschoben Herbst
SKYLARK - Divine Gates Part 2: Gate Of Heaven ..... .... Underground Symphony
* WARRIOR - neues Album .............................
* 2001
* AGENT STEEL - neues Album .........................
* ANGRA - neues Album ............................... 1. Halbjahr
* ANVIL - Plenty Of Power ........................... 22.01.
* BLIND GUARDIAN - neues Album ...................... Herbst .... Virgin
* BROCAS HELM - neues Album .........................
* CHILDREN OF BODOM - neues Album ................... Ende Januar .... Nuclear Blast
* DEMON - neues Album ............................... 1. Halbjahr .... Spaced-Out
* DICKINSON, BRUCE - Rarities And B-Sides ........... .... Air-Raid
* DIMMU BORGIR - neuse Album ........................ .... Nuclear Blast
* EDGUY - neues Album ............................... .... AFM
* ELVENKING - neues Album ........................... Frühjahr .... AFM
* GAMMA RAY - neues Album............................ Frühjahr .... Noise/T&T
* HEIR APPARENT - neues Album .......................
* ICED EARTH - Horrorshow ........................... Frühjahr
* IRON MAIDEN - neues Live-Album .................... .... EMI
* KAMELOT - neues Album ............................. Frühjahr .... Noise/T&T
* MANOWAR - neues Album ............................. Winter .... Nuclear Blast
* MYSTIC CIRCLE - The Great Beast ................... 19.02.
* NARNIA - neues Album .............................. Frühjahr .... Nuclear Blast
* SAMMET, TOBIAS (EDGUY!) - Avantasia (Part I) ...... Januar .... AFM
* SLAYER - neues Album ..............................
* STEEL PROPHET - The Book Of The Dead .............. Januar
FR 29.09.2000 ... HAMBURG - Markthalle ...................... ab 18h
SA 30.09.2000 ... BERLIN - Halford .......................... 11-17h
DI 03.10.2000 ... MÜNCHEN - Metropolis ...................... 11-17h
SA 07.10.2000 ... OFFENBACH - Hafenbahn ..................... 10-16h
SO 08.10.2000 ... BOCHUM - Matrix ........................... 11-17h
SO 15.10.2000 ... WÜRZBURG - Rockpalast ..................... 11-18h
SO 22.10.2000 ... BRAUNSCHWEIG - Jolly Joker ................ 11-18h
SO 29.10.2000 ... BONN - Pop Music Contest ..................
SA 04.11.2000 ... STUTTGART - Röhre ......................... 10-16h
SO 05.11.2000 ... MANNHEIM - Capitol ........................ 13-20h
SO 12.11.2000 ... NÜRNBERG - Hirsch ......................... 11-16h
SO 26.11.2000 ... ESCH-ALZETTE (L) - Kulturfabrik ........... 11-16h
07. ALBUM-REVIEWS
(Balmung Klangwerke)
10,0 (BATTLE ANGEL)
Kontakt: Balmung Klangwerke, Postfach 27, 97454 Dittelbrunn
"Balmung" - der Opener vernichtet Euch mit Kraftmetall!
"Tanz der Schwäne" - versetzt Euch ins Mittelalter
"Bis die Augenlieder sinken" - lässt Euch auf den Tischen tanzen
(Spinefarm/Nuclear Blast)
6,5 (REVEREND)
Angeblich soll dieses Album ja zusammen mit der neuen IMMORTAL der
zweite Black Metal-Meilenstein des Jahres sein, aber irgendwie erfüllt
keines der beiden Alben diesen Anspruch, denn Meilensteine müssen entweder etwas neues erschaffen oder etwas bestehendes in Perfektion umsetzen, und beide Alben erfüllen keine dieser Anforderungen. Dass
CATAMENIA mal an der Speerspitze des melodischen Black Metal standen ist
wohl eine Tatsache, aber dieses Album hat einfach nicht die Klasse der
Vorgänger. Schlecht ist es deswegen sicherlich nicht, aber es fällt im
Vergleich einfach deutlich ab. Fans von CATAMENIA werden aber sicherlich
ihre Freude mit diesem Album haben, auch wenn man hier vergebliche elf
Tracks lang nach dem versprochenen Highlight des Genres sucht. Zu linear
sind die Songs aufgebaut, zu wenig abwechslungsreich wird man von der
stets gleichen Soundwann bedröhnt. Lichtblicke gibt es trotzdem, so
finden sich z.B. in "Blackmension" einige vielversprechende Ansätze, die
aber leider nur von kurzer Dauer sind. Da es diesem Album auch noch an
Power fehlt fällt meine Wertung schliesslich schlechter als die für
IMMORTAL aus:
Keine Ahnung welche Drogen sich ex-DREAM THEATER Tastenklimperer Kevin
Moore in letzter Zeit so einwirft und was er mit uns mit seinem neusten
Exkrement "You Go Now" eigentlich sagen will, fest steht nur eines: das
ganze hier hat mit Heavy Metal rein gar nichts zu tun. Aber soviel Ansprüche haben wir gar nicht. Mit Rock hat es allerdings auch nichts zu
tun. Da wird's dann schon schwieriger. Der RockHard schwafelt da was
von Avangarde-Einflüssen, introvertiert und schwer zugänglich - achwas!
Peter Gabriel oder Marianne Faithfull. Schön, aber die haben für diese
Grütze auch nur 8 Punkte vergeben, weil sie nicht auf die Ganz-Seiten-
Anzeige von Massacre Records verzichten wollten. Deswegen wird's dann
auch ein Interview geben, in dem man ihn wieder mal bestimmt nicht fragen wird, warum er nicht endlich die Griffel vom Songwriting lässt und
nur das tut, was er wenigstens kann: Keyboard spielen. Meinetwegen auch
inner Kirche anner Orgel. Aber nicht in meinem CD-Player. So und nun
heißt es für diese CD erstmal: You Go Now! - hinaus, aus meinem Fenster...
Neben BALMUNG eine weitere Band aus dem Frankenland - und was für eine!
Melodic-Death mit fetten Melodien am Fließband, es reiht sich Hit an
Hit und Ohrwurm an Ohrwurm. Gefällt mir um einiges besser als die neue
IN FLAMES, weil hymnischer und noch nicht so ausgelutscht. Denn genaugenommmen hört sich ja inzwischen jedes IN FLAMES-Album ziemlich ähnlich
an. Anhänger von melodischem Death-Metal können hier jedenfalls nichts
falsch machen.
Aus Brasilien kommen ja wahrlich nicht sehr viele Bands. DARK AVENGER
schaffen bereits mit ihrem Debüt aus dem Stand heraus ein aufsehnerregendes Album, welches mit Einflüssen von JUDAS PRIEST, MANOWAR (siehe
Bandname) und IRON MAIDEN wohl in erster Linie die Wahrmetallfraktion
unserer Leserschaft ansprechen dürfte. "Die Mermaid!" oder "Who Dares
To Care" sind schonmal richtig geile Abbanger mit tollen Riffs, doch
wo Licht, da auch Schatten, die Ballade "Give A Chance" ist wohl ultrapeinlich geraten ("Oh baby I need to be the one... Who has those lips
to kiss? - hüstel!!!), "Green Blood" dagegen zu belanglos. "Dark Avenger" oder "Madelayne" dagegen richtig guter Power-Metal, der PHANTOM-,
JUDAS PRIEST- und sogar LEFAY-Fans unter Euch interessieren dürfte.
"Ghost Divining" ist gar ein richtiger Brecher und somit sind DARK
AVENGER ein wirklich hoffnungsvoller Newcomer, die es in der Hand haben,
mit ihren nächsten Alben ihren Status auszubauen. Ein Album, dass man
haben kann, weil es einfach interessant ist, aber in Anbetracht von
massig anderen Alben gleicher Güte nicht haben MUSS. Achja: was faselt
Frank Trojan da im RockHard 7/2000: "Wer ... nach den letzten schwachen
Alben von MANOWAR, METAL CHURCH oder STEEL PROPHET nach neuen Helden
sucht, ist bei DARK AVENGER hervorragend aufgehoben." Mein lieber Frank,
Du hast nicht mehr alle Tassen im Schrank! MANOWAR haben noch nie ein
schwaches Album veröffentlicht (sogar "Fighting The World" war dreihundert mal besser als 99% aller restlichen damaligen Releases) und
STEEL PROPHET sind ja wohl nur noch Gott. Bei einer dermaßen schwachsinnigen Ansage würde ich doch sagen "Frank, geh' zum Hammer!", dort
haben wenigstens alle einen Hau in der Schüssel...
DEICIDE. Neues Album. Spielzeit 31:06, 10 Songs. Noch Fragen?
Stilistisch nix neues, technisch in Ordnung, der Sound kann nicht so
recht überzeugen, an "Serpents Of The Light" kommt dieses Album in
keinster Weise heran. Irgendwie schade, da hätte ich doch mehr erwartet.
Aber das war bestimmt nicht das letzte Album von DEICIDE...
Hat sich Mighty ausversehen gekauft, weil er in einem Anflug von BSE die
Band mit HANKER verwechelst hatte *eg* - macht nichts, dafür hab ich
sie jetzt. Der Albumvorgänger "Listen" wurde vielerorts mit QUEENSRYCHE
zu "Operation: Mindcrime"-Zeiten verglichen, was TEILWEISE auch zutraf.
Der neue Longplayer klingt allerdings anders, hat verstärkt DREAM THEATER-Arrangements zu bieten. Ich will nun wirklich nicht behaupten, dass
"Dwelling In The Out" schlecht ist, im Gegenteil. Mit starkem "Images
And Words"-Einschlag versehen und ohne wirklich geniale Riffs, Breaks
oder sonst irgendetwas, was einen Prog-Metal-Anhänger aufhorchen lassen
würde, können DIGITAL RUIN jedoch bei mir keinen Blumentopf gewinnen.
Nett, aber harmlos, ist wohl eine treffende Beschreibung dieser Scheibe.
Ein Best-Of-Album von DOG EAT DOG mit allen wertvollen (?) Single-Hits.
Als Bonus gibts auch noch vier Videos im MPEG-Format. Ja. Kennt hier
jemand DOG EAT DOG? Wer Metal hören will, braucht sie auch nicht zu
kennen. Denn die Songs klingen alle absolut gleich, dieses Album ist
also wirklich nur für DOG EAT DOG-Fans gedacht, die noch nicht jeden
Schei... äh jede Scheibe von ihren Idolen haben.
Ich war sofort hin und weg vor Verzückung, als ich den Opener "Cheyenne
Spirit" zu ersten mal gehört hatte - von Sabine Edelsbacher's Engelsstimme ganz zu schweigen. "Sunrise In Eden" wurde somit zu einem meiner
meisterwartetsten Alben des Jahres und ich zweifelte keine Sekunde daran, dass das restliche Songmaterial nicht mindestens genauso gut werden würde. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Produziert vom
Meister der Weltmusik himself, Gandalf, welcher hier sogar einige Sitar-Parts
beisteuerte und gemixt von PC69-Basser Dennis Ward, hat mich der
grandiose Sound der Scheiblette erstmal weggeblasen. Doch leider, leider
können EDENBRIDGE im weiteren Verlauf ihres Debüts den hohen Standard
des Openers nicht halten. Das paradoxe daran ist allerdings, dass die
Scheibe wirklich nicht schlecht ist. Guter Gesang, nette Melodien usw. doch leider ist das ganze für ein Metal-Album einfach zu brav geraten.
Es fehlen ein paar härtere Ausreißer, ein paar geniale Ideen, ein bißchen mehr Mut zur Abwechslung. Auf der anderen Seite bekommt man aber
genau durch die Ruhe und Gelassenheit, die das Album ausstahlt, ein
ausgeglichenes Stück toller Rockmusik geboten. Und deshalb ist die Note
auch gerechtfertigt. Und jeder, der hier etwas von NIGHTWISH oder Trittbrettfahrerei labert, hat überhaupt keine Ahnung, denn EDENBRIDGE besitzen jetzt schon ein eigenes Flair.
Scheint zur Gewohnheit zu werden, dass Drakkar Records sämtliche geilen
Scheiben des finnischen Schmankerl-Labels Spinefarm (NIGHTWISH, SONATA
ARCTICA (die wurden allerdings von Century Media lizensiert) und wie
sie alle heißen) erstmal viele Monate später auch dem deutschen Metal-Volk
zugänglich macht. An der Qualität der Scheibe ändert sich daran
aber nichts und deshalb könnt ihr in diesem Falle unser Review in Ausgabe 20 lesen. Wir sind eben unserer Zeit voraus und haben die Band bereits abgefeiert, bevor die anderen Magazine überhaupt gewußt haben,
dass es sie überhaupt gibt. Inzwischen hat ja sogar das RockHard mitbekommen, dass es im fernen Spanien eine grandiose Band Namens TIERRA SANTA gibt...
Heilig's Blechle! Mindestens 666mal verschoben und seit zwei Jahren
überfällig - doch das Warten hat sich gelohnt. EXCITER zünden auf ihrem
mittlerweile achten Studioalbum eines der gewaltigsten Feuerwerke in
ihrer bereits 21(!) jährigen Geschichte ab. Jacques Bélanger, nun glücklicherweise doch wieder mit von der Partie, schreit sich die Seele aus
dem Leib und steht einem Rob Halford zu seinen Glanzzeiten in wirklich
nichts hinterher. Im Gegenteil, der gute Rob muss sich vor Jacques'
screaming "Weapons Of Mass Destuction" ganz warm anziehen für sein anstehendes Comeback. Gitarrenhengst John Ricci, einzig verbliebenes Urmitglied, schüttelt sich am laufenden Band Monsterriffs aus dem Ärmel,
nicht EIN, sondern NUR Asse lautete das Motto für "Blood Of Tyrants".
Und es ist aufgegangen. Songtitel wie "Metal Crusaders", "Rule With An
Iron Fist", "Brutal Warning" oder "Violator" kündigen es bereits an,
doch was es dann auf die Lauscher gibt, übertrifft die kühnsten Erwartungen. Hat da jemand gesagt, "Dark Command" liese sich nicht mehr toppen? Pustekuchen! Was MARDUK auf ihrem letzten Album an Geschwindigkeit,
was IMMORTAL auf ihrem aktuellen Werk an Kompromißlosigkeit abgeliefert
haben, EXCITER bügeln dafür mit fetten Grooves und wahnwitzigem Vocals
alles und jeden an die nächste Friedhofmauer. Überflüssig zu erwähnen,
dass alle drei Bands aus dem Hause Osmose Productions kommen. Mit ihren
typischen Shout-Chören, gewaltigem Drumming und einem unsterblichen
Titeltrack "Disturb the dead for vengeange reigns; Immortal rage awaits
to massacre; Slay the beast; That tyrant's call; To kill the shadows of
war! - GIVE ME BLOOD - GIVE ME BLOOD! - OF TYRANTS" haben EXCITER nicht
nur ihre Daseinsberechtigung für neue Jahrtausend abgeliefert, sondern
ein ganzes Genres - den U.S. Speed-Metal - neu belebt!
Das ist doch mal was erfreuliches: Gute-Laune Death'n'Roll aus Dänemark,
garniert mit ordentlich schweren Grooves. Als letzten Track gibt's das
MOTÖRHEAD-Cover "Killed By Death", das eigentlich besser als das
Original klingt. Party-Mucke vom Feinsten. Ohne Anspruch, aber dafür
unterhaltsam anzuhören.
Nachdem bereits Bruce Dickinson mit "Accident Of Birth" nicht nur seine
Rückkehr zum Heavy Metal, sondern damit auch gleich seine Rückkehr-Berechtigung als neuer, alter IRON MAIDEN-Frontmann klargemacht hatte,
versucht sich nun das ehemalige JUDAS PRIEST-Stimmband Rob Halford wieder als Metal God zu profilieren. Was liegt da näher, als da Roy Z. mit
ins Boot zu nehmen, der wohl nun entgültig zum Star-Macher avanchiert
sein dürfte? Eben - nichts. Und so knallt uns Rob 50 Minuten Old-School
Metal um die Ohren und es ist ihm deutlich anzuhören, dass er hier alles
gegeben hat und sich wirklich Mühe macht und hinter diesem Projekt
steht. Doch der Ausdruck Projekt ist in diesem Fall ganz bewußt so gewählt von mir. Als Ganzes betrachtet schweben über "Resurrection" - und
sei es auch nur im Hintergrund, was aber ganz bestimmt nicht der Fall
ist - Dollarnoten, die Angst vor musikalischer Bedeutungslosigkeit und
die unvorstellbare Tatsache, vielleicht schon bald in Vergessenheit und
Ignoranz seitens der Metal-Gemeinde abzudriften. "Resurrection" ist somit Rob's letzte Chance, wieder Fuß zu fassen. Und er hat genau dies
fast noch notwendiger als Bruce Dickinson. Seine Chancen stehen trotzdem gut: nicht nur IRON MAIDEN haben ohne Bruce Dickinson und Adrian
Smith nichts mehr auf die Reihe bekommen - auch JUDAS PRIEST scheinen
ohne Rob keine Visionen und Injektionen mehr zu haben (Ich glaub du
brauchst auch ne Injektion - BP). Wie sonst wäre es zu erklären, dass
der so dringend benötigte Nachfolger zum absolut schwachen "Suck-U-Later"-Ausfall einfach
nicht in die Pötte kommt? Auch wenn die "Painkiller II"-Übertreibungen maßlos übertrieben sind: mit True-Metal
Granaten vom Schlage "Resurrection", "Made In Hell", "Locked And
Loaded", "Night Fall" oder "Cyberworld" zieht der gute Rob an seinen
ehemaligen Kollegen mit einem enormen Vorsprung mitleidlos auf der
Überholspur vorbei. Mit "Silent Screams" befindet sich noch eine
überragende Halbballade mit an Bord und bei "The One You Love To Hate"
treffen sich die Luftsirene Bruce Dickinson und Metal God Rob Halford
gar zum unübertrefflichen Duett. Und zwar genau zwischen den Augen. Metalherz, was willst Du mehr? Eine JUDAS PRIEST-Reunion? Das dürfe denke
ich bald klar gehen...
"Gehasst, verdammt, vergöttert" dürfte mittlerweile auch auf HAMMERFALL
zutreffen. Alles was derzeit schlecht ist im Metal, hat nur eine Wurzel:
HAMMERFALL. Sie sind schlecht, sie sind Poser, sie spielen Teenie-Metal
für junge Pickelgesichter, die vom wahren Metal der 80er keine Ahnung
haben. Ich würde eher sagen Ihr seid doch alle nur neidisch, weil ein
Newcomer erstmal ganz tierisch die Charts von hinten aufgerollt hat. Und
sei es nur, weil das RockHard sie gepuscht hat ohne Ende. Die Wahrheit
liegt irgendwo da draußen. Neben diesem vielleicht kommerziellsten Song
aus dem Hause HAMMERFALL, welcher allerdings durchaus gelungen ist und
zu den bis dato reifsten Stücken der Schweden gehört, gibt es noch zwei
Coverversionen: HEAVY LOAD's "Run With The Devil", welches bereits auf
der "Power From The North - Sweden Rocks The World"-Compilation vertreten war/ist und das ACCEPT-Cover "Head Over Heels" mit Udo Dirkschneider
als Unterstützung. Doch auch dieser Titel ist nicht neu und war auf dem
ACCEPT-Tribute von Nuclear Blast vertreten. Fans, die sich diese beiden
Fullprice-Sampler nur wegen HAMMERFALL gekauft haben, sind in diesem
Falle also die angeschissenen. Also Bonus gibt es noch für den PC einen
Multimedia-Track in Form von "HammerFall in WireWorld", welcher neben
einem HAMMERFALL-Bildschirmschoner auch noch die Aufnahme-Sessions ein
wenig dokumentiert. Für 10-12 Mark kann man da also mit dieser Single
nichts falsch machen, zumal das Teil bestimmt irgendwann in uns unbekannter Zukunft mal nen Batzen Kohle wert sein wird. Ein grandioser Song
aus eigener Feder, welcher nur auf dieser Single erhältlich ist, wäre
uns da aber lieber gewesen. RUNNING WILD und alte HELLOWEEN haben uns
schließlich bewiesen, dass das auch geht, wenn man nur will. Mal gucken,
wie das Album denn nun wird...
Workaholic Peter Tägtgren schlägt zurück! Gerade mit seinem Nebenprojekt PAIN weltweit auf Anerkennung gestossen (damit schliesse ich
jetzt Mal den Innovationen nicht aufgeschlossenen Teil der Metal-Welt
aus) (der Rest der Redaktion dankt - die Red.), wollte er sich doch
nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, und ging kurzerhand mit seiner
Haupt-Formation ins eigene Studio (Schaut Euch mal den Albentitel an,
ich denke, der sagt wohl alles...) um die Unkenrufe, er sei durch PAIN
unter Umständen ein wenig ausgewimpt, im Keim ersticken zu lassen. Nun,
das, was dabei herausgekommen ist, kann sich hören lassen. Bereits der
Opener "Legions Descend" fegt Euch mit einer Härte weg, die man HYPOCRISY seit "The Fourth Dimension" (1994) garnicht mehr zugetraut hätte.
Auch der darauffolgende Song "Blinded" ist sehr schnell und energiegeladen. Man spürt förmlich, wie Peter sich gegen die schweren Vorwürfe,
die man ihm im Hinblick auf PAIN gemacht hat, wehrt... und zwar erfolgreich. Freunde der etwas gemässigteren HYPOCRISY-Phase der letzten 5
Jahre werden jedoch fragen: "Und was ist mit uns?" - Doch, keine Angst,
auch diese Leute werden bedient. Mit dem futuristischen Mid-Tempo Track
"Resurrected", dem orchestral unterlegten "Fire In The Sky" und dem hymnenhaften "Deathrow (No Regrets)" zeigt die Band mal wieder, wieviel Potential sie besitzt. Über die Produktion in gewohnter Abyss-Qualität
brauche ich wohl nichts zu sagen - bleibt mir also nur, dieses Album
jedem, absolut jedem Death-Metaller wärmstens zu empfehlen, und die
Zweifler zu bitten, den armen Peter Tägtgren in Zukunft nicht direkt
zu verfluchen, wenn er einmal über den Tellerrand schaut. Dieser Mann
weiss, was er tut...
Nach ihren erfolgreichen Comeback-Alben "The Fourth Judgement" und "The
Age Of Mastery", welche bereits jetzt Klassiker sind, wagen sich die
Herren um Ausnahmestimme Harry "The Tyrant" Conklin nun an eine Metal-Oper
und weil das alleine schon recht außergewöhnlich für eine amerikanische Band ist, nahm man auch gleich noch Shakespear's "Mac Beth" dafür
her. Hohen Ansprüchen folgen auch hohe Erwartungen. JAG PANZER sind dafür von ihrem "Melodien zuerst, dann die Texte" Songwriting abgewichen,
denn der Text bzw. die Handlung standen vorher ja bereits fest. Demzufolge braucht es schon mehrere Durchläufe, um das Album wirklich ganz
erfassen zu können, wirkt "Thane To The Throne" sperriger als die Vorgänger, hat man aber trotzdem auf so manchen Ohrwurm nicht verzichtet.
"King At A Price" etwa oder auch "Fate's Triumph" sind solche und haben
uns auch schon auf dem BYH-Festival plattgewalzt.
Die neben MANOWAR wohl am europäischsten klingende U.S.-Band mit ihrem
ersten Live-Album, aufgenommen auf der letzten Tour mit CRIMSON GLORY.
Bis auf "Call Of The Sea" (vom '95er Debüt "Eternity") wurde in Punkto
Songauswahl ansonsten leider nur auf das Material der letzten beiden
Studioscheiben "Siege Perilous" und "The Fourth Legacy" zurückgegriffen,
was den historischen Eindruck etwas schmälert. Das macht aber nichts,
sind diese Alben doch die besten der KAMELOT-Geschichte. "Until Kingdom
Come", "Expedition", "The Shadow Of Uther", "Millenium", "A Sailorman's
Hymn", "The Fourth Legacy", "Desert Rain/Nights Of Arabia" - muß ich darüber noch viele Worte verlieren? Dampfende Metal-Hymnen mit Ohrwurmmelodien und intelligenten Texten (selten bei Live-Alben: sie sind neben
zahlreichen Tourfotos doch tatsächlich dabei!) und eine gute Live-Atmosphäre machen "The Expetition" für jeden Fan der Band interessent. Wegen
der bereits erwähnten Beschränkung auf die letzten beiden Alben schrammt
das gute Teil knapp an einem Klassiker-Status vorbei, aber dafür gibt es
als Bonus noch drei rare Tracks, die "The Expetition" auch für Live-Alben
Verschmäher interessant machen dürften: das tolle Instrumental "We
Three Kings", den "Siege Perilous"-Japan-Bonustrack "One Day" (super!)
und eine neu aufgenommene Version des "Dominion"-Stücks "We Are Not
Separate" (nun mit Sänger Roy Khan, neuen Keyboardarrangements und insgesamt trotzdem gitarrenlastiger). Alles in allem also ein wirklich gut
gemachtes Live-Album, welches neben der tollen Verpackung (Cover und
Booklet) auch einen guten Gegenwert bietet.
Neben BALMUNG hier tatsächlich NOCH eine Band, die (in diesem Falle
größtenteils) mit deutschen Texten arbeitet. Musikalisch hat man mit
BALMUNG allerdings nicht sehr viel zu tun, denn KREUZFEUER sind eher
dem melodischen Death-Metal zuzuordnen, benutzen also viel Keyboard und
rauhen (aber nicht grunzigen) Gesang. Eigentlich könnte man fast schon
sagen, die klingen CREMATORY nicht unähnlich, nur mit dem Unterschied,
dass ihre Texte nicht so peinlich sind wie die von CREMATORY und dass
man die Gitarren deutlich weiter im Vordergrund stehen hat. Doch es
finden sich auch viele andere Einflüsse aus der Death- und Black-Ecke
wieder, gut gewürzt mit Orchesterpassagen, Klassikfragmenten und Ausschnitten aus Filmszenen. "Blut für Blut" ist eine düstere Oper aus
germanischen Mythen und nihilistischer Todesverherrlichung. Der absolute
Höhepunkt mit Klassikerstatus ist "Den Göttern nah" Part 1 und 2, unterbrochen durch "Blut für Blut" mit Sprechgesang und einem Ausschnitt aus
dem "Conan der Barbar"-Soundtrack. Ein absoluter Meilenstein, der auch
ziemlich gut auf BATHORY's "Twilight Of The Gods"-Opus gepasst hätte.
Bei "Die Metzerküche" hat man sich doch tatsächlich ein paar Riffs des
CANNIBAL CORPSE-Mutantensongs "Stripped, Raped And Strangled" ausgeliehen, da brauch' ich Euch dann auch gar nicht mehr zu erzählen, dass
man die Texte bis auf "Den Göttern nah" eigentlich nicht versteht, doch
Hauptsache die Band versteht was: nämlich ihr Handwerk. Für ein Debüt-
Album jedenfalls überraschend gut und die Texte sind ja auch dabei.
Mit "War Is Coming" befindet sich übrigens noch ein Cover der Ami-Death
Metaller SIX FEET UNDER an Bord. Death- und Black-Metaller sollten hier
unbedingt mal reinhören.
Leider gibt's das gute Teil nicht im Laden.
Hier zum Probehören:
Eine neue KROKUS Best-Of, 15 Tracks, digital-remastert, mit großspurigem
Aufkleber "plus liner notes, rare photos and more!" - im Booklet sehen
wir dann immerhin 3(!) Fotos und Liner Notes. Von Texten, History oder
sonstigem "and more!" ist weit und breit nichts zu sehen. Soviel zum
Thema. Oft als AC/DC-Kopie verschrieen, hatten KROKUS mehr zu bieten,
waren ihre Songs meist nicht ganz so basisch auf das notwendigste beschränkt. Auch wenn der größte KROKUS-Hit bezeichnenderweise nur eine
ALICE COOPER-Coverversion "School's Out" war und sie auch wegen ihrer
Covers von THE SWEET's "Ballroom Blitz" und THE GUESS WHO's "American
Woman" bekannt wurden, so hatten die Schweizer mit eigenen Songs der
Marke "Long Stick Goes Boom", "Bedside Radio" oder "Eat The Rich" doch
ebenfalls richtige Hits an Bord. Neben diesen sechs Stücken befinden
sich noch mit auf der Compilation "Bad Boys - Rag Dolls", "Playin' The
Outlaw", "Midnite Maniac", "Night Wolf", "Headhunter", "She's Got
Everything", "Heatstrokes", "Screaming In The Night" und "Stayed Awake
All Night". Remastert klingt das ganze nun frischer und lebendiger für KROKUS-Neueinsteiger also fürwahr "die definitive" Zusammenstellung.
Ansonsten wegen fehlendem raren Material oder ähnlichen Gimmicks für
Besitzer der Studioalben oder der '93er-Compilation "Dirty Dozen" ziemlich überflüssig.
Ich fand ja schon den Vorgänger "Return To Heaven Denied" ziemlich
langweilig, sieht man einmal vom wirklich genialen "Lady Lost In Time"
ab. So ein Übertrack befindet sich auf diesem Teil hier leider nicht
und deshalb ist das Ding auch noch langweiliger geraten als das von
allen Seiten gelobte "Zurück zum verschlossenen Himmel". Nur dass diesmal hoffentlich auch Eure Ohrmuscheln verschlossen bleiben. Seit doch
mal ehrlich - "Sons Of Thunder" vergammelt seit mindestens 8 Monaten
leblos in Eurem Regal und jedesmal, wenn Euer Blick zufällig dort vorbeigewandert ist, habt ihr lieber zu einer STRATOVARIUS gegriffen. Ist
doch so...
Unabhängig davon, ob einem diese Band gefällt oder nicht: wer braucht
denn LIFE OF AGONY bitte "unplugged"? Eben. Niemand. Außer natürlich
die Plattenfirma, die mit diesem halbgaren Produkt Geld verdienen will.
Keith Caputo's Gesang klingt grausam, wenn er denn überhaupt einmal zu
hören ist und nicht von den Instrumenten, welche zudem ja nicht mal
unter Storm stehen, gnadenlos überkleistert wird. Kommt noch dazu, dass
er zwar verzweifelt versucht, die richtigen Noten zu treffen, ihm das
aber leider auf Teufel komm raus nicht gelingen will. Abgerundet wird
das alles noch durch einen fürchterlichen Sound, der gerade so über
Bootleg-Qualität hinausreicht. Fast hätte ich vor Schreck den
Promo-Pappdeckel geraucht in dem die CD steckt, weil ich das Hanfblatt nach
dem 23. Bier für echt hielt...
Endlich mal eine Band, die genauso heißt, wie sie klingt. Und 26 Songs
in etwas knapp über 52 Minuten muß man auch erstmal schaffen. Innerhalb
dieses Zeitrahmens wird die Geschichte des U.S.-Massenmörders Jeffrey
Dahmer's erzählt, eingehüllt in musikalischen Stilmischmasch der gehobenen Zumutungsklasse. Hier wird von Thrash- über Death-Metal, Punk und
Jazz-Einlagen, Grindcore und Blues so ziemlich alles geboten, was sich
nur irgendwie verwirklichen lässt und dabei auch noch minimalst Sinn
macht. Von dem allmählich langweilenden Abschlächter-Lebensläufen und
der wirklich allen verfügbaren Nerven beanspruchenden stilistischen
Vielfalt einmal abgesehen, stoßen MACABRE vom instrumentellen Können
her gesehen allerdings schon fast in Prog-Metal Dimensionen vor. Sie
beherrschen ihre Instrumente wie kaum eine andere Bands dieses eigentlich gar nicht existenten Genres, aber sei es auch, dass man sie irgendwo zwischen Death und Thrash einordnet. Die hochintelligenten Gitarren
(hört Euch mal "Exposure" an), könnten jedenfalls auch auf einem DEATH-Werk
zu hören sein und ein gewisser Hitfaktor bei "In The Army Now",
"Grandmother's House" und dem DESPERADOS-kompatiblen Western-Schmasher
"Coming To Chicago" sind unbestreitbar. Ich finde das Teil killt. Entweder Eure Hörmuscheln, Euren guten Geschmack oder Eure Amps.
Ja heiliges Kuhhirn! Was ist denn in METALIUM gefahren? Mit ihrem Debüt
"Millenium Metal" noch von allen ehrlichen Rezensenten ausgelacht und
niedergemacht (nur die Hype-Presse fuhr natürlich darauf ab), hat die
Band nach oberpeinlichen Streitereien, die überflüssigerweise auch noch
in allen Musikpublikationen breitgetreten wurden, einen Teil der Mannschaft ausgetauscht und präsentiert uns nun den Nachfolger, welcher
Story-mäßig an den Vorgänger anknüpft, musikalisch aber doch zu überraschen weiß. Zum einen fehlen die doch gar nicht mal so schlechten
Gitarren-Riffs eines Chris Caffery, zum anderen gibt's dafür gutes Keyboardgeklimper von Paul Morris (RAINBOW) - doch wie man es bei METALIUM
auch drehen und wenden mag - es bleibt Durchschnitts-Metal. Da knallt
der Opener "Steel Avenger" hat noch ganz ordentlich, doch das dazu passende Solo fehlt, da purzeln die Noten zu "Years Of Darion" einfach zu
lustlus aus den Boxen und mittendrin fährt Paul Morris plötzlich ein
geiles Keyboard-Riff auf, bevor es wieder im Mittelmaß versinkt. Und
so geht es das ganze Album zu: entweder fehlt's am Refrain, oder einem
guten Song fehlt als Sahnehäubchen ein tolles Solo. Oder ein tolles Solo,
das Aufhorchen lässt, spritzt mittendrin bei einem völlig belanglosen
Song auf. Da brauchen die Jungs gar nicht damit anzugeben, in welch kurzer Zeit die Songs entstanden sind - hätte man sich etwas länger Zeit
gelassen, hätte das Album durchaus gut werden können. So verlaufen sich
durchaus viele gute Ideen in einem langweiligen Umfeld. Das Erscheinen
eines neuen METALIUM-Albums muß einem ehrlichen Rezensenten genauso
traurig stimmen wie ein neues PRIMAL FEAR-Album: von einer gekauften
Presse fehlgeleitete Fans, die in jedem künstlich herbeigeführten Pusch
eine Sensation sehen, stürzen sich darauf wie die Geier und machten das
METALIUM- und das PRIMAL FEAR-Debüt zu den meistverkauften Newcomwer-Alben
des jeweiligen Jahres (um die 40.000 abgesetzte Einheiten), während absolut eigenständige Schmuckstücke wie BALMUNG nicht mal 'nen
Plattenvertrag bekommen und Jahrtausend-Ausnahmegenies wie ADRAMELCH
von ihrem Debüt gerademal 150 Platten verkauft haben... welch armselige
Welt!
Hier kommt ein Death/Black-Metal-Eintopf mit dick Keyboards, melodischen
Gitarren und rauhen Gesang. Klingt im grossen und ganzen recht überzeugend, mit dem Vorgänger hat dieses Album aber nichts mehr gemein.
Warum sollte es das auch, denn von der Band sind nur die Gitarristen
noch die gleichen. An den Drums hockt jetzt Ex-DARK FUNERAL-Trommler
Alzazmon, und verleiht diesem Output reichlich Maschienengewehr-Ryhtmus,
was aber als einziges nicht so recht zum Klangbild auf diesem Album
passen mag.
Während die armen Kerle von der Presse ständig als billige HAMMERFALL-Kopie abgestempelt wurden,
obwohl sie mit ihrem Debütalbum viel früher
da waren als diese, schloß ich NOCTURNAL RITES bereits mit ihrem Zweitling "Tales Of Mystery And Imagination" tief in mein Herz. Genialer
Gesang, geniale Songs, die oftmals als Mischung aus old HELLOWEEN meets
RIOT meets härtere EUROPE daherkamen und mit "Ring Of Steel", "The Vision", "Warrior's Return", "Change The World" oder "The Curse" hatte
man auch noch fantastische Hits an Bord, die sich so schnell nicht mehr
aus Euren Gehörgängen befreien wollen. Der Nachfolger "The Sacred Talisman" gefiel mir trotz besserer Produktion nicht so gut, denn die
Songs kamen ZU glattgebügelt und zu leblos rüber. Und sieh an! Mit
"Afterlife" haben sie nun auch ihren Stil beinahe schon radikal geändert. Aber keine Angst, Ihr braucht keinen Anfall zu bekommen. Selten hat ein Labelinfo so gut getroffen wie hier: eine Mischung aus RIOT
und RAINBOW wird uns nun präsentiert - und der neue Frontmann Jonny
Lindkvist trägt einen gewissen Teil dazu bei. Beim Übersong "The Devil's
Child" gelingt es der Band sogar, in seelige "Thundersteel"-Zeiten vorzudringen und gleichzeitig den mit Abstand besten RIOT-Track seit langem
einzutrümmern - fantastische Gesangsleistung, geiler Refrain, super
Gitarrenleads, auch "Sacrifice" und das gigantische "Temple Of The Dead"
wissen da zu überzeugen. Das ist jedoch ein wenig wenig, um da eine
Kaufempfehlung auszusprechen. "Tales..." bleibt das beste Release dieser Truppe, die leider versucht hat, von ihrem Image loszukommen - und
in ein anderes gerutscht ist: RIOT und RAINBOW waren(!) jeweils alleine
besser als ihre beiden Zutaten zusammen und deshalb funktioniert "Afterlife" nur teilweise. Und ein ganz anderer Denkansatz kommt mir da gerade
in den Sinn: wer braucht eigentlich eine AXEL RUDI PELL-Kopie? Die Wahrheit liegt irgendwo da draußen...
Ich höre sie schon wieder intriegieren und ablästern, die pseudo-truen
"wir sind die wahren Kult-Metaller"-Witzfiguren, die alles hassen, was
nur ansatzweise nach Melodic-Speed klingt. Denn spätestens im nächsten
Satz werden sie Euch mit den Worten HAMMERFALL und HELLOWEEN belästigen. Im Falle der gerademal 20jährigen Schweden sollte Euch dieses Geschwafel aber am Arsch vorbeigehen, sonst geht an Euch ganz was anderes
vorbei: eines der besten Newcomer-Alben dieses Genres. Weder EDGUY noch
STRATOVARIUS klangen auf ihrem ersten Album derartig, ja fast schon abartig professionell wie es NOSTRADAMEUS tun. Eine fetzig-bombastische
Produktion von Mikko Karmila (STRATOVARIUS, EDGUY, NIGHTWISH, HIM, ...),
ein herrlich klischeehaftes Coverartwork, eine professionelle Rhythmussektion und ein fähiger baßspielender Sänger (Freddy Persson) (Freddy in
Person? - Draonlady), welcher nur noch an seinem schwedischen Akzent ein
wenig herumbasteln sollte - das sind die Zutaten, die "Words Of Nostradameus" zu einem Sahnestück machen. Die limitierte Erstauflage dürfte
den oben genannten Lästerern dann noch massenweise Herzinfarkte bescheren: da geben sich nämlich Freddy Persson und HAMMERFALL-Frontposer Joacim Cans ein Duett, welches auch noch "One For All, All For One" heißt
und so manchem Metal-Teen feuchte Träume bescheren wird. Vorausgesetzt
da wachsen schon Haare an den entsprechenden Stellen.
Ist eigentlich niemand darauf gekommen, dass der Titeltrack irgendwie
ein wenig nach STEEL PROPHET on speed klingt? Unabhängig davon schmettern uns PARADOX mit ihrem Comeback-Album eine grandiose Thrash-Metal
Backpfeife um die Ohren, die in dieser Form nicht zu erwarten war. Oder
hatte jemand ernsthaft damit gerechnet, dass die alten Helden es tatsächlich schaffen würden, nochmal so 'nen richtigen Old-School METALLICA-
Kracher aus dem Boden zu stampfen? "Collision Curse" könnte stilistisch
auch von eben jener Kapelle stammen, wenn sie nach "Master Of Puppets"
ein wenig melodischer statt nichtssagender geworden wäre. Charly Steinhauer, seines Zeichens Gitarrist und großartige James Hetfield-Kopie,
hat als letztes verbliebens Urmitglied neben dem Zweit-Gitarristen
Kai Pasemann noch die beiden ex-SIEGES EVEN Brüder Oliver und Alex
Holzwarth mit an Bord genommen, was sich dahingehend bemerkbar macht,
dass die Tracks trotz ihrer hohen Komplexität trotzdem eingängig bleiben
und locker ins Ohr flutschen. Am Ende steht ein richtiger Thrash-Knaller,
der produktionstechnisch voll auf der Höhe der Zeit steht und keinen
Anhänger dieser Stilrichtung enttäuschen wird. Die Brikett's für ein
Thrash-Revival glühen bereits. Trend, ich hör Dir trapsen... starke
Grauenhaftes Hardcore-Geschrabbel, dass keine alte Sau braucht. Ohne
jedweden Anflug von Melodie, Gesang oder Spielkultur knüppeln sich die
pissenden Rasiermesser zwischen Himmel und Hölle ("Between Heaven And
Hell"), hin und her, sind ab und an total außer Kontrolle ("Out Of Control") und wechseln manchmal auch die Seiten ("The Other Side") - letztendlich hat man zum Glück aber noch "Choices" - sprich, die Wahl ob man
sich dieses Zeug wirklich antun will oder nicht. Ich bin für Letzteres.
Nach der letztjährigen Lachnummer "Evilution Part I", welches von der
gekauften Fachpresse teilweise in höchsten Tönen abgefeiert wurde und
mancherorts sogar mit WARRIOR's "Fighting For The World" verglichen
wurde (unfassbarer geht's kaum noch), beweisen POWERGOD mit ihrem zweiten Album, dass tatsächlich noch so einiges Potential in ihnen schlummert und sie für ihr Debüt einfach nur viel zu früh ins Studio geschickt
wurden, anstatt ihnen ein wenig Zeit zu gönnen. Jedenfalls überraschen
uns die Jungs nicht nur mit einem neuen Sänger (Präservativ Evil oder
so ähnlich), sondern auch mit krachenden 80er-Hymnen in selbigem Sound,
welcher schon fast live klingt. "Back To Attack" hört sich beinahe schon
nach einem re-releasten U.S.-Metal Klassiker an, auch wenn hier natürlich noch ein paar mehr Rafinessen fehlen, die eine solche Bezeichnung
(Klassiker) verdient hätten. Aber Hama Hart, Riff Randall und President Evil bollern uns erstmal gegen die Wand. Ob das nun der Uptempo-
Opener "Back To Attack" oder "Lost Illusions" ist. Bei "The Eagle & The
Rainbow" hat man wohl ein paar LSD-Effekte mit eingebaut, hört sich jedenfalls ein wenig nach 70er-Mucke an - allerdings weder nach den EAGLES,
noch nach RAINBOW. Mit "Observatör" haben die Jungs sogar einen Highspeedknaller mit fetten Chören im Gepäck, der als Nachfolger von POWERMAD's "B.N.R." durchgehen könnte. "Prisoner" und das LOUDNESS-Cover
"Esper" knallen ebenfalls ohne Ende, bevor es mit "Evilution Part II"
ziemlich anspruchsvoll wird und wir einen 9minütigen, bombastisch-orchestralen Fetzer serviert bekommen, der widerum mit fetten Chören und
teilweise progressiven Arrangements das Album würdevoll beendet.
Nix Melodic-Speed, nix Teutonen-Metal - nein, hier gibt's satt was inne
Fresse von einer Band, die bereits jetzt die gesamte Arschkrampen-Palette von PRIMAL FEAR über SINNER bis hin zur 666. Melodic-Speed Kopie
locker in die Tasche steckt. Das einge Manko an dieser Scheibe ist leider, dass sich mit "Anybody Home" und "Temple Of Forbidden Love" auch ein
paar Langweiler mit reingemischt haben, das hätte nicht sein müssen.
Trotzdem gibt es an dieser Stelle an Kaufempfehlung und wer mich kennt,
weiß, dass wenn derartige Worte aus meinen Fingern sprießen, spätestens
das dritte Album dieser Band ein Klassiker werden MUSS, wollen sie meine
Weissagungen nicht ad absurdum führen...
Während in Japan im Juli diesen Jahres bereits der Nachfolger "Nowhere
To Hide" in die Regale gestellt wurde (kommt im September endlich auch
in Deutschland raus - TMS!), haben PRAYING MANTIS endlich auch in ihrer
Heimat England einen Deal an Land gezogen. Dort erschien die Tage das
'98er-Album "Forever In Time", welches bis dato ebenfalls nur als teuerer Japan-Import erhältlich war. Geschwafel hin und her - "Forever In
Time" ist meiner Ansicht nach das bis dato beste PM-Album ihrer langen
Historie und gefällt nicht nur mir (mir auch! - TMS!) sogar besser als
ihr allseits bekannter Klassiker "Time Tells No Lies", weil einfach
alles moderner und transparanter klingt, ohne die Roots auch nur eine
Andeutung lang zu verleugnen. AOR-Hits en masse, Ohrwurmmelodien (nicht
nur auf Refrains beschränkt, auch in Sachen Keyboards und Gitarren haben die Engländer sich herausragende Melodien aus den Hüften geknetet
(häh?¨? - TMS!) - ob das nun der überzeugende Opener "Wasted Years" ist,
das folgende "The Messiah" oder um es kurz zu machen: der Rest des Albums - "Forever In Time" werde ich mir bestimmt auch in vielen Jahren
noch gerne Auflegen. Lediglich die Produktion hätte ich mir etwas luftiger und transparenter gewünscht, aber Chris Tsangarides ist halt auch
nicht mehr der Jüngste. Kaufen und schwelgen!
Gesichtet bei: Hellion, Rising Sun
Zugegeben - es nimmt derzeit schon etwas überhand in Sachen Klassik-Rock
Projekte. Die Lawine, die Ende der 90er hauptsächlich RAGE ausgelöst haben dürften, hatte letztendlich auch die Erfinder jener Sparte,
DEEP PURPLE, wieder erfasst und ist nun bei den SCORPIONS angelangt.
Erfreulich aber bleibt, dass jede dieser Bands es geschafft hat, ihren
völlig eigenen Stil umzusetzen, was hauptsächlich allerdings an den jeweiligen Arrangements der jeweils eingesetzten Dirigenten (METALLICA,
SCORPIONS) oder/und den Künstlern selbst lag (Jon Lord) - und genau dort
setzen die Unterschiede an: Jon Lord, ein Klassik-Fan durch und durch und genau deshalb klingt sein "Concerto for Group and Orchestra" auch
nach einer Symphonie - nach einer perfekten Umsetzung und Ausarbeitung
klassischer Musik. Michael Kamen, bei PINK FLOYD in der Rolle seines
Lebens, hat bei METALLICA in jedweder Hinsicht total versagt. Denn METALLICA können keine Noten lesen, haben von Klassik weniger als nur den
geringsten Hauch einer Ahnung, hatten Klassik vermutlich noch nie zuvor
"erlebt" und konnten und können und werden sich niemals vorstellen können, was Klassik eigentlich ist. Und deshalb musste hier ihr Drummer
den Rhythmus an das Orchster vorgeben. Und deshalb hat dieses Konzept
versagt und ist diese Band gescheitert.
Die SCORPIONS haben auf "Moment Of Glory" etwas anderes zu bieten:
Christian Kolonovits. Der hat zwar von Orchestern, Bombast und Arrangements ganz viel Ahnung, aber nicht sehr viel von Klassik. Und deshalb
klingt "Moment Of Glory" auch mehr nach einem Soundtrack als nach einem
Klassik-Projekt. Wer also auf Sountracks der Marke "Conan - der Barbar"
oder "Star Wars" steht, kommt hier auf seine Kosten. Und hat man diese
Fakten akzeptiert, offenbahrt sich dieses Album als konzeptionell durchaus ausgereift und gelungen. Die Balladen "Send Me An Angel" (leider
etwas verkorkst durch das Duett mit Zuccero) und "Wind Of Change" haben
durch die Orchester-Arrangements an Dramatik deutlich hinzugewonnen,
klingen deutlich besser als noch bei der Berlin Live-Aufführung am 9.
November 1999. Das neue Titelstück mit seinem tollen Kinderchören der
Gumpholdtskirchner Spatzen ist ebenfalls ziemlich klasse geworden. Die
beiden Instrumentals "Crossfire" und "Deadly Sting Suite" sind aufwühlend. Überraschend: das von Diane Warren geschriebene "Here In My Heart"
mit Klasse Klaus Meine/Lyn Liechty-Duett - klingt ein wenig nach WAGNERAMA. Bleiben noch die Klassiker "Hurriance 2000", "Still Loving You"
(großartig arrangiert!), "Big City Nights" (mit Ray Wilson) und "Lady
Starlight". Ein wirklich gelungenes Album, an dem es nur eines auszusetzen gibt: den dumpfen Drum-Sound und Zuccero. Das gibt aber lediglich
Abzüge in der B-Note. Ein Wehrmutstropfen aber bleibt: dieses Album ändert nichts an der Tatsache, dass die SCORPIONS sich entgültig allen
Hardrock-kompatiblen Klängen entsagt haben und zu Weicheiern mutiert
sind. Aber im Gegensatz zu "Eye II Eye" zeigt man hier wenigstens noch
Klasse.
Dass Allstar-Bands meistens nicht sehr lange halten, wissen wir nicht
erst seit IRON SAVIOR (Hansi Kürsch und Kai Hansen sind raus) oder
METALIUM (Mike Terrana und Chris Caffery sind raus) und deshalb sind
bei SINERGY auch Sharlee D'Angelo, Jesper Strömblad und Ronny Milanowicz nicht mehr an Bord. Dafür sind jetzt Gitarrist Roope Latvala von
WALTARI, Bassist Marco Hietala (TAROT, CONQUEST) und Drummer Tommi Lillmann (TO/DIE/FOR) mit an Bord. Ausserdem hat sich Chefin Kimberly Goss
vom angesagten Melodic-Speed-True-Metal der Marke HAMMERFALL mit dem
neuen Album weitgehend gelöst und um mehr Eigenständigkeit bemüht. Darunter musste dann zwar die Eingängigkeit ein wenig leiden, doch offenbaren auch die neuen Zutaten nach einigen Durchläufen starke Stücke.
Viel fehlt jedenfalls nicht mehr und man könnte das Album als "progressiv" beschreiben. Könnte einem jedenfalls beim vertrackten und mit tollen Hooks versehenen "Lead Us To War" in den Sinn kommen, während der
Opener "The Bitch Is Back" noch als fetziger Uptempo-Kracher aus den
Boxen geschossen kommt. "Laid To Rest" hingegen ist eine starke Halbballade, "Gallowmere" ist ein richtig eingängiger Hit geworden und "Re-
Turn To The Fourth World" spannt nicht nur textlich, sondern auch musikalisch wieder einen Bogen zurück zum Debüt und wartet mit filigranem
Gitarrenspiel auf. Einziger Kritikpunkt am Album: nach "Wake Up In Hell"
ist erstmal eine geschlagene Minute Funkstille, danach quillt mit "Hanging On The Telephone" ein viel zu nah am Original gespieltes Blondie-
Cover hervor. Insgesamt gesehen ein mutiges und für den Fortbestand der
Band außerordentlich wichtiges Album, dem jedoch noch ein wenig Songwriting-Feinschliff fehlt, um ganz vorne mitspielen zu können, jedenfalls will bis auf "Lead Us To War" kein Song so recht im Ohr hängen
bleiben. Was aber niemand davon abhalten soll, da mal reinzuhören...
Kult! Kuuuuuuuuuuuuuuuult! Die Band mit dem bescheuertsten Namen der
letzten Jahre kehrt mit ihrem dritten Album zurück! Wer sich eine Mischung aus MANOWAR (zu "Into Glory Ride"-Zeiten), MANILLA ROAD (in der
Mystification"-Ära), CIRITH UNGOL, DOOMSWORD(!), THIN LIZZY-Folkrock-Anleihen(!)
und STEEL PROPHET vorstellen kann, der wird hier multiple
Orgasmen bekommen. Anhang dieser ganzen Bands könnt Ihr bereits sehen,
dass es hier hier um eine große Ausnahme handelt, beansprucht die Band
doch tatsächlich eine ganze Menge heute unüblicher Eigenständigkeit für
sich - und das, obwohl der Sound auffälliger gar nicht nach 80er-Metal
klingen könnte. Man muß der Band sogar äußerste Non-Konformität assestieren, denn welche Band kommst sonst auf die Idee, Teil 3 und 4 eines
aus vier Teilen bestehenden Songs auf das Debütalbum zu packen, Teil 2
auf den Nachfolger und erst auf vorliegendem "DATD" Teil 1 zu präsentieren. Schonmal von so einer Abartigkeit gehört? Nein? Eben! Ich auch
nicht. Wie auch immer, stilistisch lässt sich das Ding hier einfach
nicht beschreiben. Man muß es einfach gehört haben. Und entweder hasst
man es oder man liebt es. Wer jedoch gnadenlose Feger wie "Heavy Metal
Monk" (HIT!!!), den fast schon STEEL PROPHET-mäßigen Opener "Sky Chariots", "Death Machine" oder "Troll Pack" vernehmen durfte, wird wohl
eher letzteres tun. "Down Among The Deadmen" gehört zu den kultigsten
Teilen unserer Zeit - und damit in jeden CD-Player.
Zwölf Songs lang wird man hier zugekreischt, da hilft es wenig dass auf
dieser CD diverse mehr oder weniger bekannte Gast-Sänger teilnahmen,
nämlich Grady Avenell, Chino Moreno, Corey Taylor, Sean Lennon, Tom
Araya (SLAYER), Babatunde Rabouin, Deonte Perry, Justus Olbert und Asha
Rabouin. Dieses Album nervt einfach nur, ich kann mir nicht vorstellen
dass sich das jemand freiwillg anhört. Dass mögen manche Leute ja auch
schon von SEPULTURA gedacht haben, aber mit deren Material kann ich mehr
als gut leben. Auch wenn ich es nicht für mich Anspruch nehme, der am
schwersten zu nervende Musikhörer der Welt zu sein (übrigens eine Eigenschaft die man als quasi-Profi dringend haben sollte), bekommt dieses
Album von mir nur...
Irgendeine dahergekaufte Band versucht krampfhaft gleichzeitig wie KORN und
etwa der Hälfte aller restlichen NeoMetal/Alternative-Bands zu klingen
und sind dabei ungefähr so eigenständig wie die Kinderfernsehserie
"Digimon", übrigens ein 100%iges Plagiat der unter Metallern und anderen
Blümchen-Fans sehr beliebten Serie "Pokemon", die man inzwischen auch in
seinen Frühstücksflocken, im Kino, und was weiss ich wo sonst noch
finden kann. Dieses Album taugt jedenfalls nix.
Nachdem das legendäre "Inner Ascendance"-Demo letztes Jahr von Steve
Kachinsky in limitierter Auflage digital-remastert in Eigenregie nochmals veröffentlicht wurde, um der Piraterie Einhalt zu gebieten und den
Fans den Erwerb dieses Demos zu fairen Preisen zu gewähren, ist die
Nachfrage nach "Inner Ascendance" scheinbar so hoch, dass sich nun auch
die aktuelle Plattenfirma von STEEL PROPHET, Nuclear Blast, dazu entschlossen haben, das Teil regulär auf den Markt zu bringen. Im Gegensatz zur von Steve Kachinsky zwar klanglich liebevoll überarbeiteten,
aber auf CD-R gebrannten Eigenkreation mit dem Original-s/w-Coverartwork
vom Demo, bekommen wir hier nicht nur ein neues Artwork geboten, sondern auch noch alle "Inner Ascendance"-Texte(!!!), dazu zu jedem dieser
Songs noch Liner-Notes(!!) und sieben Bonustracks(!) in Form von Coverversionen, welche bereits von verschiedenen Sampler-Beiträgen teilweise
bekannt sein dürften. Über "Inner Ascendance" sollte ich Euch nichts
mehr erzählen müssen. Das Jahrtausendwerk wurde von mir in Ausgabe 15
bereits in der "Re-Releases"-Sektion ausführlich gewürdigt (im Zuge der
CD-R Wiederveröffentlichung) und kann dort immer noch nachgelesen werden. Zu den Cover-Versionen: "Fast As A Shark" (ACCEPT), "Gangland" und
"Ides Of March/Purgatory" von IRON MAIDEN, METALLICA's "Fade To Black",
"Dreamer Deceiver" von JUDAS PRIEST und "Neon Knights" von BLACK SABBATH
beweisen den guten Geschmack dieser Band und die überragenden Gesangskünste von Rick Mythiasin, welcher scheinbar in jeder Lebenslage oder
besser -note zuhause ist. Bei "Fast As A Shark" stößt er in Udo Dirkschneider-Dimensionen vor, bei "Gangland" hört er sich EXAKT(!!) nach
Bruce Dickinson an (fast schon beängstigend!!) - ja ich wage hier zu
behaupten, er hört sich hier BESSER an als Bruce je klingen könnte!
Ja und man soll es kaum glauben - bei "Purgatory" ahmt der gute Rick
Paul Di'Anno dermaßen gut nach, dass ich mir fast in die Hosen gepisst
hätte, als ich das Teil auf "Into The Void" zum ersten mal gehört hatte.
Und dann dieser gewaltige Schrei bei "Fade To Black" - waaaaaaaaaaaaah!
Wirklich abartig! "Dreamer Deceiver" kann hingegen nicht soooooo überzeugen, vorallem am Anfang klingt der Gesang ein wenig peinlich, fängt
sich dann aber wieder. Vokaltechnisch ein wenig seltsam geraten, meine
ich. Dieser kleine Ausrutscher ist spätestens bei "Neon Knights" wieder
vergessen, wenn Rick auf einer Stufe mit Dio steht - wie kriegt der das
bloß hin? Wem es da nicht heiß und kalt den Rücken 'runterläuft und
auf den Boden zwingt, Gebete an den Stahlpropheten aufzusagen, dem kann
wirklich niemand mehr helfen. Hab ich schon die schweinegeile Gitarrenarbeit erwähnt? Nein?! Tue ich hiermit! Am Schluß klingt das feine Teil
überraschend mit einem SIMPLE MINDS(!)-Cover in Form von "Don't You
Forget About Me" aus, welches hier in einer ziemlich eigenwilligen Mutation dargeboten wird, welche ich hier nicht näher beleuchten möchte.
Fans jedweder Colour müssen hier einfach zugreifen, zumal das Teil auf
10.000 Einheiten limitiert ist und es wohl in absehbarer Zeit zu einem
hochbezahlten Sammlerstück werden wird.
Nach MAJESTIC, IMPELLITTERI, TAMAS und ca. acht Billionen anderen MALMSTEEN-Kopien hat die ganze Welt nur noch auf das vierte Album von STORMWIND gewartet. Das hört sich nämlich genauso an und somit kann man mit
dieser Stilrichtung mittlerweile ganze Regale füllen. Musikalisch kann
man auch gar nicht meckern: guter Gesang, gute Gitarren, guter Sound
und eingängiges Songwriting. Das letztere steht hier allerdings als Synonym für "langweiliges Hintergrundgedudel", denn genauso schnell wie
die Mucke ins Ohr reinflutscht, ist sie aus selbigem auch bereits wieder
draußen. Ein Album ohne Ecken und Kanten also, so ganz für die Japaner
dieser Welt. Und für Leute, die einen gaaaaaaaaanz großen Geldbeutel haben, um sich sowas auch noch kaufen zu wollen.
Die Kritik von DRAGONLADY kann ich insofern nachvollziehen, als dass
"Sinctuary" weder mit klassischen Metal-Stampfern noch mit großartigen
technischen Rafinessen aufwartet. Aber wer benötigt das denn? Es ist
schlichtweg ein modernes und ausgefeiltes Neo-Truemetal-Werk, welches
gängige HELLOWEEN-, IRON MAIDEN- und MALMSTEEN-Trademarks gleich ganz
außen vor lässt und sich so Eigenständig wie möglich zu geben versucht.
Dies gelingt auch zu einem Großteil und Gitarrist Cedric Dupond füllt
mit seinem gekonnten Gitarrengezupfe der Marke SAVATAGE die größte
Schwäche des Album-Vorgängers glücklicherweise aus. Auf unnötiges Geschnörksel wird hierbei verzichtet und Andy B. Franck setzt als einer
der besten deutschen Metal-Shouter dem ganzen die Krone auf. SYMPHORCE
ziehen Euch garantiert einen Scheitel mit ihrer Mucke und lassen einen
hoffen, dass künftig noch mehr Bands einen mutigen Schritt Richtung eigene Wege gehen werden.
Ich mußte ja wirklich etwas überlegen, was an was mich die Produktion
dieses Albums erinnert. Ich wußte nur eins: ich mag sie nicht. Dann
fiel es mir ein: PRIMAL FEAR und SINNER. Achim Köhler hatte hier also
seine Finger im Spiel und sorgt dafür, dass die Symphatien für dieses
Album erstmal auf eine harte Probe gestellt werden, denn "Sinctuary"
hört sich dadurch verdammt nochmal nach einem SINNER-Album an. Jedes
einzelne Instrument. Schauderhaft. Aber kommen wir zum Inhalt: Andy B.
Franck ist zweifelsfrei einer der besten deutschen Sänger und deswegen
verdientermaßen mittlerweile auch festes Mitglied bei BRAINSTORM, die
ja ihrerseits inzwischen zu einer der besten deutschen Bands zählen.
Die Scheibe beginnt stark mit dem Opener "Eye Of Horus", der viel Atmosphäre hat und tolle Chöre. Bereits mit "Holy Sin" flacht das ganze
schon wieder ab und erst bei Song Nummer 6 wird's wieder interessant:
"Insight" mit Klavierunterstützung ist eine tolle Halbballade geworden.
Der Rest des Albums bleibt dann leider irgendwie unspektakulär, bietet
standardmäßigen Teutonen-Powermetal der Marke SINNER und die braucht
man ja auch nicht unbedingt. Mit dem Rausschmeißer "Gone Too Far" erhellt sich das Album nochmal mit gutem Gitarrenspiel und netten Arrangements. Die limitierte Erstauflage hat da schon mehr zu bieten: mit
"Resting Places" ein Stück, das sich stilistisch vom Rest des Albums
unterscheidet, das aber zu den besten Stücken auf jenem gehört. Und
dann wäre da noch ein gigantisches POWERMAD-Cover in Form von "Nice
Dreams", welches wirklich toll umgesetzt worden ist. Schade, dass die
beiden Stücke eben nur als Bonus erhältlich sind. Alles in allem kann
ich aber wirklich nicht behaupten, dass drei gute Songs ("Eye Of Horus",
"Insight" und "Gone Too Far" eine Kaufempfehlung sind, mit den Bonusstücken werden's dann immerhin fünf von 12 Stücken.
Der für TEN-Verhältnisse ungewöhnliche harte Vorgänger "Spellbound"
verzückte letztes Jahr nicht nur mich. Mit "Babylon" geht die Band nach
diesen Ausflug in neue Gefilde allerdings wieder ein wenig "back to the
roots" - sprich, man schaltet wieder etwas zurück, denn Babylon ist eine
Megapolis in der Zukunft und diese Liebesgeschichte (schmacht, wärmel die Red.) (Kulturbanausen! - PQ) spielt im Jahre 2999. Die Erde ist
größtenteils verstrahlt (wie die Wildsäue in unseren Wäldern) und die
Menschen leben in eben jenen Gigastädten auf engstem Raum zusammen.
Die ganze Tragödie fängt damit an, dass sich zwei Arbeitskollegen näher
kommen, gemeinsam auf einer Weihnachtsfeier der Firma gesehen werden und
die Braut am nächsten Tag das zeitliche gesegnet hat. Soweit, so schlecht.
Schlecht auch, dass ein Teil des Opener-Refrains vom Pop-Hit "Talk To Me
(Like Lovers Do)" (oder wie auch immer das Ding heißt) geklaut ist und
das noch nicht mal der einzige Ideen"borg" bleibt. Auch von WHITESNAKE
und CAT STEVENS hat man sich (eher weniger dezent) ein paar Gesangslinien ausge"liehen". Das macht aber gar nichts, denn der Rest des Albums ist und bleibt trotzdem eine AOR-kompatible Melodic-Hitfabrik der
Extraklasse. Der Kracher "Thunder In Heaven" beispielsweise, mit genialem Gesang und tollen Keyboards - einer der härtesten Stücke noch dazu.
"The Stranger" und "Timeless" wissen ebenfalls zu überzeugen (auch wenn
sie wie bereits erwähnt ein wenig geklaut sind),
THYFING, das Troll-Schwert, geschmiedet von den Zwergen Durin und Dvalin
für König Svaverlame, Odins Urenkel. Da es jedoch unter Zwang geschmiedet wurde, wurde es von den Zwergen verflucht und Svaverlame fand dadurch den Tod. Und jedesmal wenn es gezogen wurde, führte es den Besitzer ins Verderben...
Mit ihrem dritten Album legen die schwedischen Viking-Metaller noch ein
paar Brikett's nach und bauen nach dem Wegfall der Konkurrenten MITHOTYN ihre Vormachtstellung in dieser Sparte aus. Noch immer werden die
Stücke von dominanten Keyboardmelodien geführt, die jedoch im Vergleich
zum Vorgänger "Valdr Galga" ein wenig mehr im Hintergrund stehen. Die
restlichen Instrumente stehen also nicht mehr um das Tasteninstrument
herum, sondern bilden gemeinsam mit ihm eine Einheit, was den Sound
kräftiger und kompakter erscheinen lässt. Ansonsten hat sich stilistisch
nichts geändert und das ist auch gut so. Als Digi-Pack Bonus enthalten
ist noch das GARY MOORE-Cover "Over The Hills And Far Away", was die
Einflüsse der Band und ihren Folk-Melodien untermauert. Mit dem Original
kann es allerdings in Punkto Gesang nicht so ganz mithalten. Ansonsten
gibt es keine Frage: Viking-Fans müssen hier zugreifen.
Ihr Debüt "Medieval" lies die IRON MAIDEN-Fans aller Länder bereits
erstaunt aufhorchen, der Nachfolger "Legendario" drückte sämtliche MAIDEN-Werke seit "Somewhere In Time" beinahe an der Rand der Bedeutungslosigkeit. Jetzt ist es endlich da, das langerwartete dritte Werk der
Spanier und obwohl es keinen Besatzungswechsel gab, bin ich erstmal
ziemlich überrascht. WO UM ALLES IN DER WELT SIND DIE FETTEN MAIDENGITARREN GEBLIEBEN? Wo um Odin's Willen sind die fetten Adrian
Smith-Riffs abgeblieben? Und warum zum Geier versuchen TIERRA SANTA jetzt
plötzlich eigenständig zu klingen? Ich weiß es nicht und da kann vermutlich nur ein Interview Abhilfe schaffen. Das alles soll jetzt aber
auf keinen Fall heißen, TIERRA SANTA wären jetzt plötzlich schlecht geworden - im Gegenteil - sie stecken die meisten aktuellen Bands locker
in die Tasche. "Sodoma y Gomorra" beispielsweise ist ein typischer
TS-Nackenbrecher geworden und das zweiteilige "La cancion del pirata" ist
eine tolle Piratenstory mit viel Gefühl eingesungen. "El secreto del
faraon" erweckt mit einen orientalischen Einflüssen direkete Erinnerungen an MAIDEN's "The Nomad" und - huch - da war es wieder - das Wort,
dass sie doch loswerden wollen. Mit dem Unterschied allerdings, dass die
Scheibe hier schon ein paar Tage länger auf dem Markt ist als "Brave
New World". Die Gitarren fällt mir noch auf, sind auch weiterhin deutlich im Spielgeschehen integriert, aber eben (leider?) mit viel weniger
MAIDEN-Feeling. "La Torre De Babel" ("Der Turm zu Babel") geht mit seinen geloppierenden Gitarrenläufen ebenfalls ab wie Hölle und mit "El
Caballo de Troya" (Das trojanische Pferd) klingt auch das dritte Album
der Spanier toll aus. Trotzdem: "Legendario" bleibt die Referenz.
Kennt ihr noch Attila Csihar? Nein? - Das ist traurig. Dennoch werdet
ihr bestimmt mindestens einmal ueber die Spuren von ihm und seiner
ungarischen Black Metal (im weitesten Sinne)-Truppe TORMENTOR gestossen
sein. Ende der 80er Jahre brachten diese Jungs ein Album namens "Anno
Domini" heraus, welches einige echte Perlen wie den Song "Elisabeth Bathori" (den DISSECTION auf ihrer "Where Dead Angels Lie" EP coverten)
enthielt. Anfang der 90er sang besagter Attila dann das beruehmte "De
Mysteriis Dom Sathanas" Album von MAYHEM ein. Unmittelbar auf dessen
Veröffentlichung wurde dann das fast verschollene TORMENTOR-Debut rereleased, und die Band gewann auch ausserhalb ihres Heimatlandes eine
gewisse Popularität. Danach wurde es sehr still um TORMENTOR, bis auf
einen "Gastauftritt" Attilas auf der 98'er MAYHEM Live-Scheibe "Mediolanum Capta Est" gab es kaum Lebenszeichen. Nun, mehr als fünf Jahre
nach dem europaweiten Release des Debut-Albums, melden sich TORMENTOR
zurueck... "Recipe Ferrum" ist ein ausgesprochen seltsames Werk. Das
Album ist in 3 Sinnabschnitte unterteilt. Die ersten 9 Tracks sind in
einem sehr ans Debut erinnernden Stil gehalten: Vorwiegend Songs im Mid-Tempo
Bereich, herausragende gesangliche Leistungen Attilas und abgedrehte Melodiefuehrungen faszinieren (und verwirren) den Hörer und begeistern den alten Fan. Der zweite Teil der CD (Tracks 10 bis 13) repräsentiert den Comedy-Anteil der CD und handelt von ungarischen Sagen
(eine suspekte Figur namens "Paprika Jancsi" spielt dabei eine besondere
Rolle). Die 4 Comedy-Tracks wirken ein wenig ueberzogen, Attila singt
(beabsichtigt) teilweise wie unsere Freunde aus der Sesamstrasse, aber
dennoch lockert diese Show-Einlage ungemein auf. Der 3. Abschnitt der
CD setzt der Krankheit dann die Krone auf. Mit seinem Toilettensong
"Brummadza" schiesst Attila den Vogel ab. Darauf folgt noch ein Bonustrack (ein Remix), bevor ein Outro eine im Grossen und Ganzen durchaus
gelungene CD zum Ende bringt. Wer Sinn fuer Humor hat, auf kranke und
untypische Instrumentierung steht, oder das perfekte Geschenk fuer seine
Ex sucht, sollte dringend mal in die Scheibe reinhören... Auf musikalischer Ebene nicht zu unterschätzen, dennoch in keinster Weise ernstzunehmen - so lässt sich dieses Machwerk kurz umreissen. Mir gefällt
es mit jedem Durchlauf besser. Wie der Promo-Spruch des Labels schon
sagt: "Attila's cult has risen again!"
30 Minuten üblsten Highspeed-Gebolze mit etwas zu schepprigem Sound und
frei von Abwechslung und Höhepunkten, aber dafür mit Durchknallgarantie.
Dazu schreit sich ein Sänger in wechselnden Stimmlagen die Seele aus dem
Leib, und diesen Sänger haben wir nochmal in dieser Ausgabe, bei einem
nicht minder seltsam anmutenden Interview... Ich weiss zwar nicht wieso, aber
einen gewissen Reiz hat dieses Album doch irgendwie. Fans von Dauergebolze
sollten mal ein Ohr riskieren.
Das Heavy, oder was!?, Deutschland's einzig wirkliches "True-Metal"-Magazin, welches regelmäßig überall erscheint, mit der ersten HeftbeilageCD. Allerdings nur zum Jubiläum. Und nicht wie die Konkurrenz mit bereits weithin bekannten Bands.
12 Bands, die niemand braucht, stümpern 12 Songs lang einen absoluten
Mist zusammen, den genausowenig jemand braucht. "We Will Rock You" hah! dass ich nicht krepiere! "Killer Queen" - sollte wohl eher "Killing
Queen" heißen - "Save Me" - buahaha!!! Hilfeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!
Freddy, alter Kumpel, erlöse uns von diesen bösen Verschandelungen,
denn Du bist das Reich, und die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Amen!!!
Und während dieser Silberling ganz weit hinaus aus meinem Fenster rotiert, singt der Engelschor der Heerscharen der "Keep QUEEN-music true"
mit mächtigem Getöse "Another One Bites The Dust" - und schlachtet all
diese Stümper in Grund und Boden. Und sie werden auf immer und ewig
dazu verdammt, sich zu bücken, wenn Freddy ihnen begegenet. In welche
Richtung, wird hier nicht verraten...
Es gab nicht wenige, die davon ausgegangen sind, dass eine derartige
Allstar-Gruppe nicht sehr lange hält. Sie haben sich geirrt. WESTWORLD
räumten mit ihrem letztjährigen Debüt ziemlich ab und für das nun vorliegende zweite Album nahm sich Tony Harnell (TNT) neben den bereits
bestehenden Mitgliedern Mark Reale (RIOT), Bruno Ravel (DANGER DANGER)
und John O'Reilly (RAINBOW, BLACKMORE'S NIGHT) auch noch Mark Wood mit
ins Boot, welcher auf "Skin" für E-Geige (!) und Keyboards verantwortlich ist. Ansonsten hat sich glücklicherweise nichts geändert.
AOR-Stücke mit höchster Eingängigkeit und einer tight zusammenspielenden
Band, welche bestimmt nicht mehr nur als Projekt abzustempeln ist, bieten neben tollem Gesang und schicken Gitarrensolis natürlich auch nette
Arrangements und Texte, die ganz, ganz tief aus den 80ern kommen.
Mit dem ALANIS MORISSETTE-Cover "Uninvited" steht am Ende noch ein
großer Hit, welcher ebenso groß umgesetzt wurde und keine Wünsche offen
lässt. Ein Album zum liebhaben. Plüschtier, was willst Du mehr? Vielleicht noch 'nen netten Menschen zum knuddeln? Nehmt mich...
9,0 (THE MIGHTY SCI!)
08. EIGENPRODUKTIONEN
Na endlich erwachen einige Bands aus ihrer Erstarrung und nutzen unser
Internet-Magazin um ihre Band vorzustellen. Das wird aber an einem nichts
ändern: wir bleiben grausam, aber gerecht :-) Noten gibt's für Eigenproduktionen/Demos nicht, da sich sie meistens kaum mit professionellen Releases vergleichen lassen. Von der Idee, für diese Sparte ein eigenes
Notensystem einzuführen, sind wir wieder abgerückt. Das heißt aber IN KEINEM FALL, dass hier vorgestellte Bands generell schlechter sind, als ihre
Kollegen mit Plattenvertrag - im Gegenteil! Manche sind sogar besser...
Richtig guter Melodik-Death Metal, wenn auch nur drei Stücke lang. Das
Cover ziert übrigens ein Pentagram mit einer megabösen BANANE(!!!) drin.
Trotz dieser fast satirischen Aufmachung ist das Soundmaterial 100%
ernst gehalten und ist schonmal ein guter Ausblick auf ein hoffentlich
kommendes ganzen Album dieser Band.
Mit TARAXACUM hat sich eine weitere Allstar-Band formiert, hinter der
sich folgende illüstere Namen verstecken: Rick Mythiasin (STEEL PROPHET), Ferdy Dörnberg (ROUGH SILK), Felix Bohnke und Tobias Exxel
(beide EDGUY) und Frank Wolf (ex-SQUEALER). dass die Jungs nicht einfach
so mal nebenbei noch 'ne schnelle Mark zusätzlich verdienen wollen,
merkt man spätestens, wenn man sich ihre Demo-CD zu Gemüte führt. Mit
den erwähnten Hauptbands der jeweiligen Musiker hat die Mucke nämlich
nicht im Geringsten etwas zu tun, vielmehr leben die Musiker (und vorallem Gründer Tobias Exxel) hier ihre musikalischen Visionen jenseits
des Heavy Metal aus und überraschen ohne Zweifel jeden Hörer. Vier
Stücke befinden sich auf der knapp über 20 Minuten langen CD, welche
wahrlich nicht einfach zu beschreiben sind. Progressiv passt jedenfalls
schonmal ganz gut. Der Opener "Spirit Of Freedom" knallt mit Double-Bass-Drums noch
ganz ordentlich, überrascht im Mittelteil mit einer
schönen Klaviereinlage und führt mal wieder vor, welch genialer Sänger
doch Rick Mythiasin doch ist. "Delirium (When Will It End?)" beginnt
mit eintönigen Drums, welche anschließend mit Gesang gepaart werden und
zu denen sich dann langsam der Rest der Instrumente formieren. Auch
hier gibt es wieder das tolle Klavierspiel von Ferdy Dörnberg zu bestaunen, was in diesem Song fast schon ein wenig Free-Jazz Feeling aufkommen lässt. Im letzten Teil des Stückes schreit sich Rick in einer
Art und Weise die Seele aus dem Leib, wie es in dieser Form bei STEEL
PROPHET noch nie zu hören war - geil! "Think!" fällt durch ungewöhnlichen, fast schon funkigen, mehrstimmigen Gesang und Tobias' U.S.-Metalartigen abgefahrenen Gitarrenspiel auf (sowas vermissen wir noch bei
EDGUY!!!) und den Abschluß bildet "Alone", eine ruhige und nachdenklich
stimmende Ballade, welche abermals durch stimmige Gitarren und bezauberndes Klavierspiel auffällt.
Kein Zweifel: TARAXACUM haben das Zeug zu einer großen Prog-Rock Band,
da sie bereits im Demostadium mit der Frische und dem Ideenreichtum
einer neuen Zeit gesegnet ist. Inzwischen hat die Band auch einen Deal
mit dem AOR-Label MTM Music unterzeichnet. Schade, dass keine Texte beiliegen, aber wer dieses grandiose Demo nicht besitzt, ist selber schuld!
Preis: 15,- DM inkl. Versand
Bezugsadressen der Vertreiber befinden sich unter der Rubrik "Versandhandelkontakte" am Ende der Ausgabe! Reviews ohne "Gesichtet bei:"-Vermerk gibt's im normalen Handel.
Nach der kürzlich veröffentlichten "Accept"-EP, die man vielleicht unter
die Kategorie "Kult", aber bestimmt nicht unbedingt in die Schublade
"muß man haben" packen kann, ist ab sofort endlich auch das geile "Get
Tough!"-Album, das bisher einzige der Gruppe, wieder erhältlich. Digital remastert, mit megafettem Booklet (alle Texte, auch die der BonusCD, Liner-Notes, History, usw.) und einer 16(!) Tracks umfassenden Bonus-CD! Da werden so manche feuchte Träume wahr...
CD 1: das komplette 1987er "Get Tough!"-Album - ein Meisterwerk mit vielen tollen Melodien inkl. der Megatracks "10 Seconds In", "Blood
Money" oder "Behind Enemy Lines"
CD 2: Bis dato unveröffentlichte Demo-Songs ("Standing In The Light",
"Caught In Love", "Dead In Your Tracks", "The Hurt", "Cold Air",
"From The Heart", Entering Twilight" und "No More Cries"), von
der "Accept"-EP "Action", vom "Heavy Artillery"-Sampler "Still
Life", von der Kassetten-Version des "Get Tough!"-Album "Touch
Like Thunder", von der gleichnamigen 7"-Single gibt es "All Or
Nothing", vom "Cleveland Metal"-Sampler "10 Seconds In", von der
"Breaker" 7"-Single "Blood Money" und "Afraid Of The Dark".
Über das Album sollte ich nicht mehr viel sagen müssen: melodischer
80er-Metal mit genialen Melodien und Riffs... keine Ahnung wie ich
das beschreiben soll. Wer "10 Seconds In", "Behind Enemy Lines", "Walking The Wire" oder "Standing In The Night" (Monsterriff!) hört und
nicht gleich hin und weg ist und sich das Teil kauft, dem kann ich auch
nicht mehr helfen.
Hier zum Probehören:
Gesichtet bei: Hellion Records, Rising Sun
Hammer!!! Nach dem kultigen DEADLY BLESSING ReRelease bringt New Renaissance nun auch GARGOYLE wieder auf den Markt. Das damals selbstbetitelte Album kommt nun unter dem Namen "Nothing Is Sacred" auf den
Markt - sonst hat sich nichts geändert. Es ist ein Album ohne Makel,
ein Klassiker, wie er nicht alle Tage auf den Markt kommt. Mit einem
für New Renaissance-Bands wirklich ungewöhnlich gutem Sound, mit einem
grandiosen Gesang eines Tim Lachman, dann kann auch gar nichts mehr
falsch laufen. Es sei denn man ist wie diese Jungs bei der falschen
Plattenfirma gelandet, die es nicht auf die Reihe gebracht hat, ihre
Bands auch dementsprechend zu vermarkten. GARGOYLE jedenfalls stehen
für melodischen PowerMetal der Güteklasse 1a und bohren sich mit geilen
Gitarrensolis und dem bereits erwähnten Gesang für immer in Euere Herzen. Mehr gibt's darüber nicht zu sagen... außer: kaufen!
Hier zum Probehören:
Gesichtet bei: Hellion Records
Nach dem ReRelease des dritten MANILLA ROAD-Albums "Crystal Logic" aus
dem Jahre 1983 (Review siehe Ausgabe 21), folgt nun auch die Wiederveröffentlichung des sechsten Werkes "Mystification" (1987). Das fünfte
Album "The Deluge" (1986) wird übrigens in Kürze über Underground Symphony erhältlich sein. Stilistisch ging man hier deutlich härter und
straighter zu Werke als auf "Crystal Logic", doch auch hier servieren
uns die Überflieger aus den U.S.A. ein weiteres Meisterwerk des epischen Power Metal's, verführen den Hörer mit textlich überirdischer
Pösie, welche man nicht alle Tage von einer Metal-Band vernehmen darf.
Es ist ein Klassiker der Musikgeschichte, eine kompakte Ansammlung von
genialen Stücken, welchen leider nicht ein Erfolg vergönnt war. Eine
Band, die vom Publikum der großen Welt weitgehend ignoriert wurde. Aber
dieses Schicksal teilen sie sich ja bekanntermaßen mit vielen anderen
Kapellen. Seien es ADRAMELCH mit ihrem Jahrtausendklassiker "Irae Melanox" oder GARGOYLE (mit einem der eigenständigsten Power Metal-Knallern
überhaupt) - die Welt ist einfach ungerecht. Immerhin bleibt den wenigen Fans dieses Genies die Freude geistiger und künstlerischer Überlegenheit gegenüber den Ignoranten der geistig verwirrten MTV-Gesellschaft
und die Tatsache, dass ein derart guter Geschmack der Masse dieser bedauernwerten Zeitgenossen leider auf immer und ewig verwehrt bleiben
wird. "Mystification" - der Name ist hier Programm, verziert mit genialen Allan Poe-Horror-Lyrics und -Themen versetzt einen Ausnahmestimme
Mark (The Shark) Shelton in ein Paralleluniversum voller tödlicher
Highlights, auf dem es keine Ausfälle gibt, aber dafür massig Einfälle.
Digital-remastert, mit Liner-Notes und allen Texten sowie dem Bonustrack
"The Asylum" und neuem Coverartwork, gehört das Ding sofort verhaftet.
Hier zum Probehören:
Gesichtet bei: Hellion Records
Wer kennt nicht den Titeltrack dieses Hardrock Klassikers? Er gehörte
und gehört zum Standardrepartoire einer jeden Rockdisko und eines jeden
Rocksenders. Doch auch das restliche Material muss sich zu keinem Zeitpunkt hinter dem Titelsong verstecken, der harte Opener "Missing In
Action" etwa oder das tolle "Lonely Lady" sind ebenfalls nicht zu verachten und bieten hohe Qualität, auch wenn sie schlussendlich der hervorragenden Hymne, mit der sie überall bekannt geworden sind, nicht so
ganz das Wasser reichen können. "Come And Gone" - ebenfalls grossartig klingt sogar ein wenig nach URIAH HEEP.
Zum ReRelease: Sieben(!) Bonustracks, Demoversionen allesamt und namentlich lauten ihre Namen "Nothing Ventured - Nothing Gained", "She's A
Dancer", "No Way To Treat A Lady", "In The Night", "Waiting For Your
Love", "Teenage Runaway" und "Our Love Has Come And Gone". Texte sind
alle vorhanden - auch die der Demoversionen, dazu gibt's Liner-Notes,
Albumreviews und Bandberichte - ja und das alles noch im guten Remastering. Da kann kein AOR-Herz was falsch machen...
Gesichtet bei: Hellion Records, Rising Sun, Hard-Boiled
Wer kennt sie nicht, die zwar digital-remasterten, aber lieblos bis zum
Geht-nicht-mehr aufbereiteten EMI-Neuveröffentlichungen unter dem Banner
"Classic Rock Series"? Keine Texte, kein gar nichts dabei und "Denim And
Leater" gibt's bis dato überhaupt nur als nicht digital überarbeitete
Original-Ausgabe. Dafür aber für knappe 10 Mark. Ganz anders beim feinen
französischen Axe Killer-Label, die mit diesem erneuten Doppelschlag die
"Back To Black"-Collection in die vierte Runde schickt (nach QUEENSRYCHE,
WHITESNAKE und den SCORPIONS). Und wieder gibt's hier alle Texte, deutlich bessere Klangqualität und liebevolle Aufmachung im schwarzen
Leder-Digipack zu bestaunen. dass diese beiden Klassiker in keiner Sammlung
fehlen dürfen, muß ich Euch glaube ich nicht nochmal erzählen und somit
beschränken wir uns darauf, dass es pro CD noch je zwei Live-Bonustracks
gibt ("Motorcycle Man", "747 (Strangers In The Night)", "See The Light
Shining" und eine 9«-Minuten(!) Version von "Wheels Of Steel". Essentiell!
Nur für den U.S.-Markt bestimmt und deshalb bei uns regulär nicht in den
Läden erhältlich, sondern nur via Nuclear Blast Mailorder und vermutlich
auch nur für begrenzte Zeit, wurde der U.D.O.-Backkatalog digital überarbeitet und kommt in schmucken Digipacks daher. Bonustracks und ähnliche Gimmicks wie Linernotes, History oder ähnliches gehören nicht zum
Lieferumfang. Leider. Ansonsten gehören vorallem "Animal House", welches
ohne Kompromisse auch ein ACCEPT-Album sein könnte und das harte "Timebomb" in jede vernünftige Sammlung. Für Besitzer dieser Werke gibt es
allerdings nicht den geringsten Grund einer Neuanschaffung.
Gesichtet bei: Nuclear Blast Mailorder
Hihi... Axe Killer griffen auch hier mal wieder tief in die Vergangenheit und präsentieren uns das 1978er Album "Ready An' Willing" in digital-remasterter Form und wie immer mit massig Bonusmaterial. Natürlich
auch weiterhin nur in limitierter, numerierter Auflage. Da heißt es zugreifen, denn wenn weg, dann Sammlerobjekt. Auf dem Album bedindet sich
der Single-Hit "Fool For Your Loving", der der die Band den Durchbruch
brachte. Allerdings ist die Neuinterpretation, welche auf dem Klassiker
"1987" vertreten ist, um einiges besser ausgearbeitet. Ansonsten gehört
das Teil nicht unbedingt zu DEN Klassikern der Rock-Geschichte, bleibt
zu einem Großteil eher gesichtslos. "Blindman" ist eine ganz ordentliche Ballade, der Rest hört sich nicht nur ziemlich 70er-mäßig an,
sondern auch noch "very bluesy". Wer mit Blues seine Probleme hat, wird
mit diesem Ding bestimmt nicht so glücklich werden. Wer jedoch hören
will, wo AYREON zweifellos seine Einflüsse her hat, hört sich beispielsweise mal "She's A Woman" an - weitere Kommentare überflüssig!
Ein Interessantes Album für Liebhaber der seichteren Klänge. Irgendwo
zwischen Gothic und Metal pendelt dieses Album hin und her, wird dabei
aber höchstens im Ansatz langatmig, ansonsten sind die Songs gut auf
einander abgestimmt, so dass sich schnell eine entspannt-gespannte
Atmosphäre auf den Hörer überträgt. Klingt wenig plausibel, aber wer
auf sowas grundsätzlich abfährt sollte mal ein Ohr riskieren.
Das ist doch mal was erfreuliches: Gute-Laune Death'n'Roll aus Dänemark,
garniert mit ordentlich schweren Grooves. Als letzten Track gibt's das
MOTÖRHEAD-Cover "Killed By Death", das eigentlich besser als das
Original klingt. Party-Mucke vom Feinsten. Ohne Anspruch, aber dafür
unterhaltsam anzuhören. Reinhören!
(Massacre/Connected)
7,5 (BAD PEON)
(Massacre/Connected)
3,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Ars Metalli/Zomba)
9,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Scarlet/SPV)
8,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Roadrunner/Connected)
7,0 (BAD PEON)
(InsideOut/SPV)
7,5 (PIRATE QUEEN)
(Roadrunner/Connected)
-/- (BAD PEON)
(Massacre/Connected)
8,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Drakkar/BMG)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Osmose/SPV)
9,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Mighty Music)
8,0 (BAD PEON)
(Metal-Is)
9,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Nuclear Blast/Eastwest)
9,5 (REVEREND)
(Century Media/SPV)
9,0 (THE MIGHTY SCI!)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Endzeit Klänge)
8,0 (BATTLE ANGEL)
Kontakt: Kreuzfeuer, Postfach 1321, 04583 Altenburg oder per E-Mail:
tattoo@01019freenet.de
"Den Göttern nah Part 2" - BATHORY in Reinkultur!
"Die Metzgerküche" - hier gibt's kein Erbarmen, hier wird regiert!
(Arista/BMG)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Metal Blade/SPV)
5,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Roadrunner/Connected)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Hammerheart/Connected)
8,5 (FLODA RELTIH)
(Massacre/Connected)
6,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Hammerheart/Connected)
7,0 (BAD PEON)
(Century Media/SPV)
7,5 (THE MIGHTY SCI!)
(AFM/Connected)
8,0 (THE MIGHTY SCI!)
(AFM/Connected)
8,5 (DRAGONLADY)
(Noise/SPV)
4,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Massacre/Connected)
8,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Zoom Club/U.K. Import)
9,0 (PIRATE QUEEN)
(EMI)
-/- (PIRATE QUEEN)
(Nuclear Blast/Eastwest)
8,0 (PIRATE QUEEN)
(Dragonheart/SPV)
8,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Roadrunner/Connected)
4,0 (BAD PEON)
(Roadrunner/Connected)
2,0 (BAD PEON)
(Nuclear Blast/Eastwest)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Massacre/Connected)
6,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Noise/SPV)
9,0 (BATTLE ANGEL)
(Noise/SPV)
6,5 (DRAGONLADY)
(Frontiers/Point Music)
9,0 (PIRATE QUEEN)
(Hammerheart/Connected)
9,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Iron Glory/Zomba)
8,5 (THE MIGHTY SCI!)
(Avantgarde Music/Connected)
8,5 (REVEREND)
(Voices Of Wonder/Head Not Found)
7,0 (BAD PEON)
(Heavy, oder was!?)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Adrenaline/Connected)
-/- (THE MIGHTY SCI!)
(Roadrunner/Connected)
09. AKTUELLE RE-RELEASES
(Eigenproduktion/Eigenvertrieb)
(BAD PEON)
(Eigenproduktion/Eigenvertrieb)
(THE MIGHTY SCI!)
Kontakt: http://www.taraxacum.net oder
SAVAGE UNION
c/o Marion Haupt
Zur Braake 5
27374 Visselhoevede
10. IMPORTE
(Auburn/U.S. Import)
9,0 (BATTLE ANGEL)
"10 Seconds In" von CD1 ("Get Tough!")
"Walking The Wire" von CD2 ("Get Tougher!")
(New Renaissance/U.S. Import)
10,0 (THE MIGHTY SCI!)
"Final Victory"
(Sentinel Steel/U.S. Import)
10,0 (THE MIGHTY SCI!)
"Death By The Hammer" - der Name ist Programm!
(High Vaultage)
8,5 (PIRATE QUEEN)
(Axe Killer/Point Music)
10,0/10,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Breaker Records/Nuclear Blast)
9,5/7,0/8,0/9,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Axe Killer/Point Music)
7,0 (THE MIGHTY SCI!)
(Icarus/Argentinien-Import)
8,0 (BAD PEON)
(Mighty Music/Dänemark-Import)
8,0 (BAD PEON)